Rom – Caput Mundi

27.12.2013 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Rom – Caput Mundi
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Rom nimmt unter den europäischen Hauptstädten einen besonderen Platz ein. Nirgendwo sonst vermischen sich Bauten und Zeugnisse einer grossen Vergangenheit so harmonisch und selbstverständlich mit dem pulsierenden Leben der Gegenwart. Der Wechsel von Aufstieg und Niedergang, Sieg und Niederlage, Glanz und Schatten wird hier an vielen Stellen besonders bewusst.

Seit über zweitausend Jahren bildet Rom ein „Haupt der Welt“ (lateinisch: „Caput Mundi“), zuerst als Kapitale des Römischen Weltreichs, später als Mittelpunkt der katholischen Christenheit. Dies hat die Stadt am Tiber geprägt und macht einen Besuch so faszinierend.



Panorama-Blick vom Petersdom

Um einen Gesamteindruck von der Stadt zu gewinnen, gibt es kaum einen besseren Blick als den von der Spitze der Petersdom-Kuppel. In einem atemberaubenden Aufstieg über steile Treppengänge windet sich der Besucher zwischen Innen- und Aussenwand der Kuppel nach oben, um dann ins Freie zu treten und eine wunderbare Rundumsicht zu geniessen. Die vielen Sehenswürdigkeiten Roms scheinen hier wie auf dem Präsentierteller zu liegen.

So fühlt sich der Papst: Der Petersplatz vom Petersdom aus gesehen. (Bild: Bildpixel / pixelio.de)

So fühlt sich der Papst: Der Petersplatz vom Petersdom aus gesehen. (Bild: Bildpixel / pixelio.de)




Rom der Antike – Rom der Päpste

Schier überwältigend ist die Fülle an historischen Baudenkmälern, die man nur mit einer gezielten Auswahl in sich aufnehmen kann. Zwei Schwerpunkte gibt es: die Bauten der Antike und die der Päpste. Die römische Kaiserzeit markiert den ersten Höhepunkt der Stadtgeschichte. Dass Rom schon damals eine Millionenmetropole war, lassen selbst die Ruinen noch erahnen.

Forum Romanum, Palatin, Kolosseum und Caracalla-Thermen sind nur einige wenige besonders eindrucksvolle Beispiele der antiken Hinterlassenschaften. Nach dem Untergang des weströmischen Reiches folgte eine Zeit der Verwüstung. Im Mittelalter bevölkerten nur noch wenige Tausend Menschen die Stadt. Der Wiederaufstieg erfolgte mit dem Papsttum im Zeitalter der Renaissance und des Barock.

Die Zahl der Kirchen Roms ist kaum zu beziffern. An erster Stelle steht fraglos der gewaltige Petersdom, der zusammen mit dem Petersplatz das Aushängeschild der Vatikanstadt bildet. Kaum weniger imposant zeigen sich die noch älteren Basiliken, die Lateranbasilika, Santa Maria Maggiore und Sankt Paul vor den Mauern – jede auf ihre Weise einzigartig. Und ohne Vorbild ist sicher auch der Prototyp aller Kuppelbauten, das Pantheon, das als antiker Tempel erstand und später zur christlichen Kirche wurde.

Faszinierend am Pantheon ist das Loch in der Kuppel. (Bild: SuRom / pixelio.de)

Faszinierend am Pantheon ist das Loch in der Kuppel. (Bild: SuRom / pixelio.de)

Rund um den Vatikan

Die Päpste haben aber nicht nur mit Kirchenbauten das Stadtbild geprägt. Auch profane Bauten, Paläste, Villen, Verwaltungsgebäude und viele prächtige Brunnen, zum Beispiel die berühmte Fontana di Trevi, entstanden in ihrer Regierungszeit. Dass das Papsttum dabei auch immer bedroht war, darauf weist die trutzige Engelsburg hin, einst antikes Mausoleum, später Fluchtort so manchen Papstes.

