Australien, Teil 1: Erlebnisreiche Tage in Sydney

04.02.2014 |  Von  |  Australien
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Eine Reise nach Australien war ein lange gehegter Traum, den wir uns im vergangenen Jahr endlich erfüllt haben. Beschäftigt haben wir uns mit diesem Land schon lange, und entsprechend viele Reiseführer und Atlanten wurden gewälzt. Es sollte ja schliesslich eine perfekte Reise werden. Da Sydney in jedem Fall als eines der Ziele in Australien auserkoren war, lag es auf der Hand, in der wohl berühmtesten Stadt Australiens unsere Reise zu beginnen.

Anfang September ging es endlich los. Die Koffer waren gepackt und mit dem Flieger ging es von Berlin via Singapur nach Sydney. Etwas erschöpft entstiegen wir nach mehr als 25-stündigem Flug dem Flugzeug und liessen uns erst einmal ins Hotel im Stadtzentrum bringen.



Da wir während des Fluges kaum ein Auge zumachen konnten, legten wir uns schlafen, was ganz praktisch war, da es später Nachmittag war. Für den ersten Tag in Sydney haben wir uns nur wenig vorgenommen. Wir wollten zunächst mal ankommen und bei angenehmen Temperaturen von 24 Grad ging es ans Wasser. Viel hatten wir ja schon vom Biondi Beach gehört, der ja so etwas wie einen Kultstatus unter den Stränden Australiens geniesst. Also nichts wie rein ins Auto und ab an den Strand.

Dies ist ein Reisebericht über Australien in drei Teilen:

1. Teil, Australien: Erlebnisreiche Tage in Sydney

2. Teil, Australien: Zwischen Felszeichnungen und Leistenkrokodilen

3. Teil, Australien: Cairns und das Great Barrier Reef

Biondi Beach hat Kultstatus



Der Biondi Beach ist nur einer von mehreren Stränden, die sich rund sieben Kilometer östlich des Stadtzentrums am direkt am offenen Pazifik befinden und durch Felsformationen voneinander getrennt sind. Er ist seit jeher ein beliebter Treffpunkt von Surfern und ein weltweit bekannter Hotspot der Szene. Und davon konnten wir uns selbst ein Bild machen.

Zahlreiche Surfer tummelten sich vor dem Strand im Wasser und nutzen die schöne Brandung des Meeres aus. Da der Strand bei Touristen, aber auch Einheimischen sehr beliebt ist, hatten die Surfer eine entsprechende Kulisse. Wir suchten uns in dem herrlich feinen Sand ein etwas ruhigeres Plätzchen, genossen die wärmenden Sonnenstrahlen und liessen das Treiben erstmal auf uns wirken. Später versuchte ich mich dann selbst einmal als Surfer. Aber das war dann doch etwas anderes als Windsurfing.

Das funktioniert ja eigentlich ganz ordentlich, aber das war dann doch eine Nummer grösser. Das lag sicher auch mit an der Brandung, denn solche Wellen hatte ich noch nicht erlebt. Dennoch war der Fun-Faktor hoch und hatten wir einfach ein tolles Erlebnis.

Biondi Beach in Sydney beim Sonnenuntergang  (Bild: Taro Taylor, Wikimedia, CC)

Biondi Beach in Sydney beim Sonnenuntergang (Bild: Taro Taylor, Wikimedia, CC)




Harbour Bridge und Opernhaus

Wir waren aber nicht nur wegen der tollen Strände nach Sydney gekommen, wir wollten natürlich auch etwas von der Stadt sehen. Zuallererst zog es uns zur berühmten Harbour Bridge, die mit ihrer Länge von 503 Metern zu den längsten Bogenbrücken der Welt gehört. Insgesamt hat die Brücke eine Länge von knapp 1150 Metern und ist am höchsten Punkt 134 Meter über der Wasseroberfläche.

Harbour Bridge in Sydney bei Nacht (Bild: Ralf Pfeifer, Wikimedia, CC)

Harbour Bridge in Sydney bei Nacht (Bild: Ralf Pfeifer, Wikimedia, CC)

Von der Brücke bietet sich ein fantastischer Blick auf das nächste Wahrzeichen der Stadt, dem Sydney Opera House. Diese herrliche Ansicht hat wohl jeder schon genossen – und wenn es nur auf Bildern war. Noch spektakulärer wird der Marsch über die Brücke dann bei Nacht, wenn die Stadt in allen möglichen Farben leuchtet und die bunten Lichter vom Wasser noch reflektiert werden. Ein grandioser Anblick.

