In Zermatt unterwegs: Das Bauerndorf, das zum Weltkurort wurde

29.01.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa, Schweiz
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In Zermatt unterwegs: Das Bauerndorf, das zum Weltkurort wurde
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Am 14. Juli 1864 erreichte der Brite Edward Whymper zum ersten Mal in der Geschichte des Alpinismus die Spitze des Matterhorns (4´478 Meter), und obwohl diese ruhmreiche Erstbesteigung in einer Tragödie endete, hat sie sich als äusserst effektvolle Werbung für das Mattertal erwiesen, wo das seitdem weitbekannte Örtchen Zermatt liegt.

Abgeschnitten vom Rest der Welt im Winter und beschäftigt mit der Viehzucht im Sommer verwandelte sich das kleine Bergfleckchen, umgeben von herrlichen Bergspitzen und Gletschern, in ein berühmtes und begehrtes Reiseziel. Die Pyramide des Matterhorns schmückt seitdem Postkarten, Buntstiftetuis und Pralinenschachteln. Gut 150 Jahre danach besitzt Zermatt den Ruf des Wintersportparadieses und ist eine der feinsten Ferienadressen weltweit. Es lockt zu jeder Jahreszeit Touristen an, deren Träume nach märchenhaften Ferien immer in Erfüllung gehen.



Zentrum von Zermatt (Bild: Katharina Wieland Müller  / pixelio.de)

Zentrum von Zermatt (Bild: Katharina Wieland Müller / pixelio.de)

Elektrische Autos und Seilbahnen befördern die Gäste zu ihren Wunschdestinationen, im Ortszentrum reihen sich Bergsportläden und Restaurants aneinander, aber die Seele des alten alpinen Dorfes lässt sich immer noch in seiner Gastronomie und den dunklen Holzhäusern seines Altviertels spüren. Egal für welche Aktivität man sich im Mattertal entscheidet, jede von ihnen wird einen unvergesslichen Eindruck hinterlassen.

Wenn man die begeisterten Gesichter der Reisegäste betrachtet, wird klar, dass die Reise mit der Gornergratbahn keine blosse Fortbewegung vom Punkt A zum Punkt B ist. Die Gornergratbahn wurde 1898 eröffnet, ist die zweithöchste Bergbahn Europas und die älteste elektrisch betriebene Zahnradbahn in der Schweiz. Die ca. 9 Kilometer lange Bahnlinie verbindet Zermatt (1´604 Meter über dem Meeresspiegel) und Gornergrat (3´089 Meter über dem Meeresspiegel) mit einer maximalen Steigung von 20%. Die Züge fahren im halbstündigen Takt und die spektakuläre Reise dauert 33 Minuten, von welchen jede das alte konfuzianische Zitat „Der Weg ist das Ziel“ bestätigt.





Gornergratbahn und Matterhorn (Bild: Jo in Riederalp, Wikimedia, CC)

Gornergratbahn und Matterhorn (Bild: Jo in Riederalp, Wikimedia, CC)

Oben an der Endstation Gornergrat erwarten die Besucher eine Aussichtsplattform, von der man atemberaubende Ausblicke auf das Monte-Rosa-Massiv mit seinen 18 Viertausendern geniessen kann, und das Berghotel, auf dessen beiden Türmen sich seit den 1960er Jahren zwei astronomische Observatorien befinden. Die Eröffnung des Berghotels 1907 bedeutete einen starken touristischen Impuls für Zermatt.

Berghotel Gornergrat (Bild: Hansueli Krapf, Wikimedia, CC)

Berghotel Gornergrat (Bild: Hansueli Krapf, Wikimedia, CC)

Auf der Hälfte der Strecke von Zermatt nach Gornergrat liegt „Igloo Village“. Wer immer schon das Leben von Eskimos näher kennen lernen wollte, kann hier ein Iglu bauen oder im Iglu schlafen. Eine breite Palette von Angeboten, wie Übernachtungen in einem Standard- oder Romantikiglu, Welnessverführungen, Schneeschuhlaufen bei Nacht, gemütliche Fondueabende und vieles mehr steht den Gästen zur Verfügung.

