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Zwischen Mitternachtssonne und Polarlicht: norwegisches Inselparadies Lofoten

14.05.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Zwischen Mitternachtssonne und Polarlicht: norwegisches Inselparadies Lofoten
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Malerische Fjorde und atemberaubende Gebirgslandschaften, einsame Buchten und abgelegene Fischerdörfchen: Die Lofoten bieten auf einer Fläche von nur 1227 km² eine Vielzahl an Eindrücken, die den Besucher fast schon überfordert. Beinahe senkrecht scheinen die mächtigen Berge der Lofoten aus dem Meer hervorzuragen und versprühen dabei vielerorts die Faszination mächtiger Hochgebirge.

Rund 80 Inseln umfasst die Gruppe der Lofoten, zu Deutsch „Luchsfuss“. Im äussersten Norden Norwegens überraschen die Lofoten mit einer ungewöhnlichen Vielfalt: Im Osten geschützte Buchten, malerische Dörfchen und einige der schönsten Strände Norwegens, an der ungeschützten Westküste das unwirtliche Atlantikklima, das der Inselgruppe dank Golfstrom-Einfluss zugleich überraschend milde Temperaturen für ihre nördliche Lage beschert.



Die Lofoten liegen deutlich über dem Polarkreis, auf einer Höhe mit Grönland, Nordsibirien und dem nördlichen Alaska. Trotzdem sind Temperaturen von über 20°C im Sommer keine Seltenheit, und auch die Winter bleiben an Norwegens Westküste meist überraschend mild. An die nördliche Lage werden Reisende dennoch immer wieder erinnert – nicht zuletzt durch die Mitternachtssonne von Mai bis Juli und durch die Polarlichter, die auf den Lofoten besser als irgendwo sonst in Norwegen beobachtet werden können.

Djupfjord auf der Insel Moskenesøy (© Ximonic / Wikimedia / CC)

Djupfjord auf der Insel Moskenesøy (© Ximonic / Wikimedia / CC)




Lofoten – Zentrum des norwegischen Fischfangs

Schon seit Tausenden von Jahren hat der Fischfang auf den Lofoten Tradition, und so ist es nicht verwunderlich, dass fast alle Ortschaften als Fischerorte an der Ostküste der Inseln gegründet wurden. Vor allem die Heringsvorkommen des 19. Jahrhunderts führten zu einem Bevölkerungsanstieg, und bis heute bildet der Fischfang gemeinsam mit dem Tourismus die wichtigste Einnahmequelle für die Bewohner. Aktuell ist es vor allem Dorsch, der zwischen Januar und April auf den Lofoten gefangen wird. Aus ganz Norwegen reisen zu diesem Zweck Fischer auf die Inselgruppe, und in der Folge zählt der trocknende Dorsch zu den häufigsten Anblicken, die dem Besucher auf seiner Rundreise begegnen.



Auch die Wikinger errichteten einst mehrere Siedlungen auf den Lofoten, zu denen auch Häuptlingshöfe zählten und von denen eine in Borg auf der Insel Vestvågøy nachgebaut wurde. Die Siedlung Borg, in den 1980er Jahren ausgegraben, entstand im 2. Jahrhundert n. Chr. und umfasste in der Wikingerzeit weit über hundert Höfe mit rund 1800 Bewohnern. In strategisch günstiger Lage auf einer Anhöhe bildet ein Langhaus aus dem 5. oder 6. Jahrhundert den Mittelpunkt der Ausgrabungsstätte. Hier wurden Alltagsgegenstände und Schmuck aus unterschiedlichen Epochen gefunden, die heute im Wikingermuseum ausgestellt sind. Das Wikinger-Langhaus von Borg ist das grösste seiner Art, das jemals entdeckt wurde.





