Einsparungen beim Bau des „Tram 8 grenzenlos“ grösser als geplant

17.10.2016 |  Von  |  News, Schweiz
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Einsparungen beim Bau des „Tram 8 grenzenlos“ grösser als geplant
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Der Bau des „Tram 8 – grenzenlos“ fällt deutlich günstiger als geplant aus. Das zeigt der Zwischenstand der Abrechnung.

Für die Tramlinie 8, die nach Weil am Rhein verlängert wurde, werden Einsparungen von bis zu 10.4 Millionen Franken prognostiziert. Und das, obwohl beim Anschluss an den Bahnhof Weil am Rhein noch mit zusätzlichen Kosten gerechnet wird. Zu verdanken sind die Einsparungen den funktionalen Ausschreibungen, die es den Bauunternehmen erlaubten, Synergien zu nutzen sowie der vorteilhafte Euro-Wechselkurs.

Die Verlängerung der Tramlinie 8 von Kleinhüningen nach Weil am Rhein wurde am 14. Dezember 2014 eröffnet und wird seither rege genutzt. Da mittlerweile nahezu alle massgebenden Verträge abgerechnet wurden, kann das Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt nun eine verlässliche Endkostenprognose erstellen. Sie beträgt 103.8 Millionen Franken (ohne MWSt).

Der Grosse Rat hat 108.8 Millionen Franken (ohne MWSt) für den Bau der Tramverlängerung inklusive der neuen Zollanlage bewilligt. Teuerungsbereinigt liegt der bewilligte Kredit heute bei insgesamt 114.3 Millionen Franken (ohne MWSt). Daraus resultieren voraussichtlich Einsparungen von 10.4 Millionen Franken.

55 Prozent der Kosten entfallen auf den Schweizer Abschnitt, 45 Prozent auf den deutschen Abschnitt. Die noch zu vergebenden Arbeiten in Zusammenhang mit den Perronabgängen in Weil am Rhein bewegen sich in der Grössenordnung von sieben Prozent der Gesamtkosten und können das Bild demnach nur noch geringfügig verändern.

Im Moment geht die Projektleitung davon aus, dass die Kosten für den Schweizer Abschnitt den gesprochenen Kredit teuerungsbereinigt um circa 5.6 Millionen Franken oder neun Prozent unterschreiten werden. Die sogenannten funktionalen Ausschreibungen von Teilprojekten bot Bauunternehmen die Möglichkeit, den Bau von den verschiedenen Streckenabschnitten günstig zu offerieren.

Besonders gut abgeschnitten hat zum Beispiel der Bau von zwei Brücken. Bei diesen konnte ein Generalunternehmer Synergien bei der Planung sowie dem Einsatz von Personal und Baumaschinen nutzen, wodurch der Bau der Brücken deutlich günstiger wurde als vorgesehen.


Haltestelle Weil am Rhein Bahnhof/Zentrum der Basler Tramlinie 8 (Bild: Andreas Schwarzkopf, Wikimedia, CC BY-SA 3.0)

Haltestelle Weil am Rhein Bahnhof/Zentrum der Basler Tramlinie 8 (Bild: Andreas Schwarzkopf, Wikimedia, CC BY-SA 3.0)


Im deutschen Abschnitt beim Bahnhof Weil am Rhein fallen die Kosten für die Trambrücke über die Bahngleise und die Abgänge zu den Bahnperrons höher aus als vorgesehen. Die Arbeiten sind aufwändiger als bei der Planung angenommen. Der günstige Wechselkurs zwischen Franken und Euro kompensiert diese zusätzlichen Kosten aber bei weitem.

Im Abschnitt Weil am Rhein gehen die Projektpartner deshalb trotzdem von einer Kostenunterschreitung von rund 4.8 Millionen Franken aus. Im ursprünglichen Kostenvoranschlag wurde ein Eurokurs von 1.65 Franken hinterlegt. Die bisherige Abrechnung basiert auf einem durchschnittlichen Eurokurs von 1.22 Franken, was in Schweizer Franken gerechnet erheblich Kosten spart. Die Einsparungen fliessen zurück an den Kanton Basel-Stadt und die übrigen Bauherren.

 

Artikel von: Bau- und Verkehrsdepartement, Tiefbauamt
Artikelbild: Volodimir Zozulinskyi – shutterstock.com

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