Biasca – reizvolle Kleinstadt im Tessin

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Biasca – reizvolle Kleinstadt im Tessin
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Bei einer Reise durch das Tessin werden bevorzugt Städte wie Lugano oder Bellinzona angesteuert, die zu den grössten Orten der Region gehören und viel Sehenswertes bieten. Doch es lohnt sich auch der Abstecher in kleinere Tessiner Ortschaften, die durch ihre Einbettung in die Südalpen und einzelne Sehenswürdigkeiten faszinieren.

Dazu gehört zweifelsohne auch Biasca mit seinen gut 6’500 Einwohnern. Eine Reise durch das Tessin kann hier ihren zentralen Anlaufpunkt haben, um die vielseitige Region Riviera zu erleben.




Lage und Erreichbarkeit von Biasca

Biasca liegt im Nordosten des Tessins. Anders als viele andere Bezirke und Städte der Region grenzt es nicht an Italien, stattdessen herrscht eine direkte Grenzlage zum Kanton Graubünden. Die Stadt liegt unmittelbar an der Brenno und dem sich öffnenden Bleniotal, das von Zweitausendern wie dem Sosto eingeschlossen wird. Bellinzona als Hauptort des Tessins lässt sich in knapp 20 km Entfernung erreichen, noch einmal die gleiche Distanz weisen Bezirke wie Locarno oder Lugano auf.

Biasca ist mit dem Auto oder Zug hervorragend zu erreichen. So gehört der Bahnhof der Stadt zu den wichtigsten Haltepunkten der Gotthard-Linie, die zwischen Luzern und Chiasso fast die gesamte Schweiz in Nord-Süd-Richtung durchquert und hierbei u. a. den Gotthardtunnel nutzt. Im Rahmen eines ausgedehnten Ferienaufenthaltes lohnt es sich, bis zur südlichsten Endstation zu fahren und so zwischen dem Tessin und Italien mediterranen Flair zu erleben.

Auch die A2 als sogenannte Gotthard-Autobahn führt direkt an Biasca vorbei und erleichtert die Anreise mit dem eigenen Automobil. Die Strassen im Stadtgebiet und der gesamten Region Riviera sind vergleichsweise gut ausgebaut und wecken die Lust, zu allen Jahreszeiten Unternehmungen auf eigene Faust zu starten.

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Biasca fasziniert durch seine Nähe zur Natur. (Bild: © Adrian Michael / Wikimedia / <a title="creativecommons.org - Creative Commons" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0" target="_blank">CC BY-SA 3.0</a>)

Biasca fasziniert durch seine Nähe zur Natur. (Bild: © Adrian Michael / Wikimedia / CC BY-SA 3.0)


Die Natur rund um Biasca erleben

Direkt beim Aussteigen aus dem Zug in Biasca ist die Nähe der Stadt und Region zur Natur hautnah zu spüren. Die Quelle der Ri della Froda entspringt im Stadtgebiet und legt ihre ersten Meter über Wasserfällen mit mehreren Dutzend Metern Sturzhöhe zurück. Diese können direkt gegenüber dem Bahnhofsgebäude von Biasca bewundert werden. Die Stadt selbst liegt lediglich auf 300 Höhenmetern, bietet von ihren höchsten Punkten aus jedoch einen beeindruckenden Blick auf die Alpen der Südschweiz. Gerade das Valle Leventina prägt als Tal den Weitblick von Biasca und kann bis zum Gotthardpass bereist werden.

Jenseits von Bergen und Wiesen ist die Region rund um Biasca durch Steinbrüche geprägt, die noch heute vorrangig zum Abbau von Granit genutzt werden. Steinlandschaften und kleine Wälder schaffen ein einzigartiges Panorama, das noch nicht zu sehr vom Klima des Mittelmeers und dem italienischen Charme südlicherer Ortschaften der Schweiz geprägt ist.

Bergwanderer und Spaziergänger kommen im Umfeld von Biasca voll auf ihre Kosten, wobei die Weiterfahrt mit Bus und Bahn zu grossen und interessanten Wander- und Gebirgsstrecken mühelos möglich ist. Vom Schwierigkeitsgrad her ist für Anfänger bis zum fortgeschrittenen Wanderer mit Sicherheit das Richtige zu finden.


