Burgers‘ Zoo in Arnheim – Tiere wie in freier Wildbahn beobachten

04.06.2015 |  Von  |  Europa
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Burgers‘ Zoo in Arnheim – Tiere wie in freier Wildbahn beobachten
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Die niederländische Stadt Arnheim ist mit etwas mehr als 150‘000 Einwohnern eine besonders lebhafte und touristisch attraktive Stadt. Dazu tragen neben zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten auch die vielen Sehenswürdigkeiten bei, zu denen auch der Burgers‘ Zoo zählt.

Dieser wurde am 31. März 1913 von Johan Burgers eröffnet, der damals die Gelegenheit nutzte, um seine private Tiersammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Der ursprüngliche Faisanterie Buitenlust befand sich jedoch in einer relativ abgelegenen Lage, weswegen der Zoo bereits zehn Jahre nach seiner Eröffnung nach Arnheim umziehen musste, auf ein deutlich grösseres Gelände. Heute ist der Zoo eine der Hauptattraktionen der Region und zieht jährlich tausende von Besuchern aus aller Welt an.

Mehr als 100 Jahre Geschichte

Der Zoogründer und Namenspatron Johan Burgers liess sich bei der Neugestaltung des Zoogeländes in Arnheim von seinem Freund Carl Hagenbeck inspirieren, der als Erfinder von naturalistischen Freigehegen in Zoos weltweit gilt. So wurde bei der Eröffnung des neuen Geländes die erste gitterfreie Raubtieranlage in den Niederlanden vorgestellt, die Besucher konnten die Tiere so in weitgehend natürlicher Umgebung beobachten. Dieses Prinzip wurde in der weiteren Entwicklung des Burgers‘ Zoo weiter fortgeführt und auch für andere Tierarten realisiert.

Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs wurde der Zoo bei der Schlacht um Arnheim zwischen dem 17. und 27. September 1944 schwer getroffen, die meisten Tiere starben bei der von den Alliierten durchgeführten Luft-Boden-Operation und sämtliche Gehege wurden schwer beschädigt. Doch der Zoo wurde nach Ende des Krieges von Grund auf neu aufgebaut und dabei komplett mit naturnahen Gehegen konzipiert.


Der Zoogründer und Namenspatron Johan Burgers. (Bild: © Bkorsten - CC BY-SA 3.0)

Der Zoogründer und Namenspatron Johan Burgers. (Bild: © Bkorsten – CC BY-SA 3.0)


Im Jahr 1968 wurde dann der erste Safaripark in Kontinentaleuropa errichtet, drei Jahre später wurde das noch heute erhaltene Schimpansenterritorium in Betrieb genommen. Im Verlauf der nächsten Jahre entstanden zudem ein Wolfswald, weitläufige offene Vogelvolieren sowie ein Gehege für Gorillas. Auch ein überdachter Regenwald sowie ein Mangrovenwald ergänzen mittlerweile das Angebot des Zoos, der sich heute auch einer Fläche von 45 ha erstreckt.

Safaripark und Zoo auf einem Gelände

Diese 45 ha sind jedoch nur zu einem geringeren Teil als Zoo erschlossen, die rund 3‘000 Tiere des Zoos sind auf 18 ha Fläche untergebracht, das restliche Gelände ist auch heute noch ein Safaripark, der allerdings schon länger für Busse und Autos gesperrt ist. Die Besucher können stattdessen von unterschiedlichen Aussichtsplattformen und Brücken einen Blick auf die Landschaft und Tierwelt werfen und diese aus (für Mensch und Tier) sicherer Entfernung beobachten.


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Der Zoo selber ist in verschiedene Themenwelten unterteilt, die alle mit einer Eintrittskarte besucht werden können. Vom Haupteingang aus startet der Besuch in einer Parkanlage, in der Makis, Schimpansen, Rentiere, possierliche Erdmännchen, Elefanten und zahlreiche Vogelarten beheimatet sind. Hier starten auch zwei der insgesamt vier ausgeschilderten Rundgänge, die den Besucher zu allen Öko-Displays und besonderen tierischen Zoobewohnern führen. Direkt angrenzend ist die überdachte Desert-Wüstenanlage, die einer Felsenwüste von Nordamerika nachempfunden ist und die typische Flora und Fauna dieser Region aufweist.


Die Desert-Wüstenanlage, die einer Felsenwüste von Nordamerika nachempfunden ist. (Bild: © Raedts - CC BY-SA 3.0)

Die Desert-Wüstenanlage, die einer Felsenwüste von Nordamerika nachempfunden ist. (Bild: © Raedts – CC BY-SA 3.0)


Zentral liegt das Öko-Display Rimba, das den Waldgebieten Südostasiens nachempfunden wurde und mit Tierarten wie Gibbons, Tiger, Pythons oder Bären aufwartet. Weiter in Richtung Norden liegt der überdachte Mangrovenwald, der ein tropisches Ökosystem mit einem Gezeitenbereich zwischen Küste und offenem Meer bietet. Besucher können hier skurrile Baumarten, zahlreiche Vögel, Fische und Reptilien beobachten.


