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Ecuadors indigene Märkte – Eldorado für Liebhaber des Kunsthandwerks

15.09.2014 |  Von  |  Alle Länder, Südamerika
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Ecuadors indigene Märkte – Eldorado für Liebhaber des Kunsthandwerks
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Ferien in Ecuador ohne eine Reise zu den Galapagos-Inseln sind undenkbar. Ohne jedoch den indigenen Markt in Otavalo gesehen zu haben, ist eine Reise nach Ecuador ebenfalls unvollständig. Sollte die Zeit zu knapp sein, ist der Markt im historischen Zentrum von Quito eine Alternative. Hier gibt es an mehr als 100 Ständen traditionelle Handwerkskunst, selbst gemachte Textilien und vieles mehr in grosser Auswahl. Viel besser ist es jedoch, den Bus zu nehmen, nach Otavalo zu fahren und das Original zu erleben.

Otavalo, die beschauliche Mittelstadt mit ihren über 50’000 Einwohnern liegt spektakulär am Fusse des aktiven Vulkans Imbabura. Von Quito aus dauert die Anreise über die berühmte Panamericana ungefähr zwei Stunden. Vorbei geht es an einer bizarren Berglandschaft mit einer abwechslungsreichen Geografie im Vordergrund. Otavalo ist eines der wichtigsten Handelszentren in der Provinz von Imbabura.

Der Markt von Otavalo ist nicht irgendein kleiner indigener Markt, sondern einer der grössten in ganz Südamerika. Von überallher aus der Region und auch von weiter her zieht es jeden Samstag Indigene in Scharen an, die ihre hochwertigen Arbeiten an Touristen und Einheimische verkaufen möchten.

Der Markt von Otavalo ist einer der grössten in ganz Südamerika. (Bild: David Adam Kess, Wikimedia, CC)

Der Markt von Otavalo ist einer der grössten in ganz Südamerika. (Bild: David Adam Kess, Wikimedia, CC)

Kunsthandwerkermarkt in Otavalo



Jeden Samstag verwandelt sich der Markt von Otavalo in eine wahre Fiesta. Genau genommen wird nicht nur auf dem Markt selbst gefeiert. Die ganze Stadt ist auf den Beinen. Während Ihres Bummels an den vielen Ständen vorbei werden Sie auf eine Vielzahl filigran angefertigten Kunsthandwerks treffen. Nehmen Sie sich einen der auffälligen Sombreros mit oder schauen Sie sich nach wertvollem indigenen Schmuck um, der in aufwendiger Handarbeit von wahren Künstlern hergestellt wird. Sie werden auf bunte Ponchos stossen, die Sie nicht nur an den kalten Wintertagen wohlig warm halten, auch andere fein gearbeitete Textilien in allen Farben und Mustern werden angeboten.

Leder ist ein gern verarbeitetes Material aus der Natur. Reichhaltig verzierte Gürtel aus echtem Rindsleder finden Sie hier ebenso wie die originale Reitausstattung der ecuadorianischen Gauchos, wie sie bei ihrer alltäglichen Arbeit getragen wird. Bevor Sie zu den scheinbar günstigen Preisen kaufen, kann sich das Handeln um den Preis lohnen. Ausserdem macht es den Einheimischen Spass, mit den Ausländern zu feilschen.

Händlerin auf dem Kunsthandwerkermarkt in Otavalo (Bild: Yves Picq, Wikimedia, GNU)

Händlerin auf dem Kunsthandwerkermarkt in Otavalo (Bild: Yves Picq, Wikimedia, GNU)

Kunsthandwerkermärkte rund um Quito



Der Markt in Otavalo ist sicherlich der grösste und bedeutendste in Ecuador, doch er ist bei Weitem nicht der einzige. Rund um Quito gibt es eine Reihe von Märkten, die zwar nicht so gigantisch sind wie der in Otavalo, aber hinsichtlich des Angebots dem grossen Bruder in nichts nachstehen. Da die angebotene Vielfalt nicht so üppig ist, kommen Sie in den Genuss kulinarischer Erlebnisse und eines überschaubaren Marktgeschehens, bei dem es spürbar weniger chaotisch zugeht als anderswo.

Kunsthandwerker in  Latacunga (Bild: Jerrye & Roy Klotz, Wikimedia, CC)

Kunsthandwerker in Latacunga (Bild: Jerrye & Roy Klotz, Wikimedia, CC)




Jeden Dienstag können Sie nach Latacunga fahren. In der idyllischen Kleinstadt, die am Fuss des mächtigen, teilweise Feuer speienden Vulkans Cotopaxi liegt, gibt es ebenfalls eine grosse Auswahl an indigenem Kunsthandwerk zu entdecken. Von Quito aus sind Sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in einer guten Stunde dort.



Und wenn Sie schon in der Gegend sind, dann lohnt es sich, auch auf den Märkten der unmittelbar angrenzenden Ortschaften Pujilí und Salcedo vorbeizuschauen. Das rege Markttreiben können Sie hier an jedem Mittwoch und Sonntag erleben. In Pujilí erwartet Sie weitaus mehr als nur schönes Kunsthandwerk. Neben aus Lehm gefertigten Figuren, Vasen, Töpfen und anderen Behältnissen ist der Viehmarkt mit Rindern, Ziegen und anderen Tieren ein besonderes Erlebnis.

Auf dem Markt von Zumbahua, der in einer indigenen Gemeinde stattfindet, können Sie sich nach original indigenen Gemälden umschauen, die auf Ziegenhaut aufgetragen sind. Oder Sie entdecken die echten Junco-Masken sowie Bilder, die von Künstlern der Tigua-Indigenen angefertigt wurden.



Wenn Sie sich für Kunsthandwerk interessieren, werden Sie von den indigenen Märkten in Ecuador begeistert sein.

 

Oberstes Bild: Stand auf dem Kunsthandwerkermarkt in Otavalo (© David Adam Kess, Wikimedia, CC)

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Über Kirsten Schlier

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