Santi Pietro é Paolo in Biasca (Bild: © Fulcanelli - shutterstock.com)

Santi Pietro é Paolo in Biasca (Bild: © Fulcanelli – shutterstock.com)


Sehenswürdigkeiten beim Stadtbummel durch Biasca

Auch wenn Biasca beim Sight-Seeing weniger zu bieten hat als Lugano oder Bellinzona, lohnt sich ein Bummel durch die Gassen der Stadt, der einen Blick auf einzigartige Gebäude ermöglicht. Prägend ist hierbei die Santi Pietro e Paolo als Stiftskirche, deren Bau bereits Ende des 11. Jahrhunderts begonnen wurde. Die Kirche verfügt im Inneren über Wandmalereien aus diversen Epochen und wird als einer der wichtigsten romanischen Bauten der gesamten Schweiz geschätzt. Älter und voluminöser ist die Pfaffkirche San Carlo, deren Besichtigung vor allem wegen der markanten Form lohnt und nicht nur Angehörige des christlichen Glaubens begeistern wird.

Auch viele profane Wohngebäude spiegeln den epochalen Wandel der Stadt wider und laden zu einer Zeitreise vom Mittelalter bis in die Neuzeit ein. Wer mehr über die Historie der Stadt erfahren möchte, sollte einen Blick ins Forte Mondascia als Infanteriemuseum werfen. Diese widmet sich vorrangig der nahen Festungsanlage Lona und stellt Kanonen, Waffen und weitere Militaria aus, die aus der damaligen Festungszeit stammen. Der Verein hinter dem Museum widmet sich dem Erhalt und der Restauration der Festungsanlage, so dass mit dem Eintrittsgeld ein Stück schweizerischer Geschichte für die Zukunft bewahrt wird. Auch ohne Interesse am Militärgeschehen früherer Jahrhunderte sind viele Exponate beeindruckend.


Fluss Tessin, Riviera bei Biasca (Bild: © Paebi / Wikimedia / <a title="creativecommons.org - Creative Commons" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0" target="_blank">CC BY-SA 3.0</a>)

Fluss Tessin, Riviera bei Biasca (Bild: © Paebi / Wikimedia / CC BY-SA 3.0)


Von Biasca aus den Kreis Riviera erforschen

Neben der Kleinstadt selbst lohnen sich Ausflüge durch den gesamten Kreis, der sich komplett über die Nordostregion des Tessins erstreckt. Mit 13’000 Einwohnern wohnen im Kreis Riviera zwar nur doppelt so viele Menschen wie in Biasca, dennoch ist der Charme der vielen Kleinstädte nicht zu verachten.

Claro lockt mit seiner Seilbahn und dem Benediktinerkloster, das noch heute von Nonnen in Klausur bewohnt wird. Das weisse Gebäude steht auf einem Felsvorsprung weit über der Stadt und ist das wohl bekannteste Fotomotiv der Region um Biasca.

Auch Lodrino ist einen Besuch wert, was vor allem am beeindruckenden Steinbruch des Stadtgebietes liegt. Auch der Militärflughafen der Stadt ist ein Stück schweizerischer Geschichte, auf dem gelegentlich kleinere Veranstaltungen zu Schauzwecken zu bewundern sind. Ansonsten ist die gesamte Region der Riviera im Tessin das ideale Ziel für Naturliebhaber, die sich eine grössere Nähe zu den Alpen als in den Südregionen des Kantons wünschen und dennoch eine schnelle Verbindung zu anderen Städten der Schweiz oder Italiens gewährleistet haben möchen.


Das Benediktinerinnenkloster Santa Maria Assunta in Claro (Bild: © Andreas Faessler / Wikimedia / <a title="creativecommons.org - Creative Commons" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0" target="_blank">CC BY-SA 3.0</a>)

Das Benediktinerinnenkloster Santa Maria Assunta in Claro (Bild: © Andreas Faessler / Wikimedia / CC BY-SA 3.0)


Die passende Unterkunft in Biasca finden

Durch die überschaubare Grösse der Stadt und die geringere Tradition als Touristenort bietet Biasca nicht ganz so viele Hotels oder Ferienwohnungen wie beispielsweise Bellinzona. Dennoch ist es problemlos möglich, in der Kleinstadt im Bezirk Riviera unterzukommen und entspannte Urlaubstage zu geniessen. Durch die kompakte Form des Stadtgebiets ist bei fast allen Unterkünften eine Nähe zum kleinen Stadtzentrum gewährleistet, was nicht im Widerspruch zu einem ruhigen und beschaulichen Wohnen und Leben steht.

Wie bei allen Reisezielen im Tessin als eine der beliebtesten Reiseregionen der Schweiz ist eine rechtzeitige Buchung von Hotels oder Ferienwohnungen in Biasca dennoch zu empfehlen. Viele Reisende haben die kleine Idylle mit der guten Verkehrsanbindung fernab von Lugano und Bellinzona für sich entdeckt, was nahelegt, sich frühzeitig um Unterkünfte zu bemühen.

 

Oberstes Bild: Biasca, Blick nach Nordwesten Richtung Valle Leventina (© Adrian Michael / Wikimedia / CC BY-SA 3.0)

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