Kulturreisen nach Mittelamerika versprechen kulturelle Vielfalt

16.08.2014 |  Von  |  Alle Länder, Nordamerika
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Kulturreisen nach Mittelamerika versprechen kulturelle Vielfalt
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Wer nach kultur- und geschichtsträchtigen Ferienregionen Ausschau hält, wird sich sehr schnell für Süd- und Mittelamerika begeistern. Die Jahrtausende alte Kultur der Mayas, eines indigenen Volkes, bietet eine so grosse historische Vielfalt, wie sie anderswo kaum zu finden ist.

Mittelamerika zieht sich, vom Süden Mexikos beginnend, mit Guatemala und Belize über Honduras, Nicaragua, Costa Rica und El Salvador bis nach Panama, das Mittelamerika mit seiner Grenze zu Kolumbien mit Südamerika verbindet.

Historische Stätten alter Mayakultur

Die Kultur der Mayas ist mit über 5000 Jahren sehr alt und für Ihre Zeit sehr modern. Noch heute kann man viele Prachtbauten aus der alten Zeit besichtigen. Fachkundige Führungen der heutigen Nachfahren der Mayas zeigen Ihnen die verschiedenen Stätten.

Die meistbesuchte ist Uxmal im Süden Mexikos. Das imposanteste Bauwerk in Uxmal ist der 100 Meter lange Gouverneurspalast. Für seine religiösen Prachttempel ist Tikal in Guatemala bekannt. Mehrere sehr gut erhaltene Stufentempel, die bis zu 47 Meter in die Höhe ragen, viele steinerne Monumente und eine Akropolis können hier besichtigt werden.

Die dritte grosse Maya-Ruinenstadt ist Chichén Itzá auf der Halbinsel Yucatan. Hier befindet sich die weltbekannte, 30 Meter hohe Stufenpyramide mit dem sechs Meter hohen Kukulcán-Tempel. Zudem finden sich hier die Ruinen des grössten Ballspielplatzes der Mayas. Ein Feld von knapp 170 Meter Länge, auf welchem die Mayas ihrem geliebten Sport nachgingen.

Maya-Ruinenstadt Uxmal im Süden Mexikos (Bild: Rob Young, Wikimedia, CC)

Maya-Ruinenstadt Uxmal im Süden Mexikos (Bild: Rob Young, Wikimedia, CC)




Weitere Kulturen Mittelamerikas



Der Maya-Kult ist zwar der grösste und bekannteste in Mittelamerika, aber lange nicht der einzige. Bekannte Ausgrabungsstätten der Azteken finden sich in Mexiko-Stadt, wo früher die Azteken-Stadt Tenochtitlan stand. Als Cortes Mittelamerika etwa um 1519 einnahm, sollen dort um die 100’000 Menschen gelebt haben – zur damaligen Zeit eine der grössten Städte der Welt. Weitere zum Teil sehr alte Hochkulturen in Mittelamerika sind die Teotihuacan, Huaxteken, Zapoteken, Olmeken, Mixteken und die Tolteken. Leider sind nicht aus allen Kulturen Ruinen erhalten geblieben, aber in den zahlreichen Museen Mittelamerikas werden Monumente, Tongefässe und Schrifttafeln ausgestellt und die Geschichte der verschiedenen Völker erklärt.

Überreste der Azteken-Stadt Tenochtitlan (Bild: Susana Torres Sánchez, Wikimedia, CC)

Überreste der Azteken-Stadt Tenochtitlan (Bild: Susana Torres Sánchez, Wikimedia, CC)

Zwischen Strand, Dschungel und Vulkanen



Neben den üppigen kulturellen Möglichkeiten ist auch die Landschaft Mittelamerikas durch ihre Vielseitigkeit geprägt. In Guatemala und El Salvador gibt es weitläufige Hochlandgebiete mit etlichen Vulkanen. Bis auf eine Höhe von 4220 Metern können hier Wander- und Klettertouren unternommen werden. Nicaragua und Honduras sind mit grossen Tropenwäldern durchwachsen.

Verschiedene Nationalparks in den Ländern zeigen die grosse Artenvielfalt dieser Länder. Neben verschiedenen Affenarten und Reptilien sind auch Pumas, Ozelote oder Jaguare hier beheimatet. Die Vogelwelt ist mindestens ebenso bunt. Papageien, Pelikane, Tukane oder Kolibris sind nur eine kleine Auswahl an exotischen Vogelarten, die in Mittelamerika zu Hause sind.

