Die Aareschlucht: Wo die Aare noch ein wilder Bergfluss ist

16.09.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Die Aareschlucht: Wo die Aare noch ein wilder Bergfluss ist
4.6 (92.31%)
13 Bewertung(en)

Die Aareschlucht bei Meiringen im Haslital ist das berühmteste Naturwunder des Berner Oberlandes. Ein Ausflug zu diesem grandiosen Naturschauspiel ist von April bis Oktober möglich. Nur bei sehr ungünstigen Wetterbedingungen, Hochwasser oder Schnee bleibt die Schlucht geschlossen.

In den Sommermonaten kann sie dagegen ganz romantisch erlebt werden: Jeweils Mittwoch und Freitag wird sie nämlich auch abends von 21 bis 23 Uhr geöffnet und beleuchtet. Wer nicht mit dem eigenen Pkw anreist, hat gute Bahnverbindungen nach Meiringen über Spiez oder von Luzern aus mit der Brünigbahn. Zur eigenen Sicherheit sollten robuste Schuhe mit rutschfester Sohle, am besten Wanderschuhe, getragen werden. Die Schlucht selbst ist in ca. einer Stunde durchwandert. Für die Strecke von Meiringen nach Innertkirchen muss man eine halbe Stunde zusätzlich einplanen.

Im Berner Oberland gebärdet sich die später mitunter gemächlich dahinfliessende Aare noch als wilder Bergfluss. Fast 200 Meter tief hat sie sich zwischen Meiringen und Innertkirchen in den Stein gefressen. Hoch ragen die Felswände der Schlucht empor. Der enge, fast anderthalb Kilometer lange Canion kann durch Tunnel und über gut gesicherte Stege begangen werden: ein prickelndes Abenteuer für Jung und Alt! Tausende Jahre hatte die Erosion Zeit, die einmaligen Gebilde im Stein zu formen. Das Wasser der Aare bildete eindrückliche Grotten, Buchten und Nischen, einzigartig und gewaltig…





Unterwegs in der Aareschlucht (Bild: Zairon, WIkimedia, CC)

Unterwegs in der Aareschlucht (Bild: Zairon, WIkimedia, CC)




Dort, wo die Schlucht etwas breiter wird, zaubert das einfallende Licht immer wieder andere Farben auf die Wasseroberfläche. Nach einer guten Stunde endet sie plötzlich und öffnet sich zum Talboden in Richtung Innertkirchen. Nun bieten sich zwei Alternativen: eine kurze Wanderung entlang der Aare bis zum Dorf oder retour nach Meiringen auf dem alten Grimselpfad. Etwa eine Stunde beträgt die Wanderung auf diesem historischen Weg. Wer Lust auf noch mehr Natur und Naturschauspiele hat, bekommt diese in der Region geboten. Da wären zum einen die Reichenbachfälle, ebenfalls bei Meiringen. Ein nostalgisches Bähnli fährt zwischen Mai und Oktober hinauf.

Im Parkhotel Du Sauvage kann das Sherlock Holmes Museum besichtigt werden, denn dieser starb seinen literarischen Tod, als er im Kampf mit Prof. Moriarty in die Reichenbachfälle stürzte. Ein gewaltiger Wasserfall beeindruckt im Lauterbrunnental. Der Staubbachfall stürzt hier 300 Meter in die Tiefe. Ebenfalls sehenswert sind die rund eine Wanderstunde südlich gelegenen Trümmelbachfälle. Von April bis November führt ein Lift in die Felsengalerie, die Tunnelgänge können aber auch über Treppen und Steige erkundet werden.



Alle genannten Wege sind gut gesichert. Ein wenig Vorsicht ist jedoch angebracht: Der Legende nach soll der Tatzelwurm, ein urzeitliches Ungetüm, in der Aareschlucht sein Unwesen treiben!

 

Oberstes Bild: Die Aareschlucht bei Meiringen im Haslital ist das berühmteste Naturwunder des Berner Oberlandes. (© Pazit Polak, Wikimedia, CC)

Wo liegt dieses Reiseziel?

Über belmedia Redaktion

belmedia hat als Verlag ein ganzes Portfolio digitaler Publikums- und Fachmagazine aus unterschiedlichsten Themenbereichen aufgebaut und entwickelt es kontinuierlich weiter. Getreu unserem Motto „am Puls der Zeit“ werden unsere Leserinnen und Leser mit den aktuellsten Nachrichten direkt aus unserer Redaktion versorgt. So ist die Leserschaft dank belmedia immer bestens informiert über Trends und aktuelles Geschehen.


Ihr Kommentar zu:

Die Aareschlucht: Wo die Aare noch ein wilder Bergfluss ist

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.