Beliebtes Ausflugsziel: Die Ruine von Schloss Dorneck

05.12.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa, Schweiz
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Beliebtes Ausflugsziel: Die Ruine von Schloss Dorneck
4.3 (85%)
4 Bewertung(en)

Vom ehemals mächtigen Schloss Dorneck sind heute nur noch Überreste vorhanden, doch seine Ruine ist zu einem beliebten Ausflugsziel für Jung und Alt avanciert. Seit 1970 kümmert sich der Kanton Solothurn um die Denkmalpflege der Ruine, die eine lange und bewegte Geschichte hinter sich hat. Seine Mauerreste, hohen Türme sowie der tiefe Sodbrunnen der frei zugänglichen Ruine können von den Besuchern nach Herzenslust erforscht werden.

Schriftliche Erwähnung findet die Burg erstmals um 1350, doch Bodenfunde beweisen, dass es die Festung bereits ab Mitte des 11. Jahrhunderts gegeben haben muss. Vermutlich wurde sie von den Freien von Pfeffingen erbaut, denen die Region zu jener Zeit gehörte. Später gelangte die Burg über Verwandtschaftsbeziehungen in den Besitz der Grafen von Saugener und gehörte ab etwa 1200 den Grafen von Thierstein. Am 18. Oktober 1356 wurden durch ein schweres Erdbeben in der Region Basel viele Gebäude zerstört – hierunter auch etliche Burgen.



Luftbild der Ruine Dorneck (Bild: Taxiarchos228, Wikimedia, CC)

Luftbild der Ruine Dorneck (Bild: Taxiarchos228, Wikimedia, CC)

Vom Erdbeben war auch die Burg Dorneck betroffen, doch ihre Beschädigungen wurden schnell wieder instand gesetzt, gleichzeitig wurde die Burg erweitert. Da ein Teil des Dorfes Dornach sowie Gempen zur Burg gehörten, wurden auch die Bewohner zum „Besitz“. Dorneck wurde 1384 an Österreich verkauft, der andere Teil des Dorfes gehörte weiterhin den Thiersteinern. In den kommenden zwei Jahrhunderten wechselten weiterhin die Besitzer. So wurde das Schloss im Jahre 1394 von den Habsburgern an den Basler Henmann verpfändet, nachdem sie in der Schlacht bei Sempach eine grosse Niederlage einstecken mussten, die sie finanziell stark schädigte.

1462 wurde das halbe Dorf Dornach von den Efringern übernommen, die jedoch schon wenige Jahrzehnte später ebenfalls in finanzielle Schwierigkeiten gerieten und daraufhin das Dorf an Konrad von Hallwil verpfändeten. Im Jahre 1485 kaufte die Stadt Solothurn Burg Dorneck, deren Geschichte aber auch in der Folgezeit recht turbulent blieb. Um 1500 wurde die bereits angeschlagene Burg repariert und während der folgenden 300 Jahre zu einer Festung ausgebaut. In kaum eine Burganlage wurde so umfangreich investiert wie in Burg Dorneck, um sie an eine Kriegsführung anzupassen, die sich auf Artillerie stützte. Doch die Investition lohnte sich: Dank starker Waffen und Truppen nahm die Festung im Dreissigjährigen Krieg keinen Schaden.

Erst als 1798 die Franzosen einfielen, wurde Dorneck geplündert und zum Teil niedergebrannt. Im 19. Jahrhundert wurde die Festung dann als Steinbruch genutzt und weiterhin zerstört, bis die Überreste der Burg Dorneck 1902 als Geschenk der Bürger Dornachs an den Kanton Solothurn übergingen. Dieser sorgte nun dafür, dass die Ruine nicht weiter verfällt oder gänzlich zerstört wird, sondern konservierte sie und erhielt sie somit für die nachfolgenden Generationen. Für den Unterhalt der Ruine ist heute die Denkmalpflege zuständig.



 

Oberstes Bild: Die Burgruine Dorneck ist ein beliebtes Ausflugsziel im Kanton Solothurn. (© Rynacher, Wikimedia, GNU)

Wo liegt dieses Reiseziel?

Über Agentur belmedia

Die Agentur belmedia GmbH beliefert die Leserschaft täglich mit interessanten News, spannenden Themen und tollen Tipps aus den unterschiedlichsten Bereichen. Nahezu jedes Themengebiet deckt die Agentur belmedia mit ihren Online-Portalen ab. Wofür wir das machen? Damit Sie stets gut informiert sind – ob im beruflichen oder privaten Alltag!


Ihr Kommentar zu:

Beliebtes Ausflugsziel: Die Ruine von Schloss Dorneck

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.