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Palma de Mallorca: Investitionen in Höhe von 567 Millionen CHF beschlossen

27.08.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Palma de Mallorca: Investitionen in Höhe von 567 Millionen CHF beschlossen
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Die spanische Regierung hat jüngst Neuigkeiten zu den geplanten Bauvorhaben am Strand von Palma de Mallorca veröffentlicht. Demnach sollen die Bauprojekte darauf abzielen, dass sich die Region vom Image des „Ballermann“-Tourismus entfernt.

Vielmehr soll eine höherwertige Hotellandschaft entstehen, die Strände sollen sauberer und abwechslungsreicher gestaltet werden. Nicht zuletzt, um der Region eine bessere Reputation zu verschaffen und zahlungskräftigere Touristen anzulocken. Denn insbesondere in den Wintermonaten verzeichnet das im Sommer sehr beliebte Reiseziel rückläufige Besucherzahlen.

Strand in Palma de Mallorca (Bild: ILA-boy, Wikimedia, CC)

Strand in Palma de Mallorca (Bild: ILA-boy, Wikimedia, CC)

Investitionen für Palma de Mallorca: Aus Milliarden werden Millionen

Ursprünglich waren die geplanten Veränderungen in der Strandregion von Palma de Mallorca ein überaus ehrgeiziges Projekt, das auf den ersten Blick schon fast zu ambitioniert erschien. Die spanische Regierung arbeitete an einem Umstrukturierungskonzept, das ein Gesamtbudget von umgerechnet 4,8 Milliarden CHF umfassen sollte. Zusätzlich sollte die Hotellandschaft komplett umstrukturiert, bestimmte Wohnbereiche dafür abgerissen werden. Doch das ursprüngliche Mega-Projekt war nicht zu realisieren: Einerseits sträubten sich die Anwohner gegen die geplanten Neubauten, andererseits sind die Staatskassen recht leer.



Nun hat die spanische Regierung ein neues, überarbeitetes Konzept für die beliebte Ferienregion präsentiert. Mit einem Budget von umgerechnet 567 Millionen Schweizer Franken soll die „Ballermann“-Region um Palma de Mallorca attraktiver gemacht werden, ohne weitreichende Veränderungen vornehmen zu müssen. Damit soll eine vergleichsweise kostengünstige Lösung gefunden werden, welche die Interessen der Region, der Anwohner und der Touristen abdeckt. Fester Bestandteil des Plans ist ein Imagewandel von der Party-Hochburg zum attraktiven Reiseziel in den Sommer- und Wintermonaten.





Die Treppe, die zur Plaza Mayor von La Palma de Mallorca führt.  (Bild: Rafael Ortega Díaz, Wikimedia)

Die Treppe, die zur Plaza Mayor von La Palma de Mallorca führt. (Bild: Rafael Ortega Díaz, Wikimedia)




Optimierung der Hotellandschaft, neue Grünanlagen und öffentliche Plätze, sauberere Strände

Der geplante Umbau der Strände um Palma de Mallorca umfasst verschiedenste Bauprojekte, die zu mehr Wohlfühlatmosphäre beitragen und das Qualitätsniveau der Ferienregion erhöhen sollen. Die Investitionen in Höhe von 567 Millionen Schweizer Franken sollen vor allem dafür verwendet werden, die Hotellandschaft durch neue Unterkünfte der Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie aufzuwerten. Darüber hinaus planen die Verantwortlichen eine Vielzahl neuer Grünflächen und öffentlicher Plätze.

Zusätzlich soll in die Sicherheit investiert werden: Es scheint, als sollten hemmungslose Saufgelage am „Ballermann“ – zumindest in der Art, wie sie heute stattfinden – schon in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören. Auch die Strandqualität soll verbessert werden, mehr Sauberkeit und Wohlbefinden für alle Feriengäste sind ein klar definiertes Ziel.





Ballermann 6 – Spanien will dieses Image eines zum Stereotypen gewordenen Mallorca-Urlaubs ändern. (Bild: SuCapitanidad, Wikimedia, CC)

Ballermann 6 – Spanien will dieses Image eines zum Stereotypen gewordenen Mallorca-Urlaubs ändern. (Bild: SuCapitanidad, Wikimedia, CC)

Bisherige Pläne für die Playa de Palma waren utopisch

Die Pläne, die bisher für die Playa de Palma verfolgt worden sind, gelten heute als utopisch. Ursprünglich sollte nicht nur ein kompletter Umbau des Strandabschnittes samt neuer hochexklusiver Hotellandschaft erfolgen, sondern auch eine Strassenbahnverbindung zwischen Playa de Palma und Palma de Mallorca eingerichtet werden. Ein exklusiver Strandabschnitt nach dem Vorbild der brasilianischen Copacabana oder des US-amerikanischen Miami Beach war angepeilt. Die Utopie des Vorhabens wurde den Verantwortlichen aber schnell klar, da die Bevölkerung protestierte und die Staatskassen ein derartiges Projekt – trotz aller Ambitionen – nicht erlaubten.

So ist es mehr als verständlich, dass sich jetzt eine neue Idee durchsetzte. Das aktuelle Projekt erlaubt Umbaumassnahmen zu realistischen Kosten – trotzdem aber mit spür- und sichtbaren Resultaten. Anstelle eines kompletten Neuanfangs für die Region werden jetzt vorhandene Einrichtungen optimiert und durch neue ergänzt. Das ist nicht nur kostengünstiger, sondern auch mit deutlich weniger Zeitaufwand realisierbar. Die Investition ist auf eine Zeitspanne von zehn Jahren angelegt, wobei rund ein Viertel vom Staat, der Restbetrag durch private Investoren finanziert werden soll. Die Investitionspläne stehen dabei im Einklang mit den verschärften Gesetzen in der Region, die seit Juni gelten. Die Gesetzesänderungen sollen Fehlverhalten, etwa starkes Trinken in der Öffentlichkeit („Eimersaufen“), deutlich stärker bestrafen als zuvor. So erhofft sich die Regierung, eine Atmosphäre zu schaffen, die für alle Touristen angenehmer ist.

Umstrukturierungen sollen neue Zielgruppen ansprechen

Durch die Umstrukturierung der Playa de Palma – sei es durch Bauprojekte oder Gesetzesänderungen – soll die Region auch für neue Zielgruppen interessant werden. Künftig sollen mehr Familien und zahlungskräftige Kunden durch die neue Attraktivität der Region angelockt werden. In nur zehn Jahren sollen kostengünstige Hotels verschwinden, sodass nur noch Drei- bis Fünf-Sterne-Hotels in der Strandregion zu finden sein werden. Darüber hinaus dürfen bestehende Hotelgebäude unbürokratischer Anträge stellen, ihre Unterkünfte zu erweitern und aufzuwerten. Freie Flächen werden exklusiv für Unterkünfte und die Gastronomie reserviert sein, ein Bau von Wohnhäusern ist hier nicht mehr vorgesehen.



Mit der Umstrukturierung der Region würde das Ferienziel flexiblere Einnahmen erzielen können und wäre weniger abhängig von jungen, trinkstarken Touristen in den Sommermonaten. Die Umstrukturierung scheint mittel- bis langfristig auch dringend nötig: Denn auch wenn der Tourismus im Sommer floriert, gehen die Besucherzahlen in den Wintermonaten stark zurück.

 

Oberstes Bild: Platja de Palma im Winter, mit Blick auf Can Pastilla vom Dach des Hotels Gran Fiesta (Otto Buchegger, Max Sorglos, Wikimedia, CC)

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Über Thomas Schlösser

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