Australien,Teil 3: Cairns und das Great Barrier Reef

04.02.2014 |  Von  |  Australien
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Australien,Teil 3: Cairns und das Great Barrier Reef
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Ein weiterer Höhepunkt unserer Rundreise durch Australien führte uns in den Norden des Bundesstaates Queensland. Dafür hatten wir die Stadt Cairns als unseren Standort ausgewählt, da es in dieser Region zahlreiche Sehenswürdigkeiten gibt, die sehr gut zu erreichen sind.

Wir merkten dann schon bald nach unserer Ankunft, dass viele Menschen diesen Gedanken hatten, denn Tourismus spielt hier eine grosse Rolle.



Dies ist ein Reisebericht über Australien in drei Teilen:

1. Teil, Australien: Erlebnisreiche Tage in Sydney

2. Teil, Australien: Zwischen Felszeichnungen und Leistenkrokodilen

3. Teil, Australien: Cairns und das Great Barrier Reef





Hafen von Cairns  (Bild: Donaldytong, Wikimedia, CC)

Hafen von Cairns (Bild: Donaldytong, Wikimedia, CC)

Cairns – Ein idealer Ausgangspunkt

Unsere Ankunft in Cairns war Anfang Oktober, dem letzten Monat der Trockenzeit in diesem Teil Australiens. Da die Stadt in der tropischen Klimazone liegt, empfing uns eine ordentliche Hitze, die aber aufgrund der verhältnismässig geringen Luftfeuchtigkeit noch ganz gut verträglich war. Obwohl Cairns direkt am Pazifik liegt, besitzt die Stadt keinen Strand. Aber nur wenige Kilometer ausserhalb der Stadt gibt es fantastische Strände, die zu den Schönsten in Queensland gehören, darunter Trinity Beach.

Dennoch muss man auf ein erfrischendes Bad in Cairns nicht verzichten. Es wurde nämlich eine künstliche Lagune angelegt, die mit Meerwasser gefüllt ist. Und sie wird sehr gut angenommen und bietet sogar Vorteile. Es kann gefahrlos gebadet werden und ist ein Anziehungspunkt für Familien mit Kindern. Begeistert waren wir vom Night Market, der sich in der Nähe der Lagune befindet. Die Stände haben vom späten Nachmittag bis Mitternacht geöffnet und einen Bummel sollte man nicht versäumen. Feilgeboten werden vor allem Souvenirs und an zahlreichen Garküchen erhält man asiatische Leckereien. Selbst Angebote für Massagen lassen sich finden.

Ein erfrischendes Bad in der Lagune von Cairns (Bild: Photnart, Wikimedia, CC)

Ein erfrischendes Bad in der Lagune von Cairns (Bild: Photnart, Wikimedia, CC)

Eine besondere Tour

Unser erster Abstecher führte uns ins Atherton Tablelands. Das steil aufragende Hochland liegt nur wenige Kilometer von Cairns entfernt und ist gut zu erreichen. Wer sich etwas länger Zeit nehmen möchte, sollte sich ein Auto mieten. Für Tagesausflügler, wie wir es in diesem Fall waren, ist die Skyrail nach Kuranda genau das Richtige und zudem noch spannend.

Ausgangspunkt für die Gondelfahrt ist das Caravonica Terminal, das sich nördlich von Cairns befindet. Eine Fahrt nach Kuranda dauert etwa 90 Minuten und oftmals schweben die Gondeln dabei nur wenige Meter über den Baumwipfeln dahin. An zwei Zwischenstationen kann ausgestiegen werden, um eine Wanderung durch den Regenwald zu unternehmen. Kuranda selbst ist ein richtiger Touristenort mit zahlreichen Souvenirshops, wo vor allem Kunsthandwerk angeboten wird.

Wir machten uns allerdings auf den Weg in die Barron River Gorge. Dazu nutzten wir die Scenic Railway, eine historische Eisenbahn, die am Rand dieser beeindruckenden Schlucht entlang bis zur Freshwater Station fährt. Während der Fahrt auf der kurvenreichen Strecke genossen wir atemberaubende Blicke in den Canyon und auf mehrere Wasserfälle. Den Rückweg legten wir zu Fuss zurück. Dabei ging es am Ufer des Barron River entlang und der Weg führte durch einen artenreichen Regenwald. Ein abwechslungsreicher Tag, den wir sehr genossen.

