Unterwegs mit dem Schlauchboot: Nur 15 % tragen eine Rettungsweste

08.06.2021 |  Von  |  News

Die gesundheitliche Lage lädt weiterhin zum Outdoor-Sport ein – somit werden Wasseraktivitäten auch diesen Sommer sehr beliebt sein. Immer mehr Menschen befahren mit Schlauchbooten die Schweizer Gewässer.

Ein Unfall kann diesen Spass verderben, und in heiklen Situationen kann das Tragen einer Rettungsweste das Schlimmste verhindern. Doch nur 15 % der Gummibootpassagiere tragen eine solche Weste, wie eine neue Beobachtungsstudie der BFU zeigt.

Jedes Jahr begeben sich zahlreiche Menschen mit Schlauchbooten auf Schweizer Gewässer. Dieser Trend dürfte dieses Jahr bei schönem Sommerwetter kaum abreissen, da die gesundheitliche Situation das Gummiböötlen erlaubt. „Leider werden diese Ausflüge oft einfach als Spass mit Freunden und nicht als Sport angesehen“, stellt BFU-Wassersportexperte Christoph Müller fest.



Rund 2700 Personen beobachtet

Diese Einstellung zeigt sich auch bei der Rettungswesten-Tragquote. In einer kürzlich publizierten, umfangreichen Beobachtungsstudie, die die BFU letzten Sommer an rund 40 Standorten in der ganzen Schweiz durchgeführt hat, liess sich feststellen, dass nur 15 % der rund 2700 Personen auf Schlauchbooten eine Rettungsweste trugen.

Für Christoph Müller ist die Rettungsweste vergleichbar mit einer Lebensversicherung: „Wenn bei einem Unfall die Weste gut sitzt und über einen Kragen verfügt, dann dreht sie eine bewusstlose Person auf den Rücken und hält so das Gesicht und die Atemwege über Wasser.“ Das Tragen einer Rettungsweste kann nicht nur bei einem Schlauchboot-Unfall Leben retten, sondern auch bei jeder anderen Art von Boot sowie beim Stand-up-Paddeln.

Gummiboote nie zusammenbinden

Bei Flussfahrten lohnt es sich, neben dem Tragen einer Rettungsweste einige weitere Sicherheitsempfehlungen zu beachten. Gemeinsam mit der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) rät die BFU den Gummiböötlern, bei Gruppenfahrten die Boote nie zusammenzubinden und mit einem allfälligen Alkoholkonsum zu warten, bis sie wieder am Ufer sind. Zudem ist dringend empfohlen, sich vorher zu informieren, wo es geeignete Stellen für den Ein- und Ausstieg gibt.

 

Quelle: Beratungsstelle für Unfallverhütung
Bildquelle: Beratungsstelle für Unfallverhütung

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