Fünf vor zwölf – oder so: Mit Einzeigeruhren wird der Minutentakt zur Herausforderung…

26.11.2018 |  Von  |  Allgemein, News
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Fünf vor zwölf – oder so: Mit Einzeigeruhren wird der Minutentakt zur Herausforderung…
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Das Meeting beginnt zum festgelegten Zeitpunkt. Auf der Boardingkarte sticht die Abflugzeit ins Auge. Und für den am Tag X reservierten Mittagslunch bleibt in Sachen Uhrzeit kaum Spielraum.

Pünktlichkeit ist eine Tugend. Aber mit Einzeigeruhren wird der Minutentakt zur Herausforderung. Manfred Brassler sieht das nicht so eng. Mit seinen MeisterSinger-Uhren setzt er (Zeit-)Zeichen.


Die MeiserSinger Adhaesio: widerspiegelt die Sehnsucht nach der Ferne oder der Heimat.

Die MeiserSinger Adhaesio: widerspiegelt die Sehnsucht nach der Ferne oder der Heimat.


reiseziele.ch: Freunde von MeisterSinger-Uhren kennen das angenehme Gefühl, sich nicht von der Zeit hetzen zu lassen, sondern sie zu gestalten: So zu lesen auf der Web-Seite Ihres Unternehmens. In der heutigen, zunehmend hektischen Zeit, wo es vermeintlich immer um Minuten und Sekunden geht, tönt dieser Satz sehr schöngeistig …

Manfred Brassler: Ja, stimmt. Aber geht es eben nicht um Minuten und Sekunden sondern um eine gelassene Form des Zeitempfindens. Es ist erstaunlich, aber eine MeisterSinger vermittelt Ihnen dieses Gefühl schon nach wenigen Tagen. Wir glauben an den Wert des Moments – Hektiker sollten andere Uhren tragen.

Seit rund 18 Jahren produzieren Sie nun Uhren mit nur einem Zeiger; einerseits in Anlehnung an die technische und kulturelle Tradition der frühen Uhrmacherei. Turmuhren des Mittelalters kamen beispielsweise mit nur einem Zeiger aus. Andererseits soll der einzelne Stundenzeiger auf den MeisterSinger-Uhren ein Gefühl der Entschleunigung vermitteln. Finden Ihre Produkte in der Business-Welt Anklang?

Aber sicher. Unsere Kunden sind Überzeugungstäter, im Leben und beim Uhrenkauf; sie kennen sich aus und suchen nach etwas Besonderem. Wer eine MeisterSinger trägt, braucht das nötige Selbstbewusstsein. Schliesslich erscheint es auf den ersten Blick doch eher etwas „schräg“, eine Einzeigeruhr zu tragen. Aber die hat auch nicht jeder. Kennerschaft ist eben die Voraussetzung für gelassenes Understatement.

Im Gegensatz zum Designer Tien Harlan, der Mitte 1978 eine Uhr präsentierte, welche die Zeit ausschliesslich in Farben darstellte und damit nicht den grossen Erfolg feiern konnte, haben Ihre Uhren doch zumindest Stunden- und Minuten-Einteilungen auf dem Zifferblatt. Man sieht die Zeit doch verrinnen. Ein Kompromiss an die Gegenwart?

Bei aller Freude an der Entschleunigung ‒ wir zeigen die Zeit an, einfach und unmittelbar. MeisterSinger-Uhren sind alltagstauglich: Auf fünf Minuten genau heisst eben auch, dass Sie rechtzeitig zum Mittagessen um 13 Uhr kommen oder zu Ihrem Kino-Besuch um halb acht. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Oper um 19.47 Uhr beginnt. Und übrigens: Wenn ein Kind lernt, die Uhr zu lesen, zeigen Sie ihm eine MeisterSinger – auf der Hälfte zwischen 8 und 9 ist es halb neun, denkbar einfach. Erklären Sie das mal so schnell mit zwei Zeigern, die auch noch unterschiedliche Längen haben, und einer davon steht dann auf der „Sechs“.

Die MeisterSinger Adhaesio weist eine zweite Zeitzone auf. Gerade im Business-Travel-Bereich ein sinnvolles Gadget. Findet der Zeitmesser in der Reisebranche grösseren Absatz?

