Amrum – individuell und mit natürlichem Charme

29.04.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Amrum – individuell und mit natürlichem Charme
5 (100%)
1 Bewertung(en)

Hoch oben im Norden, an der Grenze zu Dänemark, wo die Möwen kreischen und die Wellen an den weiten Strand schlagen, liegt Amrum. Die Insel gehört wie Sylt und Föhr zu den Nordfriesischen Inseln.

Amrum ist eine Insel für Individualisten, für Naturliebhaber und Familien mit Kindern. Schon die Anreise ist ein Erlebnis – mit dem Zug oder dem Auto geht es bis nach Dagebüll und von dort mit der Fähre durch das Wattenmeer über Föhr zum Amrumer Hafen Wittdün.



Weite, Watt und Wälder

Amrum ist die waldreichste der drei Nordseeinseln, wenn man bei den niedrigen Kiefernwäldern am Rande der Nordsee überhaupt von Wäldern sprechen kann. Sie bieten jedoch guten Schutz vor den mitunter rauen Seewinden und Unannehmlichkeiten des Wetters und bereichern das Landschaftsbild ungemein. Ursprünglich dienten die Bepflanzungen zum Anlocken der Enten in den Vogelkojen, die hier Rast machten und zu Tausenden dabei in die Fallen gerieten. Letztendlich landeten sie dann als Entenbraten auf den Tafeln der Reichen. Die Vogelkojen waren ein einträglicher Nebenerwerb auf den Inseln, bevor die Badegäste kamen, um Körper und Seele an der frischen Nordseeluft und im salzigen Meerwasser zu regenerieren.

Auf Amrum steht heute noch der Erholungsfaktor im Vordergrund, deshalb blieb die Insel bislang von Massentourismus und lautem Trubel verschont. Eine schier endlose Weite bietet der breite Strand Kniepsand im Westen der Insel. Hier können Sie nach Herzenslust bei Wind und Wetter am Flutsaum spazieren gehen und die wohltuende Wirkung der Elemente spüren. Im Sommer locken Badefreuden und Wassersport. Vor allem das Kiten gewinnt auf Amrum immer mehr Anhänger.

Ein grosses Erlebnis für Gross und Klein sind jedoch die Wattwanderungen im Inselosten. Wandern Sie in Begleitung eines erfahrenen, ortskundigen Wattführers über den Meeresboden und geniessen Sie das Gefühl grenzenloser Weite. Im Wechsel der Gezeiten zieht sich das Meer alle sechs Stunden zurück und beginnt dann wieder zu fluten. Das freiliegende Watt ist dann ein kleiner Kosmos für sich, mit wassergefüllten Prielen, Sandbänken und schlammigen Tiefen. Hier gibt es Seesterne, Krebse und Muscheln zu bestaunen. Wussten Sie, dass der Nationalpark Wattenmeer im Jahr 2009 zum Weltnaturerbe erklärt wurde?





Wattwanderung zwischen Amrum und Föhr (Bild: Dirk Schmidt, Wikimedia, CC)

Wattwanderung zwischen Amrum und Föhr (Bild: Dirk Schmidt, Wikimedia, CC)

Wellen, Wind und Wellness

Amrum bietet im Osten der Insel flache Badebuchten und im Westen die gewaltige Brandung der Nordsee. Vom Segeln über das Surfen bis zum Kiten ist auf Amrum jeglicher Wassersport nahezu ganzjährig möglich. Surf- und Segelschulen bieten Kurse an und verhelfen zu ersten Erfolgen auf dem Wasser. Die Insel selbst lässt sich jedoch am besten hoch zu Ross oder mit dem Rad erkunden. Ausgewiesene Rad- und Reitwege durch die blühende Heide, die Dünenlandschaften und grüne Marschen machen Ferien auf Amrum zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Wenn Sie genug frische Luft geschnappt und sich vorerst an der unendlichen Weite sattgesehen haben, können Sie sich im Thalasso Zentrum in Wittdün rundherum verwöhnen lassen – Solairmed, Rasul, Dampfbad und Bio-Sauna warten auf Sie. Daneben lädt das Badeland inklusive Wellenbad zum Schwimmen und Planschen ein.



