Die schönsten Seen des Tessins

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Das Tessin zählt zu den beliebtesten Ferienregionen der Schweiz, was nicht nur den Südalpen und den Städten mit mediterranem Flair, sondern auch den reizvollen Seen zu verdanken ist. Mit Locarno am Lago Maggiore hält der Kanton eines der beliebtesten Ausflugsziele des Landes bereit. Doch auch in anderen Teilen des Tessins laden kleinere Seen zum Baden, Entspannen oder Wandern ein.

Im Folgenden sollen die schönsten Seen der Region vorgestellt werden.



Das Herzstück des Kantons: der Lago Maggiore

Der Lago Maggiore ist der bekannteste See des Kantons. Wichtigster Zu- und Abfluss dieses Gewässers ist der Fluss Tessin. Nur ein Teil des Gewässers liegt im Schweizer Nationalgebiet – auch die italienischen Regionen Lombardei und Piemont sind direkt mit dem Lago Maggiore verbunden. Seinen touristischen Wert gewinnt der See durch ausgedehnte Wanderungen, durch Stadtbesuche in Locarno und Ascona oder durch Fährausflüge, die schnell über die italienische Grenze führen.

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Die Berufsfischerei wird noch heute am Lago Maggiore betrieben und lädt dazu ein, in einem Restaurant am Ufer frischen Fisch aus dem See zu geniessen. Interessante Ausflugsziele sind die Inseln im Lago Maggiore, beispielsweise die Isole di Brissago mit einem botanischen Garten. Auf der italienischen Seite lohnt der Besuch der Wallfahrtsstätte nahe Ghiffa, die mit ihrem Pilgerweg zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt.

Fläche: 212,5 km2
Maximale Tiefe: 372 m
Städte am Seeufer: Locarno, Ascona, Arona (Piemont)
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Lago Maggiore (Bild: © Isabella Pfenninger - shutterstock.com)

Lago Maggiore (Bild: © Isabella Pfenninger – shutterstock.com)


Luganer See – Grenzsee mit benachbartem Weltnaturerbe

Neben Locarno und Bellinzona ist Lugano das beliebteste Ausflugsziel im Tessin. Vor dessen Toren erstreckt sich mit dem Luganer See bzw. Lago di Lugano einer der eindrucksvollsten Seen des Kantons. Knapp zwei Drittel des Sees zählen zum Staatsgebiet der Schweiz – der Rest liegt in der italienischen Lombardei. Geteilt ist der Luganer See durch den künstlich angelegten Seedamm von Melide, der seit mehr als 150 Jahren existiert und eine wichtige Verkehrsverbindung für die gesamte Region geschaffen hat. In unmittelbarer Nähe des Damms lässt sich das Swissminiatur finden, wo in einer Art Freilichtmuseum die gesamte Schweiz im Mini-Format erkundet werden kann.

Oberhalb des Sees erstreckt sich der Monte San Giorgio (Weltnaturerbe der UNESCO), der als Fundstelle von Fossilien mit einer Historie von mehr als 200 Millionen Jahren berühmt ist. Das Berggebiet umfasst ausserdem eine beeindruckende Pflanzenwelt sowie eine Vielzahl von Höhlen, die für spannende Entdeckungen und Abwechslung am Seeufer sorgen.

Fläche: 48,7 km2
Maximale Tiefe: 288 m
Städte am Seeufer: Lugano, Paradiso, Campione, Gandria
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Luganer See (Bild: © gevision - shutterstock.com)

Luganer See (Bild: © gevision – shutterstock.com)


Lago del Sambuco – hochgelegener See mit eindrucksvoller Staumauer

Der Besuch des Lago del Sambuco führt in den Norden des Tessins, in dem gleichermassen kleine natürliche Seen sowie künstlich angelegte Staugewässer zu finden sind. Der See verfügt über eine eher kleine Oberfläche, beeindruckt jedoch durch seine markante Lage und lädt Wanderer und Spaziergänger zur kompletten Umrundung ein. Mit einer Höhe von 1.461 m über dem Meeresspiegel zählt er zu den höchsten Gewässern der Region. Als imposantes Staugewässer mit einer 130 Meter hohen Staumauer ist der See ein beliebtes Fotomotiv. Der Stausee wurde in den 1950er Jahren angelegt und besitzt mit dem Maggia den einzigen grösseren Zufluss, ergänzt um einige Bergflüsse.