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Eine besondere Attraktion ist das Öko-Display Ocean, das dem Ozean der Indio-Pazifikregion nachempfunden ist und das es ermöglicht, in die Farbenpracht eines tropische Korallenmeers einzutauchen, ohne dabei nass zu werden. Möglich wird das durch ein gigantisches Aquarium, das die Besucher trocken und sicher durchschreiten können und das einen Einblick in die Welt unter Wasser ermöglicht, der sonst nur Tauchern vorbehalten ist.


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Weiter geht es in den Busch, wo sich 50 Tierarten, darunter Kaimane, Rochen und Sumpfschildkröten, sowie rund 1‘500 tropische Pflanzenarten tummeln, die natürlicherweise in den Urwäldern Asiens, Afrikas und Amerikas angesiedelt sind. Ganz im Westen des Areals befindet sich dann der Übergang in den Safaripark, der wie eine weitläufige Savanne gestaltet ist und der Region Ostafrikas nachempfunden wurde. Hier können Besucher Giraffen, Nashörner, Zebras, Gnus und Antilopen beobachten und auch Löwen und Geparden finden sich, räumlich etwas abgetrennt, hier.

Abenteuer für Jung und Alt

Neben dem klassischen Zoobesuch können Touristen im Burgers‘ Zoo auch Führungen für Gruppen buchen, bei denen unter fachkundiger Begleitung Wanderungen durch den Park angeboten werden. Diese sind sehr beliebt, daher empfiehlt sich eine rechtzeitige Anmeldung, am besten mindestens vier Wochen im Voraus.

Speziell für Kinder bietet die Zooleitung verschiedene Schnitzeljagden an, bei denen die grossen und kleinen Gäste altersgemäss interaktiv in das Zooleben eingebunden werden und verschiedene Aufgaben lösen müssen. So gibt es eine Schnitzeljagd, die sich mit der Ernährung der Tiere beschäftigt, andere beschäftigen sich mit den Themen „Bush“, „Desert“, „Affen“ und „Formen“ und eignen sich für Kinder ab Grundschulalter, Jugendliche und Erwachsene.



Paare, die sich in einem besonderen Ambiente und Flair das Jawort geben wollen, können im Burgers‘
Zoo sogar heiraten, zur Auswahl stehen verschiedene Arrangements, bei denen auch die Hochzeitsgäste mit einem interessanten und ungewöhnlichen Rahmenprogramm einen unvergesslichen Tag im Zoo erleben.

Öffnungszeiten und Preise

Der Burgers‘ Zoo ist täglich, auch an Feiertagen, geöffnet.

In der Wintersaison (26. Oktober bis 28. März) öffnen sich die Tore von 9:00 bis 17:00 Uhr, die Tiere können bis 16:00 Uhr besichtigt werden.

In der Sommersaison sind die Öffnungszeiten verlängert, Torschluss ist dann um 19:00 Uhr, die Tiere können bis 18:00 besucht werden.

Die Eintrittspreise sind nach Alter gestaffelt:

Kinder bis zum 3. Lebensjahr zahlen keinen Eintritt, zwischen 4 und 9 Jahren beträgt der Eintritt 18,50 Euro, ältere Kinder und Erwachsene zahlen pro Besuch 20,50 Euro, bei Onlinekauf lassen sich jeweils 1,50 Euro pro Ticket sparen.

Ebenfalls erhältlich sind deutlich günstigere Jahreskarten, die sich ab dem 5. Besuch amortisieren.

Fazit: Wer wilde Tiere in einer möglichst authentischen Umgebung beobachten möchte, sollte dem Burgers‘ Zoo einen Besuch abstatten. Allerdings lässt sich das gesamte Areal kaum an einem Tag erschöpfend erkunden, daher sollte mindestens ein zweitägiger Aufenthalt in Arnheim eingeplant werden, um alle Attraktionen zu erleben.

Telefon: +31 26 442 4534

Adresse: Antoon van Hooffplein 1, 6816 SH Arnhem, Niederlande

Provinz: Provinz Gelderland

Burgers zoo auf Google Maps

 

Oberstes Bild: © Ververidis Vasilis – shutterstock.com

Über Christian Praetorius

Christian Praetorius, Jahrgang 1969, gelernter Controller und Logistiker mit jahrelanger Berufserfahrung. Seit 2012 gemeinsam mit seiner Frau Christine als freier Texter und Autor selbständig, erfolgreich und glücklich. Seine Kunden schätzen ihn für klare Worte, originelle Slogans und kreative Wortspiele ebenso wie für seine absolute Zuverlässigkeit und Kundenorientierung. Schreibt aus Berufung und mit Leidenschaft für die Sprache, die Botschaft und den Leser.


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