Und die Kunstsinnigkeit der Petrusnachfolger lässt sich nirgendwo nachhaltiger erleben als in den – (leider) sehr gut besuchten – Vatikanischen Museen mit ihren einmaligen Kunstschätzen und der angrenzenden Sixtinischen Kapelle. Wer es ruhiger liebt, sollte den Campo Santo Teutonico aufsuchen – alte Pilgerstätte und stiller Ort im Vatikan -, der nur wenige Schritte hinter dem von Schweizer Gardisten bewachten Eingang zur Vatikanstadt liegt.

Die Schweizer Garde ist im Vatikanstaat allgegenwärtig. (Bild: Ali / pixelio.de)

Die Schweizer Garde ist im Vatikanstaat allgegenwärtig. (Bild: Ali / pixelio.de)

Streifzüge durch die Ewige Stadt

Nach so viel Kunst- und Architekturgenuss mag mancher sich nach etwas Abwechslung sehnen – vielleicht bei einem Bummel durch die Strassen und über die Plätze im historischen Zentrum. Besonders schön präsentieren sich zum Beispiel die Piazza Navona mit ihren Bernini-Brunnen oder der Campo de Fiori mit seinen Marktständen. Aber auch viele verwinkelte und enge Gassen darum herum laden zu Streifzügen ein – und abseits der belebten Wege erreicht der Besucher auch sehr schnell Ecken, die weitab des Grossstadtgetriebes scheinen.

Überall laden Bars und Cafés zum Verweilen ein. Hier kann der Beobachter das Leben an sich vorüberströmen lassen. Am Abend lockt das Vergnügungsviertel Trastevere ‚jenseits des Tibers‘ – so die Übersetzung – mit zahlreichen gastronomischen und kulturellen Angeboten.

Beliebter Treffpunkt für Jung und Alt: die Spanische Treppe. (Bild: Bildpixel / pixelio.de)

Beliebter Treffpunkt für Jung und Alt: die Spanische Treppe. (Bild: Bildpixel / pixelio.de)




Genuss – die römische Küche

Überhaupt – die römische Küche ist eine Entdeckungsreise wert. Viele Klassiker der italienischen Kochkunst stammen von hier, bei vielen Gerichten verweist der Namenszusatz ‚alla Romana‘ auf den Ursprung. Tomaten, Artischocken und selbstverständlich Nudeln sind beliebte Bestandteile, bei Fleisch und Meeresfrüchten kennt die römische Küche grosse Vielfalt.

Eine Besonderheit sind die vielen Innereien-Gerichte. Trippa alla Romana – Kutteln in einer Tomaten-Minz-Sosse – bilden eines der bekanntesten Beispiele. Am besten ist die klassische römische Küche in einem der Restaurants im Umfeld des Monte Testaccio zu erleben. Rund um den antiken Scherbenhügel lagen früher die Schlachthöfe Roms.

Kulinarisches Rom: Saltimbocca alla romana. (Bild. Hartmut910 / pixelio.de)

Kulinarisches Rom: Saltimbocca alla romana. (Bild: Hartmut910 / pixelio.de)

Shopping-Erlebnisse



Wer nach Einkaufsmöglichkeiten sucht, hat in Rom ebenfalls keine Probleme, etwas zu finden. Belebteste und beliebteste Einkaufsmeile ist die Via del Corso im Zentrum, die sich zwischen zwei bekannten Plätzen der Hauptstadt, der Piazza Venezia und der Piazza del Popolo, erstreckt. In einer Seitenstrasse, der Via Condotti, befinden sich Roms teuerste und edelste Shopping-Adressen. Von hier führt der Weg direkt zur berühmten Spanischen Treppe, einem bekannten Treffpunkt.

Wiederkehr garantiert

Die Liste möglicher Aktivitäten und lohnenswerter Ziele liesse sich mühelos fortsetzen. Die Katakomben, Ursprungsort des Christentums, oder Ostia, der antike Hafen, sind nur zwei Beispiele unter vielen. Und fast jeder Besucher hat den Eindruck, nicht genug Zeit für seinen Rom-Aufenthalt mitgebracht zu haben. Wiederkommen lohnt sich. Und wer sichergehen will, wirft eine Münze in den Trevi-Brunnen. Das garantiert der Legende nach die Rückkehr nach Rom.



Text: Stephan Gerhard

Oberstes Bild: Das Kolosseum, berühmtestes Wahrzeichen Roms. (© fazon – Fotolia.com)

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