Südtirol: Wo die Alp Alm heisst

21.08.2019 |  Von  |  Italien, News
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Südtirol: Wo die Alp Alm heisst
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Was in der Schweiz als bewirtschafteter Alpbetrieb bezeichnet wird, heisst im Südtirol Alm. In diesen Berghütten pflegen die Südtiroler eine qualitativ hochstehende, gelebte Gastfreundschaft. Geboten wird eine wohlschmeckende Mischung zwischen traditionsreichen, innovativen und stets regionalen Gerichten.

Die Almwirtschaft spielt im Südtirol eine zentrale Rolle, zumal 34% der gesamten Fläche der norditalienischen Provinz aus Almen bestehen, über 1700 werden aktiv betrieben.

Zum Vergleich: In der Schweiz gibt es an die 7100 bewirtschaftete Alpbetriebe, aber nur 12% der Fläche des Landes besteht aus diesen Berg- und Hochweiden. Im Südtirol dominieren Hochalmen, die fast ausschliesslich über der Waldgrenze liegen. Mit Blick auf die Landschaftsgestaltung und das Angebot von naturnahen Produkten ist deren nachhaltige Bewirtschaftung ganz besonders für den Tourismus von grösster Bedeutung.



Almen und Käse – das passt

Es ist ungewiss, wo und wann der Käse „erfunden“ wurde. Vielleicht geschah dies zufälligerweise vor 5000 Jahren in der Wüste, als sich Milch, die in einem Schafsmagen transportierte wurde, durch Wärme und Erschütterung in Käse „verwandelte“. Doch es kann sehr wohl an einem ganz anderen Ort und zu einem anderen Zeitpunkt gewesen sein. Fakt ist jedoch: Schweizer Käse wird erstmals im ersten Jahrhundert als „Caesus Helveticus“ erwähnt.

Der Ursprung des Alpkäses könnte auch im Südtirol liegen. Der Obervinschgau zumindest ist uraltes Bauernland – sein Käse von 83 Hochalmen wird weitum als Spezialität geschätzt. Die „Kaswege“ bieten fünf leichte Wanderungen zu Almen mit Gästebewirtung für den unverfälschten Genuss des Obervinschger Alpkäses.




Gütesiegel für Gastgeber

Das Label „Echte Qualität am Berg“ zeichnet Almgasthäuser, Berg- und Schutzhütten aus, die sich authentischer alpiner Qualität verschrieben haben. Vorbildlich geführte Berggasthöfe und Almhütten werden mit diesem Gütesiegel ausgezeichnet. Nach einem freiwilligen Selbsttest und einer vorab festgelegten Mindestanzahl an positiven Bewertungen, erhalten die Betriebe die Plakette als Garant für unverfälschte Qualität und Genuss am Berg. Der Besucher findet alle so ausgezeichneten Hütten in einer übersichtlichen, intelligenten App fürs Smartphone. Sie schlägt passende Wandertouren vor und bietet Rezepte zum Nachkochen. Im Buch „Echte Qualität am Berg“ erzählt Autorin Christine Lasta von ihren Erlebnissen auf den Wanderungen zu den mit dem Label ausgezeichneten Almgasthöfen, zu engagierten Hüttenwirten und leidenschaftlichen Charakterköpfen.



Mehrfach preisgekrönt

Die Äussere Schwemmalm wurde 2018 zur beliebtesten Almhütte Südtirols gekürt. Hüttenwirt Norbert Zöschg holte bei der 22. Alpkäseolympiade in Österreich gleich sechs Medaillen in fünf Kategorien, darunter eine Goldmedaille für seinen Schnittkäse. Die Äussere Schwemmalm liegt auf 2142 Meter über Meer, auf der Sonnenseite des Ultentals mit Panoramablick auf die Südtiroler Bergwelt. Die Umlaufbahn Kuppelwies befindet sich in unmittelbarer Nähe. Ursprünglich keine Sennalm, machte sich Zöschg für eine Umnutzung stark. Er konnte die sieben Bauern der Almgemeinschaft überzeugen und eröffnete 2007 die Käserei. Heute verlassen jährlich 700 Käselaibe die Alm. Verkauft wird nur vor Ort, der persönliche Kontakt zum Käufer ist essentiell. So wundert es nicht, dass die Äussere Schwemmalm ebenfalls mit der Plakette „Echte Qualität am Berg“ ausgezeichnet wurde.



„Burning Dolomites“

Der Herbst übt mit seinem Farbenspiel eine besondere Faszination aus. Die jahreszeitlich bedingte, tiefe Sonneneinstrahlung taucht die Landschaft in ein ganz spezielles Licht. Das „Enrosadira“ genannte Phänomen ist ein wahres Naturschauspiel in den Dolomiten: Bevor die Sonne zwischen den Berggipfeln untergeht, lassen ihre letzten Strahlen die bleichen Berge intensiv rot glühen und tauchen Wiesen und Wälder in atmosphärisches Leuchten. Im Herbst ermöglichen die Gebiete in den Südtiroler Dolomiten und am südlichen Alpenhauptkamm dieses intensive Bergerlebnis.

Bäuerliches Erlebnisprogramm

Mit den „Südtiroler Almgschichten“ bieten die Ferienregionen Gitschberg Jochtal, Klausen-Barbian-Feldthurns-Villanders, Natz-Schabs und Lüsen ein inspirierendbäuerliches Erlebnisprogramm, das seinesgleichen sucht: Einzigartige Ferienerlebnisse zwischen Tradition, Genuss und gesunder Bewegung, um Land und Leute auf sehr persönliche Weise kennenzulernen. Zahlreiche Almhütten machen mit und bieten vom 12. Oktober bis 3. November ausgewählte herbstliche Köstlichkeiten an.

www.suedtirol.info

www.kaswege.it

 

Quelle: Tourismus Lifestyle Verlag GmbH, Bern
Bildquelle: Tourismus Lifestyle Verlag GmbH, Bern

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