Elba – grünes Juwel im Tyrrhenischen Meer

10.09.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Elba – grünes Juwel im Tyrrhenischen Meer
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Elba ist die drittgrösste Insel Italiens und bezaubert durch eine einzigartige Landschaft und türkisfarbenes Meer vor der toskanischen Küste. Der Archipel mit insgesamt sieben Inseln und dem umgebenden Meer zählt zum grössten Naturschutzgebiet Europas.

Zerklüftete Bergmassive, grüne Pinienwälder, blühende Macchia, steile Küsten und stille Buchten mit Sand- und Kieselstränden machen den Reiz der Insel aus. Elba ist eine grüne Oase im tiefblauen Meer für Badegäste, Wanderer und Kulturliebhaber.

Napoleons Villa di San Martino, Elba (Bild: Furukama, Wikimedia, CC)

Napoleons Villa di San Martino, Elba (Bild: Furukama, Wikimedia, CC)

Mediterranes Flair und einsame Buchten



Im Frühjahr ist es auf Elba am schönsten. Dann sind die Hänge mit weiss und rosa blühender Macchia, dem niedrigen Buschwald des Mittelmeeres, übersät, und es duftet überall nach Thymian und Rosmarin. Vom Meer weht eine salzige Brise aufs Land und die dichten, grünen Pinienwälder leuchten im Schein des mediterranen Lichtes.



Elba hat sich seine malerischen Berg- und Fischerdörfer mit der typisch ockerfarbenen Fassade der Häuser bewahrt. Bettenburgen wird der Gast auf Elba vergebens suchen. Das natürliche Ambiente und die Herzlichkeit der Bewohner sind Markenzeichen der grünen Insel.

Insgesamt mehr als 150 Buchten hat Elba aufzuweisen – mit zum Teil einsamen Stränden und einer einzigartigen Unterwasserwelt. Für Taucher, Schnorchler, Segler und Sonnenhungrige ist Elba ein geeignetes Ziel in Italien. Das trockene und milde mediterrane Klima ermöglicht zudem ganzjährig einen angenehmen Aufenthalt auf der Insel.

Einsame Bucht an der Elbas Westküste (Bild: Michael Joachim Lucke, Wikimedia, GNU)

Einsame Bucht an der Elbas Westküste (Bild: Michael Joachim Lucke, Wikimedia, GNU)

Belebte Badestrände und steile Berge

Wer mehr Leben sucht und eine gute Infrastruktur zu schätzen weiss, den ziehen die Strände Le Viste und Le Ghiaie in Portoferraio, dem Hauptort der Insel, magisch an. Hier gibt es einen Sonnenschirm- und Strandliegenverleih, Parkplätze, Restaurants, Bars und viele Einkaufsmöglichkeiten. Portoferraio ist auch der erste Ort der Insel, wenn man von Piombino aus mit der Fähre kommt. Weiter westlich liegt der Capo Bianco. Dieser feinkieselige Strand besteht aus strahlend weissen Steinen und wird von hohen Felsen begrenzt, die den Scirocco fernhalten.

Kristallklares bis türkisfarbenes Wasser und flach abfallende Ufer zeichnen die Strände Elbas aus, was sie auch bei Familien mit Kindern so beliebt macht. Der längste Strand Elbas aus feinem, goldgelbem Sand und mit einem schattigen Pinienwald ist Lacona im Osten. Marina di Campo im Süden ist einer der schönsten und familienfreundlichsten Sandstrände der Insel mit ausgezeichneter Infrastruktur.

Im Westen der Insel dominiert das Granitmassiv der Berge. Der 1017 Meter hohe Monte Capanne ist die höchste Erhebung Elbas und ein begehrtes Ziel für Wanderer, Bergsteiger und Naturliebhaber. Gesäumt von Kastanien- und Steineichenwäldern geht es auf engen Pfaden zwei bis drei Stunden durch das Granitgebirge bis hinauf zum Gipfel. Der Ausblick von oben belohnt bei klarer Sicht für die Mühen des Aufstiegs. Wer es bequemer mag, kann mit der Kabinenbahn von Marciana Alta aus in offenen Gondeln auf den Berg fahren.

