Maastricht – die Stadt des Euro und der Europäischen Union

20.09.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Maastricht – die Stadt des Euro und der Europäischen Union
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Spätestens seit dem berühmten Vertrag von Maastricht ist die Stadt im äussersten Süden der Niederlande weit über deren Grenzen hinaus bekannt. Hier wurde 1992 aus der EG die EU, ein Verbund europäischer Staaten, der sich seither als mehr denn als reine Wirtschaftsgemeinschaft versteht. Das Vertragswerk gilt gleichzeitig als Geburtsurkunde des Euro.

Maastricht ist aber auch jenseits dieses Ereignisses einen Besuch wert. Die Stadt ist ein Zentrum für Bildung und Kultur und bietet hervorragende Einkaufsmöglichkeiten. Die zahlreichen Studenten geben den altehrwürdigen Strassen und Plätzen ein jugendliches Flair.

Stadtmauer in Maastricht (Bild: L.1951a, Wikimedia, CC)

Stadtmauer in Maastricht (Bild: L.1951a, Wikimedia, CC)

In der Provinz Limburg

Die Region um Maastricht und die Stadt selbst unterscheiden sich im mancher Hinsicht vom Rest der Niederlande. Hier befindet man sich im südöstlichsten Zipfel des Landes, der Provinz Limburg. Sie schiebt sich wie ein lang gestreckter Keil zwischen die Nachbarstaaten Belgien und Deutschland. Von Maastricht aus, der Provinzhauptstadt, sind es jeweils nur gut 30 Kilometer ins benachbarte Aachen und nach Lüttich. Die nächsten niederländischen Zentren sind wesentlich weiter entfernt.

Limburg bietet Besuchern sanftwelliges Hügelland – man spricht scherzhaft auch von den Dutch Mountains. Jedenfalls sind hier die höchsten Erhebungen der ansonsten flachen Niederlande zu finden. In Maastricht selbst ist schon die Nähe zur nahen Wallonie spürbar. Viele Geschäfte der Innenstadt besitzen nicht nur durch ihre Namensgebung französischen Charme.





Die Landschaft von Limburg (Bild: Axel Hartmann, Wikimedia, CC)

Die Landschaft von Limburg (Bild: Axel Hartmann, Wikimedia, CC)




Nur Amsterdam hat mehr Baudenkmäler



Die Stadt kann auf eine lange Geschichte zurückblicken und ist eine der ältesten des Landes. Bereits weit vor Christi Geburt siedelten hier Kelten, die Römer errichteten dann an der strategisch günstigen Stelle an der Maas ein Kastell sowie eine Handelsniederlassung. Später stand Maastricht unter der gemeinsamen Herrschaft des Bischofs von Lüttich und des Herzogs von Brabant. Seit dem Ende Napoleons gehört dieser Teil Limburgs zu den Niederlanden. Bis heute ist hier der Katholizismus prägend, auch das eine Besonderheit.

Es gibt nur eine Stadt in den Niederlanden, die mehr denkmalgeschützte Gebäude aufweisen kann als Maastricht – das ist Amsterdam. Die Dichte ist in Maastricht aber zweifelsohne höher. Insgesamt 1660 Baudenkmäler gibt es im Bereich der Stadt, darunter zahlreiche hervorragende Sakralbauten. Die St.-Servatius-Basilika und die St.-Johannis-Kirche am zentralen Platz Vrijthof bilden ein eindrucksvolles sakrales Zwillingsensemble. St. Servatius gilt als ältester niederländischer Kirchenbau überhaupt – ein typisch romanischer Bau. Kaum weniger ehrwürdig ist die Liebfrauenbasilika, in der sich Romanik und Gotik verbinden.

Shoppingcenter Mosae Forum in Maastricht (Bild: Bodoklecksel, Wikimedia, CC)

Shoppingcenter Mosae Forum in Maastricht (Bild: Bodoklecksel, Wikimedia, CC)

Shopping, Museen und mehr



Es lohnt sich, durch die malerische Innenstadt Maastrichts mit ihren zahlreichen Geschäften, Restaurants und Cafés zu bummeln. In der Altstadt finden sich noch viele schöne historische Bauten, zum Beispiel das Dingshuis – heute Fremdenverkehrsamt. Ein besonders pittoreskes Viertel ist das Jeker-Quartier. Neben vielen Studenten haben sich hier zahlreiche Kunstateliers, Innenausstatter und Shops für Antiquitäten angesiedelt. Aber auch ausserhalb des Jeker-Quartiers gibt es im Bereich der Innenstadt ein reichhaltiges Geschäftsleben. Maastricht ist für sein Angebot an Schmuck, Mode und Design bekannt.



Über eine vielfältige Museumslandschaft verfügt die Stadt ebenfalls. Zwei sollen an dieser Stelle erwähnt werden: Das Bonnefantenmuseum – selbst ein interessanter moderner Bau – präsentiert Besuchern sowohl alte als auch zeitgenössische Kunst und bietet insofern bemerkenswerte Kontraste. Das Museum aan het Vrijthof konzentriert sich auf maasländische, flämische und holländische Kunstwerke bevorzugt aus dem 16. bis 18. Jahrhundert.

Langeweile unbekannt

Dank des studentischen Lebens kommt in Maastricht keine Langeweile auf. Es gibt ein reichhaltiges Nachtleben mit Kneipen, Bars, Live-Musik und Möglichkeiten zum Tanzen. Maastricht ist eine Stadt der Lebenslust, in der man sich gerne aufhält. Altes und Modernes, Kunst und Kultur, Lernen und kurzweiliges Vergnügen gehen hier eine reizvolle Allianz ein.

 

Oberstes Bild: Das Gouvernement in Maasticht – 1992 wurde hier der Vertrag von Maastricht unterzeichnet. (© Julian Ilcheff Borissoff, Wikimedia, CC)

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Über Stephan Gerhard

ist seit Jahren als freier Autor und Texter tätig und beschäftigt sich bevorzugt mit Themen rund um Finanzen, Geldanlagen und Versicherungen sowie Wirtschaft. Als langjähriger Mitarbeiter bei einem Bankenverband und einem grossen Logistikkonzern verfügt er über umfassende Erfahrungen in diesen Gebieten.

Darüber hinaus deckt er eine Vielzahl an Themen im Bereich Reisen, Tourismus und Freizeitgestaltung ab. Er bietet seinen Kunden kompetente und schnelle Unterstützung bei der Erstellung von Texten und Präsentationen.


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