Der Stausee liegt mitten in der Natur im Herzen der Südalpen – See und Bogenstaumauer sind ca. drei Kilometer vom nächstgrösseren Ort Fusio entfernt. Die beschauliche Ortschaft bietet mit einigen Kapellen und Mühen attraktive Fotomotive und spiegelt das idyllische und authentische Tessin früherer Jahrzehnte wider.

Fläche: 1,1 km2
Maximale Tiefe: 110 m
Städte am Seeufer: Fusio
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Lago del Sambuco (Bild: © Plattens / Wikimedia / <a title="creativecommons.org - Creative Commons" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en" target="_blank">CC</a>)

Lago del Sambuco (Bild: © Plattens / Wikimedia / CC)


Lago di Vogorno – Speichersee mit James-Bond-Film-Charme

Auch in der Nähe des Lago Maggiore befindet sich ein Speichersee im Süden des Tessins. Der Stausee liegt im Verzascatal, wobei der namensgebende Fluss nur zwei Kilometer südlicher in den Lago Maggiore mündet. Die Bogenstaumauer des Sees, die in den 1960er Jahren errichtet wurde, ist aktuell die viertgrösste in der Schweiz und stellt auf Wanderungen rund um den See ein absolutes Highlight und tolles Fotomotiv dar.

Für Filmfreunde lohnt der Besuch des Lago di Vogorno und seiner Staumauer besonders. Diese war in der Anfangsszene des James-Bond-Films „Goldeneye“ zu sehen, wo sie als Szenerie für einen der spektakulärsten Stunts der Filmgeschichte diente. Nicht zuletzt aufgrund der Bekanntheit durch den Film ist die Staumauer zu einem Mekka für Bungee-Jumper in Mitteleuropa geworden. Wer diese Art von Mutprobe scheut, wird sich bei Spaziergängen über die Mauer oder im umliegenden Talgebiet vom imposanten Charakter des Bauwerks überzeugen können.

Fläche: 1,68 km2
Maximale Tiefe: 204 m
Städte am Seeufer: Vogorno, Mergoscia, Corippo
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Lago di Vogorno (BIld: © Oleg_Mit - shutterstock.com)

Lago di Vogorno (BIld: © Oleg_Mit – shutterstock.com)


Lago Tremorgio – natürlicher Speichersee mit touristischen Highlights

Nicht immer muss es ein grosser oder imposanter Stausee sein. Der Lago Tremorgio gehört mit seinen 39 Hektar Oberfläche zu den kleinsten Seen des Tessins, hat mit seiner Lage jedoch einiges zu bieten. Auf 1.851 m Höhe gelegen, ist der See im Nordtessin ein klassischer Bergsee, der als Ausflugsziel auf Wanderungen gerne angesteuert wird. Um sich den Weg zum See zu erleichtern, kann eine Seilbahn zur nahegelegenen Berghütte in Anspruch genommen werden.

Der Lago Tremorgio wird zu Stromerzeugung genutzt, wurde aber anders als viele andere Seen des Tessins nicht künstlich aufgestaut, sondern ist ein echter Natursee. Mit Rodi-Fiesso befindet sich die nächstgrössere Stadt ganze 1.000 m tiefer als der See. Auch der Blick von Ferne auf den Lago Tremorgio lohnt sich, der wie ein Gewässer in einem Vulkankrater wirkt. Vulkanischen Ursprungs ist seine Mulde aber nicht, die Form hat sich eher zufällig über die umliegenden Alpen ergeben. Eine kleine Staumauer lässt sich am Rand des Sees entdecken, die allerdings nicht mehr in ihrer ursprünglichen Funktion genutzt wird.

Fläche: 0,39 km2
Maximale Tiefe: 57 m
Städte am Seeufer: Rodi-Fiesso
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Oberstes Bild: Lago Maggiore – © Mostovyi Sergii Igorevich – shutterstock.com

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