Teneriffa einmal anders, Teil 1: Freizeitparks und üppige Vegetation prägen die abwechselnde Landschaft

29.05.2014 |  Von  |  Alle Länder, Atlantik
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Teneriffa einmal anders, Teil 1: Freizeitparks und üppige Vegetation prägen die abwechselnde Landschaft
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Ferien im Winter, und das in einer schönen Gegend und ohne endlos langen Flug, das war meine Absicht in diesem Frühjahr. Und meine Destination war schnell gefunden – ich wollte nach Teneriffa, jener Insel im Atlantik, die nicht nur Badespass, sondern auch Wandervergnügen zu bieten hatte.

Bettenburgen und karge Landschaft bestimmen den ersten Eindruck

Nach kurzem Flug und einer Fast-Umrundung des Teide, des höchsten Gipfels auf der Insel, überflogen wir noch die Bettenburgen von Los Christianos und Las Amerikas. Dabei beschlichen mich schon irgendwie leise Zweifel, immerhin wollte ich nicht dort Ferien machen, wo gleichzeitig zig andere Touristen ebenfalls ausschwärmten.



Dies ist ein Bericht über Teneriffa in zwei Teilen. Hier das Inhaltsverzeichnis:

Teil 1: Teneriffa einmal anders – Freizeitparks und üppige Vegetation prägen die abwechselnde Landschaft

Teil 2: Teneriffa einmal anders – der Pico de Teide und das Anaga-Gebirge





Teide – der heilige Berg der Guanchen. (Bild: Jens Steckert, WIkimedia, CC)

Teide – der heilige Berg der Guanchen. (Bild: Jens Steckert, WIkimedia, CC)

Am Flughafen nahm ich mir einen Mietwagen und machte mich entlang der ausgedörrten, kargen Südhänge zu meinem Ferienziel, Puerto de la Cruz, auf. Dieses liegt im wesentlich grüneren Teil der Insel und lässt Feriengefühl aufkommen, als ich mich nach kurzem Einchecken ins Hotelzimmer auf dem Weg zum Strand mache.

Der berühmte Loropark ist dann mein erstes Ausflugsziel, wo mich üppige Vegetation in Form von Hecken aus Bougainville, Weihnachssternen und baumgrossen Kakteen empfängt. Auch die prächtigen Strelitzien und Drachenbäume sind ein wunderbarer Anblick, den ich in vollen Zügen geniesse. Mit einer kleinen Touristenbahn, die direkt im Zentrum von Puerto de la Cruz startet, werden die Besucher zum Loropark gefahren. Die Massen an Touristen wecken ein etwas ungutes Gefühl, doch im weitläufigen Park verläuft sich alles schnell und ich geniesse das gut gepflegte Areal.

Auch wenn ich nicht wirklich ein Freund von Tiershows bin, schaue ich mir eine an. Delfine springen durch Reifen und schnattern im Chor, doch so richtige Atmosphäre will da irgendwie bei mir nicht aufkommen. Lieber betrachte und erlebe ich die Tiere in freier Wildbahn, was ja hier auf Teneriffa durchaus möglich sein soll.

Loro Parque, Teneriffa (Bild: Olaf A. Koch, WIkimedia, CC)

Loro Parque, Teneriffa (Bild: Olaf A. Koch, WIkimedia, CC)

Die Wanderstiefel immer mit dabei

Doch ich möchte ja keine traditionellen Ferien auf Teneriffa verbringen, also geht’s am zweiten Tag meines Aufenthaltes in meinen Wanderschuhen los. Mein Ziel sind die Barrancos, die Schluchten und Klippen, die eine einzigartige Szenerie und ein einmaliges Outdoor-Abenteuer versprechen. Ich entscheide mich für einen Wanderführer vor Ort, der die absoluten Wander-Highlights im Programm hat.



Zu diesen zählt die Masca-Schlucht, deren Eingang im gleichnamigen Dorf gut zu finden ist. Es geht drei Stunden zu Fuss durch die schroff gezackten Felswände, die aus Lavagestein bestehen und immer wieder von andersfarbigen Schichten durchzogen sind. Damit erlebe ich quasi zu Fuss Jahrmillionen Erdgeschichte, wobei nach jeder Wegbiegung eine andere Musterung in den Wänden zu finden ist. Am Ende höre ich Motorengeräusche, womit klar ist, dass der Strand nicht mehr weit weg ist.

Masca-Schlucht auf Teneriffa (Bild: quatremains, Wikimedia, CC)

Masca-Schlucht auf Teneriffa (Bild: quatremains, Wikimedia, CC)




Dort angekommen, warte ich mit vielen anderen auf das Boot, das nach Los Gigantes fährt. Und da erlebe ich tatsächlich, was ich bei den Tiershows im Loropark als künstlich empfand. Denn unser Boot wird von frei lebenden Delfinen begleitet, und immer wieder taucht eine Flosse oder eine Schnauze dicht neben dem Boot aus dem Wasser auf.



Das erste Mal auf Teneriffa bedeutet aber auch, dass ich noch unbedingt zum Pico de Teide muss. Der höchste Berg Spaniens ist ein lohnendes Rahmenprogramm für einen Aufenthalt hier. Denn wo man auch ist auf Teneriffa, der Gipfel ist immer Blickpunkt und lockt die Besucher. So auch mich, und ich mache mich mit dem Mietwagen auf den Weg zu einer der Flanken des Teides. Das Orotava-Tal ist nicht wirklich ein Tal im herkömmlichen Sinn, sondern viel mehr ein Stadtteil, oberhalb von Puerto de la Cruz, in dem sich viele herrschaftliche Fincas, Villen und Ferienwohnungen befinden.

Je weiter ich die Serpentinen nach oben fahre, desto einfacher werden die Bauten, die meist Bauernhöfe sind. Plötzlich verdichtet sich die Umgebung zu einem richtigen Märchenwald. Da es noch früh am Morgen ist, erlebe ich die Umgebung in einen faszinierenden Nebel getaucht, der den Kiefernwald fast etwas geheimnisvoll umgibt. Nach wenigen Kilometern ändert sich die Umgebung wieder und wird eher alpin. Doch bevor ich heimische Gefühle entwickeln kann, wird es plötzlich wüstenartig.

Blick auf den Pico de Teide (Bild: Fornax, Wikimedia, CC)

Blick auf den Pico de Teide (Bild: Fornax, Wikimedia, CC)

Rote und braune Felsformationen, deren scharfkantige Ecken in die Landschaft ragen, säumen nun die Strasse. Diese schlängelt sich durch erstarrte Lavaströme, womit ich an Szenen aus berühmten Hollywood-Blockbustern erinnert werde. Das ist aber auch nicht weiter verwunderlich, denn immerhin wurden genau hier am Abhang des Pico de Teide Szenen aus „Star Wars“ und „Planet der Affen“ gedreht. Die bizarre Landschaft ist aber auch wie geschaffen für solche Szenerien.
Oberstes Bild: Nordküste Teneriffas bei Los Realejos (© Petermann, Wikimedia, CC)

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