Alanya – die türkische Riviera von ihrer schönsten Seite entdecken

07.06.2014 |  Von  |  Alle Länder, Naher Osten
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Alanya – die türkische Riviera von ihrer schönsten Seite entdecken
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Mit kilometerlangen Sandstränden, luxuriösen Hotelanlagen und einem abwechslungsreichen Nachtleben zählt Alanya zu den populärsten Reisezielen an der türkischen Riviera. Und ebenso wie in vielen anderen Badeorten beschränken sich auch in Alanya die meisten Besucher darauf, am Strand zu entspannen, die türkische Küche zu geniessen und auf Souvenir-Jagd zu gehen.

Alanyas sonnengebadete Strände sind tatsächlich das unbestrittene Highlight jeder Ferienreise, aber auch in kultureller Hinsicht hat die Stadt einiges zu bieten. Alanyas Geschichte reicht mehrere Tausend Jahre zurück, und viele historische Bauwerke und Festungsanlagen sind bis heute erhalten.



Bekannt ist Alanya auch für seine Tropfsteinhöhlen, von denen eine sogar für den touristischen Aufschwung der Stadt verantwortlich ist. Die Stalaktitengrotte Damlataş wurde 1948 bei Arbeiten im Stadthafen entdeckt und ist heute eine der wichtigsten touristischen Attraktionen von Alanya. Die Luft in der Höhle hat eine nachgewiesen heilende Wirkung auf die Atemwege.

Ausflugsboot vor dem Roten Turm (© Nize / Wikimedia / CC)

Ausflugsboot vor dem Roten Turm (© Nize / Wikimedia / CC)

Vom Piratenstützpunkt zum Ferienparadies

Alanyas antiker griechischer Name Korakesion, zu Deutsch Rabenhorst, ist dem mächtigen Felsvorsprung vor der Stadt zu verdanken. Hier wurde einst die antike Siedlung errichtet und in der hellenistischen Zeit mit einer Festungsmauer versehen. Trotz ihrer wehrhaften Lage wurde die Stadt im 2. Jahrhundert v. Chr. von Piraten erobert und diente über 200 Jahre lang als Piratenfestung. Erst 67 v. Chr. eroberte der römische Feldherr Pompeius Alanya.



1221 wurde Alanya durch den seldschukischen Sultan Alaeddin Kai Kobad I. erobert, dessen Palast auf dem heutigen Burgberg stand. Der seldschukischen Herrschaftszeit verdankt Alanya viele seiner bedeutendsten Bauwerke, allen voran die Schiffswerft und den Roten Turm. Im 15. Jahrhundert wurde die Stadt schliesslich Teil des Osmanischen Reiches. Nach dem Ersten Weltkrieg fiel Alanya für einige Jahre an Italien, wurde anschliessend aber wieder an die Türkische Republik abgetreten.





Überreste von Alanyas alter Festungsmauer (© Timo / Wikimedia / CC)

Überreste von Alanyas alter Festungsmauer (© Timo / Wikimedia / CC)




Besuch auf dem Burgberg

Der Burgberg von Alanya reicht vom Stadthafen bis hoch über die Stadt und eröffnet einen traumhaften Ausblick auf die umliegenden Küstenlandschaften. Ausserdem sind hier die alten Festungsanlagen von Alanya aus unterschiedlichen Epochen zu finden. Das genaue Alter der Burganlage ist bis heute unbekannt; sie diente jedoch schon im 2. Jahrhundert v. Chr. als Piratenfestung. Erhalten sind mehrere bedeutende Bauwerke aus der seldschukischen Zeit, darunter die seldschukische Schiffswerft aus dem Jahr 1228 und der Rote Turm, das Wahrzeichen der Stadt. Der imposante Backsteinturm mit 33 m Höhe war ursprünglich Teil der Burg von Alanya und beherbergt heute das ethnographische Museum der Stadt.

