Wien – abseits von Sissi & Co.

02.06.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa, Städtereisen
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Wien – abseits von Sissi & Co.
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Wien wird meist mit der Hofburg, dem Stephansdom, der Kärnter Strasse, Mozarts Wohnung, dem Rathaus, den Cafés Landtmann und Demel oder anderen berühmten Bauwerken, Museen oder Sehenswürdigkeiten im 1. Bezirk in Verbindung gebracht. Auch Schönbrunn gehört zu Wien einfach dazu.

Doch die Stadt bezaubert nicht nur aufgrund dieser so oft beschriebenen Sehenswürdigkeiten oder wegen der Ausstellungen und Filme um Kaiserin Elisabeth – Wien hat noch so viele andere schöne Ziele, die leider viel zu oft vernachlässigt werden.



Der Ring

Schon der Ring, der die Begrenzung des inneren Bezirks an der Stelle der ehemaligen Verteidigungsanlagen darstellt, ist aufgrund seiner Bauten im historischen Stil sehenswert und gehört zum Weltkulturerbe „Historisches Zentrum der Stadt Wien“. Leider ist es nicht mehr wie früher möglich, mit einer Strassenbahnlinie des öffentlichen Nahverkehrs um den gesamten Ring zu fahren und die Bauten zu bewundern. Mit Umsteigen und kleinen Fusswegen lässt sich dies aber nach wie vor bewerkstelligen. Oder Sie benutzen die hierfür extra eingerichtete, etwas teurere Vienna Ring Tram, in welcher Sie über Kopfhörer wissenswerte Informationen erhalten. Dabei können Sie auch zwischen verschiedenen Sprachen wählen.

Vienna Ring Tram (Bild: My Friend, Wikimedia, CC)

Vienna Ring Tram (Bild: My Friend, Wikimedia, CC)

6. und 7. Bezirk – zwischen Ring und Gürtel



Bekanntestes Museum des 7. Bezirks ist sicherlich das Museumsquartier. Daneben finden sich aber noch weitere Sehenswürdigkeiten. Waren Sie zum Beispiel schon im Hofmobiliendepot? Hier sind Möbel verschiedenster Epochen ausgestellt und komplett eingerichtete Zimmer vermitteln Eindrücke in die Wohnkulturen bis in unsere Zeit. Hier stossen Sie natürlich auch unweigerlich wieder auf Möbel der verschiedenen kaiserlichen und königlichen Häupter, und damit auch auf Sissi, aber auch die Wohnkulturen des Bürgertums, der Wiener Moderne sowie der Nachkriegszeit bis heute sind hier vertreten.

Sie können sogar ausprobieren, ob die Sitzgelegenheiten unbequem oder bequem sind. Auch die Ursprünge unserer heutigen Bäder, wie mobiler Leibstuhl, Waschtische, Bidets oder die Entwicklung moderner Einbauküchen seit Ende der 50er-Jahre des letzten Jahrhunderts sind ausführlich dargestellt. Ein wirklich sehr zu empfehlendes, informatives und interessantes Museum, das Ihnen sicherlich öfter ein Schmunzeln entlocken wird.





Vor dem Museumsquartier in Wien (Bild: © Ralf Roletschek, Wikimedia, CC)

Vor dem Museumsquartier in Wien (Bild: © Ralf Roletschek, Wikimedia, CC)




Nach diesem Besuch haben Sie vielleicht Hunger – nicht nur wegen der ausgestellten Küchen und Kücheneinrichtungen. Wie wäre es mit einem Besuch beim Schnitzelwirt in der nicht weit entfernten Neubaugasse? Hier gibt es leckere Schnitzel zu einem recht günstigen Preis. Die Portionen sind sehr gross, man kann auch zu zweit von einer Portion mit Beilagen satt werden. Sie ahnen es sicher schon: Es ist meist sehr voll, weswegen Sie keinen Tisch für sich erwarten können, sondern diesen mit anderen Gästen teilen müssen – nein, teilen dürfen.

Die Grenze zwischen 6. und 7. Bezirk bildet die Mariahilfer Strasse, neben Kärnter Strasse und Graben eine weitere bekannte Einkaufsstrasse von Wien, die auch für den bescheideneren Geldbeutel Möglichkeiten bietet. Zwischen den vielen Geschäften und Einkaufsketten finden sich immer wieder Kaffees, Restaurants, Eiskaffees, aber auch Würstelstände mit ihren teilweise gewöhnungsbedürftigen Angeboten: eine Eitrige und ein 16er-Blech. Gemeint sind hiermit ein Käsekrainer (eine Wurst mit darin enthaltenen Käsestückchen) und ein Bier der im 16. Bezirk liegenden Brauerei Ottakring.

Im 6. Bezirk befindet sich auch das in einem ehemaligen Weltkriegsbunker untergebrachte Meeresmuseum der Stadt Wien. Gehen Sie die angrenzende Gumpendorfer Strasse weiter Richtung Innenstadt, gelangen Sie zum Café Sperl, einem denkmalgeschützten Kaffeehaus der Stadt Wien.

Café Sperl in Wien (Bild: Mary2605, Wikimedia, CC)

Café Sperl in Wien (Bild: Mary2605, Wikimedia, CC)

Ein Bezirk jenseits des Donaukanals: der 2. Bezirk

Dieser liegt zwischen Donau und Donaukanal und bietet mit den grossen Grünanlagen Augarten und Prater einiges an Erholungswert. Mit der Liliputbahn können Sie vom Wurstelprater (Prater Hauptbahnhof) aus in die angrenzenden ausgedehnten Grünanlagen fahren und dort an mehreren Haltestellen (Schweizer Haus, Rotunde, Stadion) aus- und einsteigen. Einblicke in die Produktion von Porzellan erlaubt die im Augarten befindliche Manufaktur, in der Sie sich über die Herstellung, das Brennen und Bemalen von Porzellan anhand einer Führung durch die noch produzierenden Werkstätten informieren lassen können.

Die abendlich beleuchtete Schwedenbrücke am Donaukanal (Bild: Joadl, Wikimedia, CC)

Die abendlich beleuchtete Schwedenbrücke am Donaukanal (Bild: Joadl, Wikimedia, CC)

Der 2. Bezirk war, seitdem die jüdische Bevölkerung im 17. Jahrhundert aus der Innenstadt vertrieben worden war, stark jüdisch geprägt. Trotz der furchtbaren Ereignisse im sogenannten Dritten Reich finden sich überall im Bezirk nach wie vor Spuren des jüdischen Lebens vor dem Zweiten Weltkrieg; und in zunehmendem Masse auch des wiedererstarkenden jüdischen Lebens von heute, das unter anderem durch Geschäfte mit koscheren Lebensmitteln und Synagogen in Wien präsent ist.

Bereits diese kleine Anzahl an ausserhalb des Rings gelegenen Bezirken mit einstelliger Zahl (Wien hat 23 Stadtbezirke) zeigt, dass Wien, neben den bekannten Sehenswürdigkeiten im ersten Bezirk oder Schönbrunn in Hietzing, auch bei mehreren Besuchen immer wieder Neues und Interessantes zu bieten hat. Erwähnt werden sollten unbedingt noch medizinisch-naturwissenschaftlich ausgerichtete Museen, der Zentralfriedhof, die Wandermöglichkeiten im Lainzer Tiergarten und im Wiener Wald oder der Heurige. Sie sehen: Wien ist immer eine Reise wert!



 

Oberstes Bild: Blick vom Turm der Pfarrkirche St. Othmar auf die Donau City, den Prater und die Franz-von-Assisi-Kirche, Wien (© Peter Haas, Wikimedia, CC)

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