Wikingermuseum in Borg (© Petr Šmerkl / Wikipedia / CC)

Wikingermuseum in Borg (© Petr Šmerkl / Wikipedia / CC)

Svolvær am Trollfjord

Svolvær, den grössten Ort der Lofoten, kann kaum als Stadt bezeichnet werden. Gerade einmal 4000 Einwohner hat der Fischerort, der gemeinsam mit Stamsund zu den beiden Zielhäfen der Hurtigruten auf den Lofoten zählt. Vor der Kulisse mächtiger Felsberge, darunter mit dem Berg Svolværgeita das Wahrzeichen des Ortes, lockt Svolvær vor allem mit seinen unzähligen Kunstgalerien und Ateliers bekannter norwegischer Künstler. Viele Werke des ortsansässigen Künstlers Dagfinn Bakke können nicht nur in seinem Atelier in Svolvær, sondern auch auf einigen der Hurtigrutenschiffe betrachtet werden.

Bekannt ist Svolvær vor allem für den Trollfjord, einen Seitenarm des Raftsunds, der die Lofoten von den Vesterålen-Inseln trennt. An der Einfahrt kaum 100 m breit, beeindruckt der Trollfjord mit seinen mächtigen Felswänden, die vielerorts rund 1000 m senkrecht in die Höhe ragen. Noch heute können an den steilen Wänden die Inschriften von passierenden Schiffen gesehen werden, die einst nach alter Sitte Datum und Schiffsnamen an den Felswänden verewigten.





Fahrt durch den Trollfjord (© MeRyan / Wikimedia / CC)

Fahrt durch den Trollfjord (© MeRyan / Wikimedia / CC)

Romantische Strände, schroffe Gebirge und malerische Fjorde

Die landschaftliche Vielfalt der Lofoten ist nicht nur der Kombination aus nördlicher Lage und mässigendem Golfstrom-Einfluss zu verdanken. Auch die steil aufragenden Gebirge der Inselgruppe tragen ihren Teil dazu bei, den Besucher innerhalb von kurzer Zeit von einer Welt in eine völlig andere zu versetzen. Von malerischen Fjorden, geschützten Badebuchten und idyllischen Fischerdörfchen werden auf kurzen, aber steilen Aufstiegen alpine Bergwelten erreicht, die schnell die subarktische Lage der Lofoten in Erinnerung rufen. Dabei eröffnet sich den Wanderern immer wieder die atemberaubende Szenerie der umliegenden Inseln, Fjorde und Berglandschaften.

Viele der naturbelassenen Sandstrände an der Ostküste zählen zu den schönsten Stränden Norwegens, während die Weststrände im Sommer einen besonders schönen Blick auf die Mitternachtssonne erlauben. Die beschaulichen Fischerdörfchen scheinen mit ihrer charakteristischen Holzbauweise vielerorts einer Postkarte entsprungen zu sein, und nicht selten stehen die kleinen roten Fischerhütten auch den Touristen als Unterkunft zur Verfügung. In traumhafter Panoramalage bilden die Hütten oft eine aussergewöhnliche Alternative zum Hotel oder Gästehaus.

Fischerdorf Reine auf der Insel Moskenesøya (© Petr Šmerkl / Wikipedia / CC)

Fischerdorf Reine auf der Insel Moskenesøya (© Petr Šmerkl / Wikipedia / CC)

Für Wanderer bieten sich auf den Lofoten auch abseits der markierten Wege unzählige Möglichkeiten. Auf den Inseln herrscht wie überall in Norwegen das Jedermannsrecht, wodurch sich jeder nach Belieben in der freien Natur bewegen kann. Einfache Wege und Trampelpfade zeugen davon, dass nicht wenige Besucher von diesem Recht Gebrauch machen, und dienen Neuankömmlingen als Orientierungshilfe auf der Suche nach den schönsten Stellen. Auf schweisstreibende Aufstiegen müssen sich Wanderer auf den Lofoten allerdings gefasst machen, denn der Weg zu den schönsten Aussichtspunkten führt oftmals von den Küstenorten aus steil in die Höhe.

 

Oberstes Bild: Aussicht vom Berg Reinebringen bei Reine (© Vasile Cotovanu / Wikimedia / CC)

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