Kuranda Scenic Railway (Bild: garyt70, Wikimedia, CC)

Kuranda Scenic Railway (Bild: garyt70, Wikimedia, CC)

Ein besonderes Naturwunder

In den nächsten Tagen stand dann eines der grössten Naturwunder der Erde auf unserem Reiseplan. Wir unternahmen Ausflüge ins Great Barrier Reef, das sich über eine Länge von mehr als 2000 Kilometern vor der Nordostküste Australiens im Bundesstaat Queensland erstreckt. Die Entfernung zur Küste ist dabei unterschiedlich weit und reicht von knapp 30 Kilometern bei Cairns bis über 200 Kilometer.

Schon aus diesem Grund hatten wir uns für Cairns als Standort entschieden, denn von hier aus sind Tagestouren zum Riff problemlos möglich. Unser erster Trip führte uns nach Green Island. Es ist eine kleine Insel, die von einem Regenwald bedeckt ist und für einen Tagesausflug wie geschaffen ist. Am Strand lässt es sich herrlich relaxen und beim Schnorcheln im seichten Wasser erhält man einen ersten Eindruck von der Artenvielfalt im Wasser.

Unser nächstes Ziel war dann Fitzroy Island, wo wir auch übernachteten. Es ist zwar keine Koralleninsel, aber dennoch liegen rund um die Insel mehrere Riffe. Dies vor allem in einer geschützten Bucht an der Westseite der Insel, die im Übrigen als Nationalpark besonders geschützt ist. Hier werden auch Tauchgänge angeboten, was wir natürlich gerne annahmen.



Das Riff liegt vor dem Strand der Welcome Bay. Die Sichtweite im Wasser ist zwar nicht besonders hoch, aber wir waren fasziniert von den farbenprächtigen Korallen und den zahlreichen Fischen, darunter die putzigen Clownfische, aber auch Lippfische oder Anemonen- und Papageienfische. Wer nicht tauchen möchte, kann sich auch in ein Glasbodenboot setzen und sich zu den Korallen schippern lassen und bekommt dabei ebenfalls einiges zu sehen.

Welcome Bay, Fitzroy Island, Queensland (Bild: Riftreef, Wikimedia, CC)

Welcome Bay, Fitzroy Island, Queensland (Bild: Riftreef, Wikimedia, CC)

Auf der Insel lässt es sich zudem herrlich wandern. Ein schöner Weg führt zur Nordspitze der Insel und zum Leuchtturm auf Little Fitzroy Island. Der Weg führt über den höchsten Punkt der Insel und die Aussicht bescherte uns wunderschöne Blicke über die Insel und die vorgelagerten Korallenriffe und auf Cape Grifton.



Von Angesicht zu Angesicht mit Haien

Bevor wir uns aus der Region Cairns verabschiedeten, brachen wir noch zu einem Törn bis zum Aussenriff auf, um noch einmal zu tauchen. Hier ist die Sicht im Wasser deutlich besser als in den flachen Lagunengewässern und es gab einiges zu sehen. Aus Sicherheitsgründen wurde eine Stelle angefahren, die durch ein Netz gesichert ist. Dadurch werden Angriffe durch Riff-Haie auf die Taucher verhindert. Wir bekamen einige zu Gesicht, die an der Kante des Riffs entlang schwammen. So ganz wohl war uns dabei nicht, mussten wir uns hinterher doch eingestehen. Aber es war natürlich beeindruckend, diesen Tieren so nahe zu sein. Für uns war dieser Tauchtrip ein toller Abschluss unserer Reise durch Australien und wir können das Land nur empfehlen.

 



Oberstes Bild: Traumurlaub auf dem Great Barrier Reef  in Australien (Bild: S. Thomas  / pixelio.de)

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Über Winfried Meyer

Als gelernter Kartograf galt mein Interesse schon früh den Landkarten und fernen Ländern. Daraus entwickelte sich eine grosse Leidenschaft für das Reisen, die mich schon in viele Teile unserer Erde geführt hat. Inzwischen betreibe ich ein Redaktionsbüro für die Reise- und Tourismusbranche und biete meinen Kunden einen umfangreichen Service an. Neben hochwertigen Inhalten plane ich individuelle Rundreisen und übernehme Fotoaufträge.



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