Im historischen Stadtzentrum auf dem Burgberg können zwischen den Ruinen der alten Festungsmauern weitere historische Gebäude besichtigt werden, darunter ein Badehaus und die Süleymaniye-Moschee aus dem 14. Jahrhundert, die einige bedeutende Holzschnitzereien aus osmanischer Zeit umfasst. Die Karawanserei Han Bedesten diente einst reisenden Kaufleuten als Unterkunft. Direkt nebenan liegen die Ruinen einer Marktanlage, in der die Händler vermutlich einst ihre Waren anboten.

Blick auf den Kleopatra-Strand (© Omejeroen / Wikimedia / CC)

Blick auf den Kleopatra-Strand (© Omejeroen / Wikimedia / CC)

Strand, Meer, mediterranes Flair – Alanyas schönste Seite

Alanyas traumhafte Strände ziehen sich über eine Strecke von 20 km an der Küste entlang, und einen Besuch wert ist vor allem der Kleopatra-Strand westlich der Stadt. Vor der Kulisse von Alanyas mächtiger Felshalbinsel zieht sich der Strand an der Küstenpromenade entlang und bietet beste Gelegenheit, die Mittelmeersonne zu geniessen oder sich bei einem Bad im kristallklaren Wasser zu erfrischen. Strandbars, Restaurants und Sportanlagen bieten für jeden Geschmack ein abwechslungsreiches Programm.

Wer sich für einen Tagesausflug mit einem der vielen Ausflugsboote entscheidet, kann nicht nur den Kleopatra-Strand, sondern auch die Tropfsteinhöhlen rund um die Stadt auf einer geführten Tour entdecken. Ein besonderes Erlebnis ist die Fahrt zur Aşıklar-Höhle an der Südspitze der Halbinsel. Die Höhle zieht sich in schlauchartiger Form durch den Felsen und endet an der Westseite in 15 m Höhe – ganz Mutige entscheiden sich hier zum Klippensprung ins Meer.

Ausflugsboote und Klippenspringer an der Aşıklar-Höhle (© kallerna / Wikimedia / CC)

Ausflugsboote und Klippenspringer an der Aşıklar-Höhle (© kallerna / Wikimedia / CC)

Aber auch Alanya selbst bietet Gelegenheit zu entspannten Ausflügen – sei es, um auf den Märkten der Stadt auf Schnäppchenjagd zu gehen oder sich in einem der vielen Terrassencafés bei einem türkischen Kaffee zu entspannen. Abseits der touristischen Bereiche erwarten traditionsreiche Restaurants ihre Gäste mit kulinarischen Köstlichen der Extraklasse, und dank der hohen Anzahl an Einwanderern aus ganz Europa weist Alanya auch eine grosse Anzahl an Kneipen und Bars mit internationalem Ambiente auf.

Weiter geht’s: die türkische Riviera von Alanya aus entdecken

In 60 km Entfernung zum Badeort Side und nur wenige Fahrtstunden von Antalya entfernt, bietet Alanya beste Gelegenheit, die türkische Riviera auf Tagesausflügen zu entdecken. Südöstlich von Alanya lädt die Kleinstadt Anamur zu einem Besuch ein, die nur 76 km von Zypern entfernt ist und bei gutem Wetter einen direkten Blick auf die Mittelmeerinsel erlaubt. Ausserhalb der Stadt Anamur selbst kann die antike Stadt Anemurion besichtigt werden, eine alte römische Siedlung, deren Ursprünge bis ins 8. Jahrhundert v. Chr. zurückreichen.

Antike Stadt Anemurion (© Островский Александр / Wikimedia / CC)

Antike Stadt Anemurion (© Островский Александр / Wikimedia / CC)

Von Alanya aus ist es auch möglich, Kyrenia in Nordzypern mit der Fähre zu besuchen. Während der Hochsaison von Mai bis September bieten mehrere wöchentliche Fährverbindungen Gelegenheit, die malerische Hafenstadt am Fusse der Beşparmak-Berge zu erkunden und einen Einblick in das Leben im türkischen Nordzypern zu erhalten.



 

Oberstes Bild: Blick vom Burgberg auf Alanya (© Seleoniv / Wikimedia / CC)

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