Monte Capanne – der höchste Berg Elbas (Bild: Contradictus, Wikimedia, GNU)

Monte Capanne – der höchste Berg Elbas (Bild: Contradictus, Wikimedia, GNU)

Malerische Bergdörfer und idyllische Wanderwege



Das öffentliche Busnetz ist in der Hauptsaison gut und günstig, sodass Sie mit dem Marebus die gesamte Insel mit ihren Stränden, Buchten, Bergen, Tälern und landschaftlichen Schönheiten erkunden können. Das Liniennetz führt entlang der Küstenstrassen und offeriert Ihnen herrliche Panorama-Ausblicke bis ins Landesinnere mit idyllischen Olivenhainen, Weinbergen und malerischen Dörfern, durchzogen von Zypressen und Schirmpinien.



Capoliveri im Südosten auf der Halbinsel Calamita ist ein beliebtes Ausflugsziel mit charakteristisch engen Gassen, bunten Häusern und blumengeschmückten Balkonen. Ursprünglich war die Kleinstadt eine Bergfestung hoch über dem Meer, bis sie Künstler und Ruhesuchende anzog. Von der Hügellage aus hat man einen grandiosen Blick auf das Meer und die Insel und wird sicher während eines Besuchs bei traditionellem Kunsthandwerk und lokalen Produkten fündig.

Marchiana ist das höchstgelegene Dorf Elbas. Es liegt an der nördlichen Flanke des Monte Capanne und wird von der um 1200 erbauten Bergfestung überragt. Von hier aus führen leicht zu bewältigende Wanderwege ins Tal von Pedalta bis zur Grotte San Cerbone oder hinunter zum Seebad Marciana Alta. Von dort sind es drei Stunden Fussmarsch entlang der Küste bis zum kleinen Ort San’t Andrea, einem Kleinod der Insel mit Fels- und Sandstrand und einigen schwer zugänglichen Buchten.

Rio nell´ Elba – ein beschauliches Bergdorf auf der Insel Elba (Bild: Fini  / pixelio.de)

Rio nell´ Elba – ein beschauliches Bergdorf auf der Insel Elba (Bild: Fini / pixelio.de)

Kultur und Kulinarik



Elba ist nicht nur seiner landschaftlichen Reize wegen berühmt, sondern vor allem wegen des selbst ernannten Kaisers der Franzosen, Napoléon I., der hier 300 Tage in der Verbannung lebte. Vieles auf der Insel erinnert noch an ihn und kann besichtigt werden. Seine Ankunft auf der Insel wird am 4. Mai eines jeden Jahres in einem öffentlichen Festakt nachgestellt. Das Museo Nazionale delle Residenz di Napoleone all‘ Elba öffnet die Tore seiner ehemaligen Winterresidenz in San Martino und seines Anwesens in Portoferraio für das zahlende Publikum. Unter anderem sind Teile der Bibliothek und zahlreiche Kunstwerke zu besichtigen.

Napoléon bescherte der Insel auch ein beliebtes Heilwasser, das sich Einheimische und Gäste aus einer Quelle beim kleinen Dorf Poggio heute noch holen. Das mittelalterliche Bergdorf liegt drei Kilometer von Marciana Alta entfernt und bezaubert durch seine autofreien Gassen und die entspannte Atmosphäre. Neben dem Mineralwasser „Fonte Napoleon“ gibt es noch das „Birra Napoleon“, vorzügliche Weine und frische Fischgerichte, welche die kulinarischen Genüsse der Gäste befriedigen.

 

Oberstes Bild: Strand in Fetovaia, Elba (© Stefano Martorella, Wikimedia)

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