Idyllische Friesendörfer und Seefahrerromantik

Amrum ist die kleinste der drei Nordseeinseln, aber mit grosser Seefahrertradition. Norddorf, Nebel, Steenodde, Wittdün und Süddorf prägen neben der Natur und den Elementen das Erscheinungsbild der Insel. Von Nord- und Süddorf aus führen lange Bohlenwege durch die Dünen direkt an den Kniepsand. Zum Teil ist hier FKK-Baden an ausgewiesenen Strandabschnitten erlaubt. Süddorf hat sich sein ländliches Flair bewahrt. Bauernhöfe und ein Ponyhof lassen Kinderherzen höher schlagen.





Blick vom Dünenübergang am Westende des Dünensees "Wriakhörn" über den Kniepsand (Bild: Dirk Schmidt, Wikimedia, CC)

Blick vom Dünenübergang am Westende des Dünensees „Wriakhörn“ über den Kniepsand (Bild: Dirk Schmidt, Wikimedia, CC)

Das ehrwürdige Friesendorf Nebel mit der St.-Clemens-Kirche hat sich seinen unwiderstehlichen Charme bewahrt und lockt mit malerischen Friesenhäusern, gemütlichen Cafés und kleinen Geschäften. Hoch über dem Dorf thront noch die alte Windmühle aus dem Jahr 1771, die heute als Museum dient. Zu besichtigen ist auch ein historisches Friesenhaus aus der Epoche der Seefahrt von 1736, in dem nahezu alles im Originalzustand erhalten ist und das einen guten Einblick in die Wohn- und Lebensverhältnisse der „guten alten Zeit“ geben kann.

Steenode liegt direkt am Watt zwischen Nebel und Wittdün. Gepflegte Friesenhäuser mit Blumengärten davor, dümpelnde Boote am Steg hinter dem Deich und Grabhügel aus der Bronzezeit verleihen dem Dorf eine besondere Note.

Norddorf auf Amrum – friesische Architektur (Bild: Mathias Bigge, Wikimedia, CC)

Norddorf auf Amrum – friesische Architektur (Bild: Mathias Bigge, Wikimedia, CC)

Ausflüge und Aktivitäten

Sollte es den Kindern dennoch einmal langweilig werden, erwartet das Abenteuerland Amrum in einer 1300 Quadratmeter grossen Scheunenhalle in Norddorf Alt und Jung. Hier kann geklettert, gehüpft und getobt werden und sicher werden dabei auch schnell neue Freundschaften geschlossen. Ausflüge zu den Halligen und den Nachbarinseln Sylt und Föhr bieten die Ausflugsschiffe während der Saison. Auf der Eilun dürfen die Kinder sogar mal am Steuer stehen.

Kegelrobben am Jungnamensand bei Amrum (Bild: M.Buschmann, Wikimedia, CC)

Kegelrobben am Jungnamensand bei Amrum (Bild: M.Buschmann, Wikimedia, CC)

Alle Schiffe steuern die Seehund- und Kegelrobbenbänke im Wattenmeer zu bestimmten Zeiten an. Die Beobachtung der niedlichen Tiere aus nächster Nähe ist für Alt und Jung ein einzigartiges Vergnügen. Eine weitere Attraktion ist der 42 Meter hohe Leuchtturm von Amrum. Er ist das Wahrzeichen der Insel und der höchste Leuchtturm der gesamten deutschen Nordseeküste.

Für kulinarische Genüsse sorgen die vielen guten Restaurants auf der Insel. Fangfrischen Fisch und Krabben erhalten Sie am Hafen. Nur noch ein einziger Fischer fährt noch täglich hinaus; den sollten Sie nicht verpassen, um sich Ihr Abendessen rechtzeitig zu sichern.



 

Oberstes Bild: Die Nordseeinsel Amrum bietet weite Strände, Natur und viel Erholung. (© Klawonn / pixelio.de)

Wo liegt dieses Reiseziel?

Über Kirsten Schlier

Die Agentur belmedia GmbH beliefert die Leserschaft täglich mit interessanten News, spannenden Themen und tollen Tipps aus den unterschiedlichsten Bereichen. Nahezu jedes Themengebiet deckt die Agentur belmedia mit ihren Online-Portalen ab. Wofür wir das machen? Damit Sie stets gut informiert sind – ob im beruflichen oder privaten Alltag!


Ihr Kommentar zu:

Amrum – individuell und mit natürlichem Charme

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.