Der Vulkan Izalco in El Salvador.  (Bild: Angela Rucker, Wikimedia, CC)

Der Vulkan Izalco in El Salvador. (Bild: Angela Rucker, Wikimedia, CC)

Der Süden Mittelamerikas

Eine noch dichtere Tropenlandschaft findet sich im Süden Nicaraguas, und in Costa Rica gibt es grosse Flächen tropischer Nebelwälder. Mehr als 50 % des Landes sind bewaldet. Kein Wunder, dass hier stark auf den Ökotourismus gesetzt wird und der politische Schwerpunkt auf Klima- und Naturschutz ausgerichtet ist. Quer über das Land verteilt gibt es 26 Nationalparks. Besonders in Costa Rica ist die Primatenvielfalt sehr gross. Hier finden sich noch Weissschulterkapuzineräffchen, Geoffroy-Klammeraffen, Mantelbrüllaffen oder auch die seltenen Rotrücken-Totenkopfäffchen.



Der letzte und südlichste Staat Mittelamerikas ist Panama. Weltbekannt ist das Land durch den Panamakanal, eine künstlich angelegte, über 80 Kilometer lange Wasserstrasse, die den Pazifik mit dem Atlantik verbindet.

Im Nationalpark Corcovado, Costa Rica (Bild: José R., Wkimedia, GNU)

Im Nationalpark Corcovado, Costa Rica (Bild: José R., Wkimedia, GNU)

Besondere Sehenswürdigkeiten in Mittelamerika

Bei Tauchfans und Strandliebhabern sind die San-Blas-Inseln im Karibischen Meer äusserst beliebt. 365 tropische Inseln, viele davon unbewohnt, bieten feinweisse Sandstrände und intakte Korallenriffe. Eine bunte Vielfalt an Meerestieren wie Hummer, Muscheln, Fische und Krabben lebt hier in den Riffen. Im Guatemala-Hochland befindet sich der Bergsee Lago de Atitlán. Schon häufig als der schönste See der Welt bezeichnet, sind der mit Wasser gefüllte Vulkankrater und seine bewaldeten Ausläufer bei Wanderern sehr beliebt. Ein weiteres Tauchparadies befindet sich vor der Insel Roatán vor Honduras. Dort liegt das Belize Barrier Reef, das grösste Korallenriff der nördlichen Hemisphäre.

Lago de Atitlán im Guatemala-Hochland (Bild: Pedro Szekely, Wikimedia, CC)

Lago de Atitlán im Guatemala-Hochland (Bild: Pedro Szekely, Wikimedia, CC)

Bedeutende Städte Mittelamerikas



Mittelamerika hat auch in seinen Grossstädten Besonderes zu bieten. Die historischen Architekturen der Städte sind von ihren kolonialen Herrschern stark geprägt. Die spanisch anmutende Hauptstadt Guatemalas heisst Guatemala-Stadt. In der Millionenmetropole können Sie zahlreiche Museen zur Maya-Kultur und alte historische Gebäude wie zum Beispiel den Präsidentensitz besichtigen. Panama-Stadt ist vor allem durch die Schleuseneinfahrt des Panama-Kanals ein beliebter Ort. Immer wieder beeindruckend ist das Zusammenwachsen von moderner und kolonialer Architektur. Hier steht eine beeindruckende Hochhaus-Skyline gleich neben historischen, alten Gebäuden aus Zeiten der Kolonialisierung.

In Tegucigalpa, der Hauptstadt von Honduras, finden sich verschiedene historische und beeindruckende Kirchenbauten der spanischen Erbauer. Daneben setzt die Stadt sehr auf Bildung und bietet neben zahlreichen Museen zu präkolumbischer Kunst und Kultur auch einen Wissenschaftspark für Kinder. Die Hauptstädte der einzelnen mittelamerikanischen Länder haben sehr hohe touristische Standards. Sie bieten Einkaufsmeilen und eine gut ausgebaute Infrastruktur. Einzige Ausnahme ist Tegucigalpa. Sie ist eine der wenigen Hauptstädte der Welt, die keine Eisenbahnanbindung vorweisen können.

 

Oberstes Bild: Maya-Ruinenstadt Chichén Itzá auf der Halbinsel Yucatan (© Denise Aulie, Wikimedia, CC)

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