Mit der Adhaesio (zweite Zeitzone), der Pangaea Day Date (Tag/Datum) oder der Lunascope (Mondphase) zeigen wir, dass die Idee der Einzeigeruhr keine Einschränkung für das Sortiment bedeutet. Wir achten darauf, auch hier neue Gestaltungen zu finden, zum Beispiel durch den offenen Datumsring oder den Ring mit der mitlaufenden zweiten Zeit. An der Adhaesio hat uns immer die dahinter aufscheinende Sehnsucht nach der Ferne oder der Heimat erfreut. Der Träger kann sehen, wieviel Uhr es an seinem Lieblingsort ist oder – wenn er auf Reisen ist – ob die Lieben daheim schon schlafen.

Im vergangenen Jahr lancierten Sie die City-Edition, ein Modell in stark limitierter Auflagen, mit den Silhouetten von Städten und einem Sinnspruch („Bärn, i ha di gärn“) auf dem Boden. Nun hat MeisterSinger erneut mit Juwelieren aus Städten in aller Welt zusammengearbeitet, um den Charakter verschiedener Sehnsuchtsorte grafisch umzusetzen – wiederum auf der Rückseite der Uhren. Alle 58 Varianten erscheinen als kleine, streng limitierte Serie. Dem Tourismus scheinen Sie nicht abgeneigt …

Wir sind weltweit in 39 Länder vertreten und machen 75 Prozent unseres Umsatzes ausserhalb Deutschlands. Für uns ist es überlebensnotwendig andere Kulturen und Vorlieben zu verstehen, um erfolgreich zu sein. Alle City-Editionen entstehen zusammen mit unseren Kunden, unseren Juwelieren in Neu Dehli, Barcelona oder Bern. Die wissen sehr genau, was ihre Kunden wollen. Gleichzeitig sind wir als Firma noch flexibel und klein genug, um auf die jeweiligen Wünsche einzugehen, die City-Edition macht als weltumspannende Idee, als Produkt und als Projekt einfach Freude.

MeisterSinger ist eine deutsche Uhrenmanufaktur, produziert die Zeitmesser respektive Teile davon jedoch in Biel (BE). Ist das Ihre Hommage an die Schweizer Uhrmacher-Tradition oder die Legitimation, den Vermerk „Swiss made“ einsetzen zu können?

Wir sind eine deutsche Marke „Swiss made“ – das kann man sich doch wirklich nur wünschen. Mit dem „Swiss made“ wird klar, dass uns beste Uhrentechnik sehr wichtig ist. Wir zeigen die Zeit gelassen an, messen Sie aber sehr genau, bis hin zur Chronometerqualität. Auf der Zifferblattseite zeigen müssen wir das nicht. Wir sind ein Uhrenhersteller, der gleichwohl weiss, dass seine Kunden die Faszination einer tadellosen mechanischen Uhr lieben.

Ihre ersten Sporen verdienten Sie sich mit dem Grosshandel von Armbanduhren und dem Aufbau einer Marke mit preiswerten, modisch gestalteten Uhren. Wie und vor allem weshalb kam es dann zur Einzeigeruhr.

Drei zentrale Gedanken schwirrten mir im Kopf herum: Gestalterisch wollte ich die Klarheit eines Messinstruments aufgreifen, handwerklich wollte ich eine gute, mechanische Armbanduhr machen, und ganz grundsätzlich wollte ich das alte Anzeigeprinzip (Sonnenuhren, Turmuhren, Taschenuhren) der Einzeigeruhren wieder aufleben lassen. Die No.01 war dann die erste von mir gestaltete Uhr, noch heute einer unserer Bestseller und das Grundgerüst aller folgenden Entwürfe. Der Grundidee sind wir dann treu geblieben, weil das uns ausmacht: Gut gemachte mechanische Einzeigeruhren, nicht mehr und nicht weniger – für mich als Gründer und Gestalter noch immer ein Glücksfall.


MeisterSinger-CEO Manfred Brassler ist überzeugt: „Hektiker sollten andere Uhren tragen.“

MeisterSinger-CEO Manfred Brassler ist überzeugt: „Hektiker sollten andere Uhren tragen.“


Oberstes Bild: Salthora Meta Black Line (links), No. 03 Black Line (Mitte) und Circularis Gangreserve Black Line (rechts) Drei Vertreter aus der jüngsten Serie von MeisterSinger.

 

Quelle: Tourismus Lifestyle Verlag GmbH, Bern
Artikelbilder: Tourismus Lifestyle Verlag GmbH, Bern

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