Das Matterhornmuseum in Zermatt beherbergt viele Exponate aus der Geschichte der Bergbesteigung in der Region und eine fiktive Ausgrabungsstätte – Zermatlantis. Man kann hier das alte Zermatt mit 14 begehbaren Häusern betreten: Mithilfe moderner Inszenierungen werden die Museumsbesucher zu Augenzeugen davon, wie die Bewohner des armen Bauerndorfes mit den Naturgewalten kämpften, wie die legendären vier Bergsteiger nach dem Sieg über das Matterhorn abstürzten und für immer das Leben in Zermatt veränderten. Sogar das gerissene Seil dieser geschichtlichen Erstbesteigung von Matternhorn kann hier bestaunt werden.

Eingang zum Matterhornmuseum im Zentrum von Zermatt (Bild: Iter1, Wikimedia)

Eingang zum Matterhornmuseum im Zentrum von Zermatt (Bild: Iter1, Wikimedia)

In der Altstadt von Zermatt verkehren ausser Fussgänger nur elektrische Autos und Pferdekutschen. Obwohl Zermatt seit dem Anfang des touristischen Booms stark gewachsen ist, blieb der Ort von grösseren Bausünden weitgehend verschont, und im Ortskern ist immer noch das typische Bild eines Walliser Bergdorfs zu finden. Viele alte Scheunen und Viehställe aus dem 17. Jahrhundert wurden in schöne Unterkünfte umgewandelt und die Fussgänger dominieren das Bild des autofreien Dorfes.

Altes Zermatt (Bild: ZachT, Wikimedia)

Altes Zermatt (Bild: ZachT, Wikimedia)




Einer der beliebten touristischen Wanderwege führt vom Zentrum Zermatts nach Ried. Der Weg dauert ca. 45 Minuten – eine gute Zeit, um in der frischen Bergluft Hunger zu bekommen. Genauer gesagt, machen sich viele Touristen wegen des Restaurants Ried auf den Weg, um die hiesigen Leckereien wie Käsefondue, Raclette oder typische Walliser Spezialitäten zu probieren.



Matterhorn Glacier Paradise ist das höchste und grösste Skigebiet im Mattertal. Ein Personenaufzug und eine Treppe führen zum Gipfel des Kleinen Matterhorns. Von der Aussichtsplattform (3´883 Meter Höhe) hat man eine Panoramasicht auf die umliegenden Gipfel der schweizerischen, französischen und italienischen Alpen. Die längste Abfahrt vom Kleinen Matterhorn ist 21 Kilometer lang. Matterhorn Glacier Paradise gehört zu dem ganzjährig eröffneten Skigebiet von Zermatt.

Matterhorn Glacier Paradise, Zermatt (Bild: Dieter Wirz, Wikipedia, CC)

Matterhorn Glacier Paradise, Zermatt (Bild: Dieter Wirz, Wikipedia, CC)

Vom Restaurant führt ein Aufzug zum höchstgelegenen Gletscher-Palast der Welt. Er ist ca. 15 Meter unter der Gletscheroberfäche ausgegraben und durch einen 128 Meter langen Tunnel erreichbar. Die Besucher können hier einen Gletscher von innen kennen lernen. Ausserdem werden hier künstlerische Eisskulpturen ausgestellt.



 

Oberstes Bild: Zermatt bei Nacht (Bild: Romy Biner-Hauser, Wikimedia, CC)

Wo liegt dieses Reiseziel?



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Über Natalia Muler

Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und reise, seit ich den Reisepass besitze. Momentan lebe ich im sonnigen Spanien und arbeite in der Modebranche, was auch oft mit Reisen verbunden ist, worüber ich dann gerne auf den Portalen von belmedia.ch berichte. Der christliche Glaube ist das Fundament meines Lebens; harmonisches Familienleben, Kindererziehung, gute Freundschaften und Naturverbundenheit sind meine grössten Prioritäten; Reisen und fremde Kulturen erleben meine Leidenschaft; Backen und Naturkosmetik meine Hobbys und immer 5 Minuten zu spät kommen meine Schwäche.




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