Natürlich schauten wir uns das Opernhaus auch aus der Nähe an. Schon die Konstruktion des Hauses, das Segeln oder Muscheln nachempfunden ist, stellt etwas Aussergewöhnliches dar und ist nicht von ganz ungefähr als Weltkulturerbe eingestuft. Es ist eines der grössten Kulturzentren der Erde. Seine fünf Säle bieten mehr als 5500 Menschen Platz. Hier werden im Jahr rund 2500 Veranstaltungen durchgeführt, die etwa 4 Millionen Besucher anziehen. Wir konnten uns nicht zu einer Abendvorstellung durchringen, liessen uns aber eine Führung durch das imposante Opernhaus nicht entgehen, das übrigens über eine phänomenale Akustik verfügen soll.





UNESCO Weltkulturerbe - Sydney Opera House (Bild: Chmehl, Wikimedia, CC)

UNESCO Weltkulturerbe – Sydney Opera House (Bild: Chmehl, Wikimedia, CC)

Australiens älteste Museen

Das Zentrum Sydneys ist relativ überschaubar und beschränkt sich im Wesentlichen auf die Altstadt „The Rocks“. Sie ist unbedingt sehenswert und zu Fuss vom Opera House und der Harbour Bridge zu erreichen. Nicht versäumen sollte man dabei die alten Lagerhäuser, die entlang der Bucht Sydney Cove liegen. Eines der ältesten Gebäude Australiens ist in der George Street zu sehen. Es wurde im Jahr 1816 erbaut und ist das älteste noch existierende Gebäude der Stadt.

Unbedingt empfehlenswert sind die Museen der Stadt. Wir haben drei von ihnen besucht und waren beeindruckt. In unmittelbarer Nähe des Hyde Park befinden sich die Hyde Park Barracks, eine ehemalige Sträflingskolonie. Wie ja allgemein bekannt ist, begann die dauerhafte europäische Besiedlung Australiens durch Sträflinge. Die heute darin untergebrachte Dauerausstellung informiert anschaulich über das Leben der damaligen Sträflinge in Australien am Ende des 18. Jahrhunderts.

Hyde Park Barracks (Bild: Sputniktilt, Wikimedia, CC)

Hyde Park Barracks (Bild: Sputniktilt, Wikimedia, CC)

Noch faszinierter waren wir allerdings vom Australian Museum, das sich in der William Street befindet und das älteste Museum Australiens ist. Schwerpunkt dieses Museums ist die Kultur der Aborigines und der Bewohner von verschiedenen pazifischen Inselgruppen. Einen grossen Raum nimmt zudem die Naturkunde ein. Dabei sind hervorragende Exponate aus den Bereichen Zoologie, Paläontologie und Mineralogie zu sehen. Wer es zeitlich schafft, sollte dieses Museum einplanen und ein Tag ist hier schon fast zu knapp. Wirklich beeindruckend.

Ein Abstecher in die Blue Mountains

Einen Tag hatten wir für einen Ausflug in die Blue Mountains reserviert. Sie sind von Sydney sehr gut zu erreichen und benötigt dafür nicht einmal ein Auto. Es bestehen gute Verbindungen mit Bus und Bahn nach Katoomba, das rund 110 Kilometer westlich von Sydney inmitten einer beeindruckenden Bergwelt liegt. Jeder, der hierher kommt, hat die Felsformation der Three Sisters als Ziel. Dafür marschiert man am besten zur gegenüber liegenden Aussichtsplattform am Echo Point, kann sich aber auch mit dem Bus hinauf fahren lassen.

Felsformation Three Sisters, Blue Mountains (Bild: Cookaa, Wikimedia, CC)

Felsformation Three Sisters, Blue Mountains (Bild: Cookaa, Wikimedia, CC)

Der Ausblick auf die Felsformation und das Jamison Valley ist fantastisch und ein weiterer Höhepunkt bei einer Reise nach Sydney.



 

Oberstes Bild: Luftaufnahme von Sydney (Bild: Beau Giles, Wikimedia, CC)

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Über Winfried Meyer

Als gelernter Kartograf galt mein Interesse schon früh den Landkarten und fernen Ländern. Daraus entwickelte sich eine grosse Leidenschaft für das Reisen, die mich schon in viele Teile unserer Erde geführt hat. Inzwischen betreibe ich ein Redaktionsbüro für die Reise- und Tourismusbranche und biete meinen Kunden einen umfangreichen Service an. Neben hochwertigen Inhalten plane ich individuelle Rundreisen und übernehme Fotoaufträge.



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