Dublin – Irlands kontrastreiche Hauptstadt

16.12.2013 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Dublin – Irlands kontrastreiche Hauptstadt
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Dublin, die irische Hauptstadt an der Liffey, ist modern und traditionell zugleich. Mittelalterliche Strassenzüge und georgianische Wohnviertel bestehen hier neben modernen Bürotürmen fort; futuristische Bauten wie das Edelstahlmonument Spire wechseln sich mit historischen Festungen und traditionsreichen Bildungseinrichtungen ab.

An der Stelle des heutigen Dublin existierte bereits im ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung eine Keltensiedlung. Den Namen Dublin, zu Deutsch „Schwarzer Teich“, verdankt die Stadt jedoch einem gleichnamigen Wikingerdorf, das im Jahr 842 auf dem heutigen Stadtgebiet gegründet wurde.




Dublins Geschichte ist – wie die des ganzen Landes – geprägt durch den jahrhundertelangen Konflikt zwischen den Befürwortern und Gegnern der britischen Vorherrschaft. Seit der Unabhängigkeit des südlichen Irlands im Jahr 1922 bildet Dublin als Hauptstadt das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der grünen Insel und hat sich mit seinen rund 500.000 Einwohnern mittlerweile zu einer jungen, europäisch orientierten Metropole entwickelt.

Mediterranes Flair an den Ufern der Liffey

Wer in Irland nur kühle und verregnete Tage erwartet, erlebt beim Besuch in der Hauptstadt Dublin höchstwahrscheinlich eine angenehme Überraschung. Die Stadt weist ein aussergewöhnlich mildes maritimes Klima auf, das entlang der Liffey nicht nur mediterran anmutende Palmen gedeihen lässt, sondern auch dafür sorgt, dass die Temperaturen selbst in den Wintermonaten nie wirklich unangenehm werden.





Das moderne Dublin: die Samuel-Beckett-Brücke (© La Liana / pixelio.de)

Das moderne Dublin: die Samuel-Beckett-Brücke (© La Liana / pixelio.de)

An sonnigen Sommertagen laden die Holzpromenaden entlang der Liffey zu einem Spaziergang ein und bieten Gelegenheit, in aller Ruhe einen Blick auf die eine und die andere Seite des Stadtflusses zu werfen. Die Liffey bildet seit jeher die Grenze zwischen dem wohlhabenden Süden und dem armen Norden und eint beide Stadthälften über unzählige Brücken, die von der fast 200-jährigen Half Penny Bridge bis zur futuristisch anmutenden Samuel Beckett Bridge alle einen ganz eigenen Charakter aufweisen.



Entlang der Liffey reihen sich geschichtsträchtige Gebäude wie das prachtvolle Custom House, das von den Briten vor über 200 Jahren als Hauptzollamt errichtet wurde, oder das kapitolähnliche Gerichtsgebäude Four Courts. Zu den bedeutendsten Gebäuden Dublins zählt auch das Trinity College als älteste Universität Irlands, die bereits 1592 von Queen Elisabeth I gegründet wurde. Hier studierten in der Vergangenheit so illustre Persönlichkeiten wie Samuel Beckett, Oscar Wilde oder Bram Stoker. Grösste Attraktion der renommierten Universität ist ihre Bibliothek aus dem Jahr 1732, in der neben 200.000 historischen Texten auch die älteste Harfe Irlands ausgestellt ist.





Die Alte Bibliothek des Trinity College. (Bild: Patrick Theiner / Wikimedia / CC)

Die Alte Bibliothek des Trinity College. (Bild: Patrick Theiner / Wikimedia / CC)

Auf dem Cork Hill am Rande von Temple Bar thront ein weiteres ehrwürdiges Gebäude über der Stadt: das Dublin Castle, das einstige königliche Schloss, an dessen Stelle schon im 10. Jahrhundert eine Festungsanlage stand. Auch die irischen Kronjuwelen wurden im Dublin Castle bis 1907 aufbewahrt, als die kostbaren Insignien des St.-Patrick-Ordens in einem bis heute nicht aufgeklärten Diebstahl entwendet wurden. Südlich des Trinity College entführt das georgianische Dublin Besucher in längst vergangene Epochen. Die historischen Wohnhäuser rund um den Merrion Square bieten einen Eindruck von der georgianischen Architektur des 18. Jahrhunderts mit ihren symmetrischen Formen, ornamentalen Elementen und repräsentativen Eingängen. Heute haben rund um den Merrion Square Anwälte, Agenturen und grosse Firmen ihre Geschäftsräume.

Die Iren und ihr Guinness

Nichts geht für einen Iren über ein frisches Guinness. (Bild: Woyzeck / pixelio.de)

Nichts geht für einen Iren über ein frisches Guinness. (Bild: Woyzeck / pixelio.de)

Kaum ein Produkt repräsentiert Irland und die Iren so sehr wie ihr Nationalbier Guinness. Das Schwarzbier mit der charakteristischen Schaumkrone ist in den Dubliner Pubs das mit Abstand am meisten ausgeschenkte Getränk und zugleich ein original Dubliner Erzeugnis, auf das die Einwohner der irischen Hauptstadt zu recht stolz sind. Das Guinness Storehaus in einem ehemaligen Gebäude der Brauerei bietet einen Einblick in die 250-jährige Geschichte des weltbekannten Dubliner Bieres, und wer dem Museum südöstlich des Stadtzentrums einen Besuch abstattet, darf in der Gravity Bar im siebten Stock des Gebäudes ein kostenloses Pint Guinness bei einem traumhaften Panoramablick über die Stadt geniessen.

Wer Irlands Nationalbier in authentischer und zugleich urgemütlicher Atmosphäre probieren möchte, findet praktisch an jeder Ecke einen oder gleich mehrere der traditionellen irischen Pubs. Das erste Ziel für Nachtschwärmer ist in Dublin jedoch das Kneipenviertel Temple Bar, das südlich der Liffey mit einem vielfältigen Angebot an Pubs und Terrassencafés, Ateliers, Restaurants und kleinen Geschäften lockt. Mit seinen kopfsteingepflasterten Gassen und dem mittelalterlichen Stadtbild versprüht Temple Bar zudem eine ganz eigene Atmosphäre und bietet einen angenehmen Gegensatz zum modernisierten Stadtzentrum.

Von Dublin an den Strand

Eine Auszeit vom Stadttrubel bieten zum einen die Wicklowberge südlich von Dublin mit ihren weiten, verlassenen Moorlandschaften, zum anderen die Badeorte, die entlang der Küste zu den beliebtesten sommerlichen Ausflugszielen der Dubliner zählen. Vor allem das Seebad Bray lädt mit kilometerlangen Sandstränden und einer viktorianischen Hafenfront zu einem Besuch ein, während die Kleinstadt Dalkey sich als Wohn- und Urlaubsort von Stars wie Bono, Van Morrison oder Chris de Burgh einen Namen gemacht hat.

Nordöstlich von Dublin beeindruckt die Kleinstadt Howth mit ihrer Lage auf der Halbinsel Howth Head. Nicht nur der Hafen des einstigen Fischerdörfchens lädt mit seinen Fischhändlern und Fischrestaurants zu einem Bummel ein; Howth dient ebenfalls als Ausgangspunkt für ausgedehnte Wanderungen entlang der umliegenden Klippen und für Bootsausflüge zur nahegelegenen Insel Ireland’s Eye.



 

Oberstes Bild: Die Half Penny Bridge bei Nacht. (Bild: © captblack76 – Fotolia.com)

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