Geheimtipps entlang der Côte d’Azur – Orte einfach zum Verlieben

30.09.2014 |  Von  |  Europa, Frankreich
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Geheimtipps entlang der Côte d’Azur – Orte einfach zum Verlieben
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Wer Côte d’Azur hört, denkt an mondäne Städte wie Cannes, Saint-Tropez oder Nizza und Toulon, wo die Reichen und Schönen im Sommer jährlich ihre Ferien verbringen. Doch es gibt auch weniger bekannte Ecken der Region, die nicht weniger schön sind und mit verlockenden Angeboten aufwarten können.

Duftende Pinienhaine und einsame Buchten zum Sonnenbaden und Schwimmen gibt es hier, womit der Gegensatz zum mondänen Leben in den Jachthäfen der Milliardäre offensichtlich ist. Ein besonderes Paradies, das Entspannung ohne jeglichen Rummel gewährt, ist die Île de Porquerolles.

Herrliche Ausblicke in Bormes les Mimosas (Bild: Baptiste Rossi, Wikimedia)

Herrliche Ausblicke in Bormes les Mimosas (Bild: Baptiste Rossi, Wikimedia)

Hyères – die Stadt der Palmen



Das Städtchen Hyères ist eine wahre Überraschung, wenn man die übrigen Metropolen bereits besucht hat. Denn hier findet man einen ganz besonderen Mix, der nicht nur durch die ganzen Palmenalleen, die quer durch die Stadt führen, entsteht. Hier ist die Lässigkeit Frankreichs quasi hautnah zu spüren. Bei einem Bummel durch die herrliche Altstadt ist sie ebenso zu geniessen wie bei einem Café au Lait in einem der zahlreichen Cafés, die ihre Stühle allesamt draussen in der herbstlichen Sonne stehen haben.



Daneben findet man Historisches wie die Reste einer Templerkomturei, die aus dem 12. Jahrhundert stammt. Wer sich auf Shoppingtour in Hyères begibt, sollte vor allem die handgemachten Seifen, die es in einem Laden in der Avenue A. gibt, berücksichtigen. Auch wenn sie eine verlockende Bereicherung des täglichen Waschprogrammes darstellen, sollte man vor dem Kauf hier unbedingt nach dem Preis fragen. Manchmal entpuppen sich die wohlriechenden Teile als wahre Luxusgüter.

Ein weiteres sehenswertes Stück Land ist Port-Cros, die zu den Hauptinseln der Îles d’Hyères gehört. Sie ist komplett Teil des Nationalparks Port-Cros, der 1963 vom französischen Präsidenten Pompidou ernannt wurde. Hier wachsen 530 einheimische Pflanzensorten und Heilkräuter, aber auch Tierfreunde kommen hier auf ihre Kosten. So wird hier wieder die Mönchsrobbe angesiedelt, die sich das Territorium mit knapp 114 Vogelarten wie Nachtigallen, Falken oder Stieglitzen teilt.

Reste der Templerkomturei aus dem 12. Jahrhundert in Hyères (Bild: RudolfSimon, Wikimedia, CC)

Reste der Templerkomturei aus dem 12. Jahrhundert in Hyères (Bild: RudolfSimon, Wikimedia, CC)

Dieser Abschnitt der Côte d’Azur hat viel Schönes zu bieten

Hier, entlang dieses Teils der Küste, gibt es viel Schönes zu entdecken. Da wäre zum Beispiel das idyllische Städtchen Bormes les Mimosas oder aber der mittelalterliche Stadtkern von Ramatuelle. Dieses liegt auf einem Berg nahe Saint-Tropez und ist von Pinienwäldern und Weinbergen umgeben. Auf der Liste der regionalen Schönheiten darf aber auch Saint-Tropez mit den Jachten im Vieux Port und den Boulespielern an der Place de la Garonne nicht fehlen.

Idylle in Ramatuelle (Bild: Uwe Worm, Wikimedia, CC)

Idylle in Ramatuelle (Bild: Uwe Worm, Wikimedia, CC)

Ein besonderes Highlight ist aber ein Besuch auf Porquerolles, der grössten Insel vor Hyères. Hier kommt man nur mit Fahrrädern weiter, Autos gibt es hier gar nicht. Am besten startet man seine Tour im Osten der Halbinsel Giens, die nur einige wenige Schritte von der La Tour Fondue entfernt liegt. Wer nach Porquerolles kommt, macht eigentlich dort Ferien. Während eine Seite von Salinen und Salzwiesen gesäumt ist, gibt es auf der gegenüberliegenden lange Sandstrände, die vor allem bei Sonnenhungrigen oder Wassersportlern sehr beliebt sind.



Mit dem Schiff geht’s von La Tour Fondue über die Meerenge, die etwas mehr als drei Kilometer breit ist, auf die Insel. Insgesamt gibt es zehn Îles d’Hyères, wobei Porquerolles das beliebteste Ferienziel ist. Erst 1971 wurde das kleine Ferienparadies vom französischen Staat aus dem Besitz der Familie Fournier gekauft und sofort unter Schutz gestellt. Die Einmaligkeit des typisch südfranzösischen Dorfes, das von Pinienhainen und Olivenbäumen umgeben ist, sollte unbedingt in seiner Ursprünglichkeit erhalten bleiben.

Porquerolles - die grösste Insel vor Hyères (Bild: Prométhée33, Wikimedia, CC BY-SA 3.0)

Porquerolles – die grösste Insel vor Hyères (Bild: Prométhée33, Wikimedia, CC BY-SA 3.0)




Die Fourniers leben immer noch auf der Insel und betreiben unter anderem das Restaurant „Plage d’Argent“ am gleichnamigen Strand, der wie mit Puderzucker bestreut aussieht. Hier können die Gäste nach einer ausgiebigen Velotour in der herrlichen Landschaft ihre Fahrräder im Schatten auf einem extra grossen Parkplatz festmachen und bei einem guten Glas Weisswein und Baguette mit Käse aus der Region genussvoll den Tag ausklingen lassen. Die hausgemachte Bouillabaisse ist hervorragend und gilt als echter Geheimtipp. Den Meerblick auf die sichelförmige Bucht und den hellen Sandstrand gibt’s gratis

Klimabegünstigt lässt es sich gut leben

Die Inseln sind klimabegünstigt, womit Wolken kaum eine Chance haben. Der Wind weht meist stärker als auf dem Festland, weswegen Kitesurfer diese Region einfach lieben. Doch bei all der Begeisterung sollten sie beachten, dass sie nicht den Katamaranen und Motorbooten in die Quere kommen.



Abends fährt das Linienschiff retour zum Festland, womit wieder Stille auf der 12,5 Quadratkilometer grossen Insel einkehrt. Die Läden schliessen, die Restaurants stapeln die Stühle aufeinander – damit ist Feierabend in Porquerolles, was die abfahrenden Touristen gut beobachten können.

 

Oberstes Bild: Das idyllische Städtchen Bormes les Mimosas (Gfmorin, Wikimedia)

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Über Susanne Mairhofer

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