Passstrasse bleibt vorerst tagsüber offen – nachts gilt eine Sperre von 18 bis 8 Uhr

(Gotthardpass UR/TI). Aufgrund der aktuell stabilen Wetterlage bleibt der Gotthardpass voraussichtlich bis Donnerstag, 5. November 2026, tagsüber geöffnet.

Aus Sicherheitsgründen wird die Passstrasse nachts jedoch ab sofort gesperrt.

Polizei.news | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Gotthardpass: Voraussichtlich bis Donnerstag, 5. November 2026, tagsüber geöffnet.
  • Nachtsperre: Ab sofort täglich von 18 bis 8 Uhr bis zur vollständigen Wintersperre.
  • Wettervorbehalt: Bei Schneefall und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ist eine frühere Schliessung möglich.
  • Wintersperre: Der definitive Beginn steht noch nicht fest. Ab Freitag, 6. November 2026, wird gemäss aktueller Einschätzung eine markante Wetterverschlechterung erwartet.
  • Bereits geschlossen: Furkapass ab Realp und Sustenpass ab Sustenbrüggli seit Mittwoch, 28. Oktober 2026, um 10 Uhr.
  • Weitere Pässe: Oberalp und Klausen sind weiterhin geöffnet und normal befahrbar.

Mit dem bevorstehenden Winter naht auch die saisonale Sperrung des Gotthardpasses. Nach Prüfung der Wetterlage hat das Bundesamt für Strassen ASTRA zusammen mit dem Amt für Betrieb Nationalstrassen (AfBN) des Kantons Uri entschieden, dass die Passstrasse bis am Donnerstag, 5. November 2026, vorerst geöffnet bleibt. Je nach Witterung, insbesondere bei Schneefall und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, ist aber eine frühere Schliessung des Passes möglich.

Ab sofort und bis zur kompletten Wintersperre gilt für den Gotthardpass hingegen eine nächtliche Sperrung jeweils zwischen 18 und 8 Uhr. Diese temporäre Schliessung über Nacht erfolgt aus Sicherheitsgründen.

Nach aktueller Einschätzung wird ab Freitag, 6. November 2026, eine markante Wetterverschlechterung erwartet. Das ASTRA und das AfBN beobachten die Wetterlage weiterhin und informieren erneut, sobald der Termin für die Wintersperre feststeht.

Weitere Urner Alpenpässe teilweise bereits in der Wintersperre

In Absprache mit den Kantonen Wallis und Bern hat die Baudirektion Uri am Mittwoch, 28. Oktober 2026, um 10 Uhr den Furkapass ab Realp sowie den Sustenpass ab Sustenbrüggli in die Wintersperre versetzt.

Die Pässe Oberalp und Klausen sind weiterhin geöffnet und normal befahrbar.

 

Quelle: Bundesamt für Strassen ASTRA, Filiale Zofingen
Bildquelle: Symbolbild © Thomas Trapani/Shutterstock.com


Polizei.news informiert | Sicher über Alpenpässe

Passfahrten im Spätherbst: Ausrüstung prüfen und Reserven einplanen

In höheren Lagen können sich die Strassenverhältnisse rasch ändern. Nasse Fahrbahnen, örtliches Glatteis und eingeschränkte Sicht verlangen eine angepasste Fahrweise. Eine sorgfältige Vorbereitung beginnt deshalb bereits vor der Abfahrt.

1. Strassenzustand prüfen und genügend Zeit einplanen

Kontrollieren Sie vor einer Passfahrt die aktuellen Verkehrs- und Wettermeldungen. Planen Sie Zeitreserven und eine geeignete Alternative ein. Sperrungen und Signalisationen vor Ort sind verbindlich. Auf Brücken und schattigen Abschnitten kann sich bei sinkenden Temperaturen örtlich Eis bilden.

Welche weiteren Risiken die Jahreszeit mit sich bringt, erläutert der Ratgeber Nebel, Laub und Wildwechsel: Herbstgefahren für Autolenker und Velofahrer.

2. Winterausrüstung vor der Bergfahrt kontrollieren

Prüfen Sie Reifen, Beleuchtung, Scheibenwischer und frostgeeignetes Scheibenwaschmittel. Eiskratzer, Schneebesen und Handschuhe sollten griffbereit sein. Für Fahrten in schneereiche Gebiete empfiehlt der TCS passende Schneeketten und eine vorgängige Montageübung. Beachten Sie dabei die Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs.

Den Unterschied zwischen gesetzlichem Mindestprofil und der Empfehlung für Winterpneus erklärt der Beitrag Winterreifen in der Schweiz: Warum 1,6 mm Profil nicht reichen und 4 mm empfohlen sind.

3. Geschwindigkeit und Beleuchtung den Bedingungen anpassen

Reduzieren Sie bei Nässe, Schnee oder schlechter Sicht die Geschwindigkeit und vergrössern Sie den Abstand. Vermeiden Sie abrupte Lenk- und Bremsmanöver. Kontrollieren Sie bei Nebel oder starkem Regen selbst, ob das Abblendlicht eingeschaltet ist: Die Lichtautomatik reagiert nicht bei jedem Fahrzeug zuverlässig auf diese Situationen.

Auch bei einer Fahrt durch einen Tunnel ist die richtige Beleuchtung entscheidend. Hintergründe bietet der Ratgeber Abblendlicht statt Tagfahrlicht: Sicher durch den Tunnel.

Gut zu wissen: Schneeketten ersetzen keine geeigneten Winterreifen. Bei einem signalisierten Kettenobligatorium genügen einfache Anfahrhilfen nicht.

Praktischer Tipp: Planen Sie bei einer Tour mit Rückfahrt über einen Pass auch die Rückreise sorgfältig. Rechnen Sie Pausen und mögliche Verzögerungen ein, statt erst kurz vor einer angekündigten Nachtsperre die Überfahrt anzutreten.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion

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