Wandern in Südtirol – die Dolomiten bieten herrliche Ziele

01.05.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Wandern in Südtirol – die Dolomiten bieten herrliche Ziele
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Davon träumen viele, die in den Ferien gerne aktiv unterwegs sind: ein Berg, der sich mit wenig Mühe besteigen lässt und gar nicht so steil ist. Dennoch bietet er viel Abwechslung und eine perfekte Kombination aus faszinierender Bergwelt und urigen Berghütten. Die Rede ist von zwei Traumbergen in Südtirol, dem Langkofel und dem Plattkofel.

Ausgangsort St. Ulrich lädt mit Urigkeit zum Verbleiben ein

Ich habe mir für meinen Aufenthalt eine kleine Ferienwohnung in St. Ulrich gemietet. Hier sehe ich bereits meine beiden Ziele, die ich während der nächsten Tage erklimmen werde. Auch die Ortschaft selbst bietet viel Sehenswertes, gilt aber stets als Ausgangspunkt für die Umrundung der beiden Gipfel. Die Vielseitigkeit des Panoramarundweges ist längst kein Geheimnis mehr unter all den Anhängern von Wanderreisen, doch auf dem Weg ist man dennoch so gut wie alleine unterwegs.





Kuhweide mit dem Langkofel und dem Plattkofel im Hintergrund (Bild: H. Hoppe  / pixelio.de)

Kuhweide mit dem Langkofel und dem Plattkofel im Hintergrund (Bild: H. Hoppe / pixelio.de)




Der Start erfolgt auf einer Blumenwiese südlich von St. Christina, die jetzt im Frühjahr durch ihre zahlreichen bunten Farben überzeugt und herrlich duftet, bevor es langsam in felsiges Terrain übergeht. Mit dem Abstecher auf die Langkofelhütte erreiche ich schliesslich alpines Gelände und sehe faszinierende Schluchten und Felsabstürze. Auch ein herrlicher Blick auf die vergletscherte Marmolada und die Palagruppe ist mir vergönnt.

Der Bauernhof Insom in Gröden (Bild: Wolfgang Moroder, Wikimedia, CC)

Der Bauernhof Insom in Gröden (Bild: Wolfgang Moroder, Wikimedia, CC)

Der Weg führt mich weiter über einen Wiesenbuckel in Richtung Piz Ciaulong, wo ich Pferden und Kühen begegne, die hier gemütlich grasen. Das letzte Stück zur Langkofelhütte ist in weiten Serpentinen angelegt und erfordert meine ganze Anstrengung. Doch oben angekommen werde ich komplett entschädigt, denn hier liegt tatsächlich die Hütte, eingebettet in hohe Felswände. Ich schaue der Hüttenwirtin beim Backen zu und stärke mich mit köstlichem Brot und frischem Käse.

Weiter geht es nach links, auf den sogenannten Grödener Höhenweg, direkt zur Plattkofelhütte. Steil bergauf führt ein Pfad zum Hohen Eck, wo ich eine verdiente Rast einlege und die Gipfel rundherum betrachte. Doch noch bin ich nicht am Ende meines Weges angelangt, weiter bergauf liegt erst die Hütte, wo ich noch mal Rast mache und mich in einen Liegestuhl fallen lasse.



Geübte Wanderer sind für diesen ersten Abschnitt knapp drei Stunden unterwegs, wer allerdings so wie ich eher langsam unterwegs ist, braucht schon mal länger. Wobei klar ist, dass der Nachmittag einfach auf der Hütte mit Speis und Trank und vor allem herrlicher Aussicht genossen wird.

Grödener Höhenweg führt direkt zur Plattkofelhütte (Bild: Godromil, Wikimedia)

Grödener Höhenweg führt direkt zur Plattkofelhütte (Bild: Godromil, Wikimedia)




Übers Sellajoch geht es zurück zum Monte Pana

Zum Glück geht es anschliessend relativ eben weiter bis zum Rifugio Sandro Pertini. Der Weg ist nach einem gewissen Friedrich-August benannt und dauert knapp 45 Minuten. Die Steinerne Stadt ist das nächste Etappenziel auf meiner Wanderung; dabei handelt es sich um eine Felssturzzone mit zimmergrossen Felsblöcken und vielen Murmeltieren.

Leicht bergab gestaltet sich nun der weitere Weg zur Comici-Hütte, der auch den Langkofel umrundet. Auf der nördlichen Seite geht es anschliessend weiter, wobei ich mich für den Santner-Weg zum Monte Pana entscheide. Dieser führt wieder entlang von Wiesen und Wäldern, wobei ich auch die felsige Szenerie der beeindruckenden Bergwelt hinter mir lasse. Nach rund acht Stunden reiner Gehzeit bin ich wieder am Ausgangspunkt meiner Wanderreise zurück; es hat mir Spass gemacht, und so setze ich mir ein weiteres Ziel.

Ich möchte auf das. Dieser ist oben weitgehend flach, dafür jäh abfallend, und hat ein sehr markantes Profil. Beeindruckt lese ich nach, dass dieser Berg bereits in der jüngsten Eisenzeit 450–58 v. Ch. bestiegen wurde und damit zu den frühesten von Menschen bestiegenen Bergen zählt. Los geht es auf der Seiser Alm, der höchsten Hochalm Europas. Der Weg führt knapp eine Stunde vom Spitzbühel bis zur Saltnerhütte und beeindruckt durch die abwechslungsreiche Flora und Fauna.

Südtiroler Wahrzeichen – der Schlern (Bild: MJM Delnoij, Wikimedia, CC)

Südtiroler Wahrzeichen – der Schlern (Bild: MJM Delnoij, Wikimedia, CC)




Bezeichnenderweise ist der Weg auf den Gipfel als Touristensteig Nr. 1 bezeichnet. Er führt in Serpentinen auf das Plateau, wobei ich knapp zwei Stunden Gehzeit aufwenden muss. Oben begrüsst mich das Schlernhaus, das zu den ältesten Berghütten Südtirols zählt und ein beliebtes Nächtigungsziel darstellt. Auch ich lasse mir dieses Erlebnis nicht nehmen und schlafe gut und tief, nachdem ich den beeindruckenden Sonnenuntergang, der im gegenüberliegenden Rosengarten ein prächtiges Farbenspiel zaubert, genossen habe.

Gut gestärkt geht es am nächsten Morgen retour, und zwar über den Schlernrücken, an dessen Ende ich steile Serpentinen bergab zu bewältigen habe. Nach dem Durchgang durch die Rosszähne befinde ich mich auf einer mehr als lieblichen Almwiese, bevor ich die Laurinhütte erreiche und schliesslich meine Wanderung an der Bergstation am Spitzbühel beende.

 

Oberstes Bild: Der Langkofel in Gröden Südtirol (Bild: Wolfgang Moroder, Wikimedia, CC)

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