Fribourg: Wo Tradition auf Innovation trifft und Kulturbrücken entstehen

In der Schweiz nennt man die Sprachgrenze zwischen dem französisch- und deutschsprachigen Landesteil liebevoll „Röstigraben“. Die Region Fribourg liegt exakt auf diesem Röstigraben und ist nicht nur sprachlich vielfältig. Die bis heute gelebten Traditionen, die köstlichen regionalen Spezialitäten, ein reiches kulturelles und historisches Erbe sowie abwechslungsreiche Landschaften gehören zu den Trümpfen der Region.

Die Altstadt der Kantonshauptstadt Fribourg zählt zu den schönsten der Schweiz. Pittoresk in die Mäanderschlaufen der Saane eingebettet, erstreckt sie sich vom Flussufer über die Unterstadt bis zum alten Stadtkern. Die Altstadt vereint eine der europaweit bedeutendsten Ansammlungen gotischer Fassaden an mittelalterlichen Bauten, allen voran das Wahrzeichen der Stadt, die St. Nikolaus Kathedrale. Neue Aussichten und Perspektiven bietet die tagsüber frei begehbare Stadtbefestigung.

Fribourg – innovative Kulturbrückenstadt

In Fribourg ist auch zeitgenössische Kunst zu bestaunen, etwa im Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle. Die Brückenstadt bildet nicht nur die kulturelle Brücke zwischen Sprachregionen, sie wartet auch mit zahlreichen architektonisch interessanten Brücken auf. Die ältesten der 14 städtischen Brücken stammen aus dem 13. Jahrhundert. Die jüngste ist die 2014 fertiggestellte Poya-Brücke, eine imposante Schrägseilbrücke mit dem landesweit längsten Abstand zwischen zwei Pfeilern.


Fribourg © Maxime Alexandre – www.trekkingetvoyage.com

La Gruyère – ins Land von Milch und Käse eintauchen

Die Region befindet sich am Rande der Schweizer Alpen zwischen 750 und 2400 Metern Höhe; Wiesen, Gipfel, Täler und Seen wechseln sich ab. Das kleine Fleckchen in der Westschweiz ist für Outdoorfans noch ein echter Geheimtipp und zudem die Wiege des würzig-cremigen Fondue moitié-moitié (dt. „Hälfte-Hälfte“).

Die Käseherstellung ist in La Gruyère eine uralte, fest im regionalen Erbe verwurzelte Tradition. Zahlreiche Alpkäsereien sind nicht nur in Funktion, sie sind auch zugänglich für Besuchende, ebenso die Schaukäserei La Maison du Gruyère in Pringy und die Reifekeller La Tzintre in Charmey. Über Wanderwege oder beim Einkehren in einem Alpbeizli lässt sich das Geschehen auf den Alpen authentisch erleben.


La Gruyere © Dylan Nicolier @mountains_rocks

Schwarzsee – für Familienreisen

Der 0,5 Quadratkilometer große Schwarzsee liegt romantisch eingebettet in die Freiburger Voralpen und gehört wie die Ortschaft Schwarzsee zum deutschsprachigen Sensebezirk. Je nach Licht schimmert er türkisfarben, tiefblau oder pechschwarz. Wiesen und Bäume säumen das meist flache Seeufer, was reizvoll mit den umliegenden Kalkbergen und Felsgraten kontrastiert. Das Naturschutzgebiet Breccaschlund, ein Naturdenkmal von nationaler Bedeutung, zählt zu den schönsten und wildesten Alpentälern der Schweiz. Dass hier Gletscher die Baumeister waren, ist offensichtlich.

Wer sich einen aktiven Bergsommer wünscht, ist in Schwarzsee genau richtig. Der Kneippweg rund um den Schwarzsee bietet an heißen Sommertagen die ersehnte Erfrischung. Aussichtsreiche Wanderwege und der „Häxewääg“ für die Kleinen, coole Mountainbike-Routen, Bike-Parcours und Bike-Park sowie eine Minigolf-Anlage, Stand Up Paddle, Baden, Fischen, Pedalo oder Kanu, Sommerrodelbahn, Monstertrottinett und vieles mehr lassen keine Wünsche offen.


Schwarzsee © Pascal Gertschen

Estavayer-le-Lac Region – zwischen Geschichte, Natur und Action

Das mittelalterliche Städtchen Estavayer-le-Lac liegt am Südufer des Neuenburgersees. Die historischen Gässchen laden zum Flanieren und Verweilen ein, ebenso die großzügige Uferzone. Sandstrände und -buchten sowie ein Top-Wassersportzentrum lassen für Wasserratten keine Wünsche offen. Unter Wakeboardern ist Estavayer-le-Lac nicht nur dank des der 800 Meter langen Wasserskilifts „Cable Ski“ längst ein Hotspot.
Erstklassigen Einblick in die Natur bietet die Grande Cariçaie, eines der schönsten Seeuferfeuchtgebiete Europas. Sie erstreckt sich über rund 40 Kilometer entlang des Südufers des Neuenburgersees. Ein Viertel der Flora und Fauna der Schweiz soll in der 3000 Hektar großen Schutzzone vorkommen, also etwa 800 Pflanzen und über 10.000 Tierarten. Zahlreiche vom Aussterben bedrohte Tierarten vermehren sich hier oder legen während der Migrationsperiode eine Ruhepause ein. Das Gebiet ist über markierte Wege für Spaziergänger und Velofahrerinnen gut erschlossen.


Murtensee © UFT_FTV

Murten – Perle am Murtensee

Murten, Hauptort des Freiburger Seebezirks, ist wie Liebe auf den ersten Blick. Das idyllisch über dem Murtensee gelegene Zähringer-Städtchen bezaubert einfach alle. Das bezeugt auch das Label „Best Tourism Villages by UNWTO“, das es im Dezember 2022 erlangt hat. Seit dem Mittelalter kuschelt sich die Altstadt an ihre schützende Ringmauer. Die imposante Mauer ist Teil der fast vollständig erhaltenen und begehbaren Befestigungsanlage.

Für alle Besuchende ein Muss ist ein gemütlicher Altstadtbummel durch die pittoresken Gassen und Laubengänge, vorbei an stattlichen Bürgerhäusern und historischen Brunnen. Vom Schloss aus dem 13. Jahrhundert aus schweift der Blick über den tiefblauen Murtensee zu den Weinbergen am Mont Vully.


Murten © Pierre Cuony Photographies

 

Quelle: Schweiz Tourismus
Bildquellen: Bild 1: => Switzerland Tourism Andre Meier; Bild 2: => Maxime Alexandre – www.trekkingetvoyage.com; Bild 3: => Dylan Nicolier @mountains_rocks; Bild 4; => Pascal Gertschen; Bild 5; => UFT_FTV; Bild 6: => Pierre Cuony Photographies

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