Die Wahrheit über die grössten Reisemythen: Realitätscheck von seeker

08.11.2016 |  Von  |  News

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

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Über das Thema Reisen halten sich hartnäckige Mythen. Die wohl bekanntesten drehen sich um den Jetlag: Ist er stärker auf dem Hinflug in die USA oder auf dem Rückflug? Sind die hinteren Sitzplätze im Flugzeug wirklich die sichersten?

Der digitale Lotse seeker hat jetzt diese und viele andere Mythen hinterfragt.

Aschenbecher in Bordtoiletten

Es klingt vielleicht verrückt, aber obwohl das Rauchen an Bord verboten ist, müssen Flugzeuge auf den Toiletten über einen eingebauten Aschenbecher verfügen. Falls sich nämlich ein Passagier dem Verbot widersetzen sollte, muss dieser die Möglichkeit haben, seine Zigarette im Aschenbecher sicher wegzuwerfen.

Unglückszahl 13 nicht in Hotels und Flugzeugen

Es stimmt tatsächlich, dass Hotels oft den 13. Stock „überspringen“, selbst die Zimmernummer 13 wird aus Rücksichtnahme auf abergläubische Gäste häufig vermieden. Auch in Flugzeugen fehlt oft die Reihe mit der unheilvollen Nummer. Übrigens: Bei der Lufthansa gibt es zudem die Reihe 17 nicht, weil diese Zahl bei Italienern und Brasilianern für Pech steht.

Jetlag auf Rückflug aus den USA ist stärker

Dass die Reiserichtung in puncto Jetlag eine Rolle spielt, halten viele für unsinnig. Studien haben allerdings gezeigt, dass wer von Westen nach Osten reist, mehr zu leiden hat. Fliegt man hingegen umgekehrt, wird der Tag länger. Dies kommt dem biologischen Rhythmus entgegen und lässt den Jetlag besser wegstecken.

Sitzt man hinten im Flugzeug sicherer?

Die hinteren Sitzplatzreihen im Flugzeug sind statistisch gesehen die sichersten. Dies lässt sich so generell leider nicht sagen: Je nachdem, ob das Flugzeug bei einer Bruchlandung zuerst mit vorderem, hinterem, rechten oder linken Teil aufkommt, ist der entgegengesetzte Bereich der Sicherste. Da man dies nicht voraussehen kann, hofft man lieber auf eine sichere Landung.

Vorbräunen schützt vor Sonnenbrand

Wer sich mit Solarium-Bräune auf den Urlaub vorbereiten will, der sollte aufpassen. Im Sonnenstudio wird der Körper fast ausschliesslich UV-A-Strahlung ausgesetzt. Diese führt zwar zu einer Bräunung, allerdings kann nur UV-B-Strahlung eine Verdickung der Hornhaut hervorrufen und so im Urlaub vor der gleissenden Sonne am Strand schützen. Wer also auf Nummer sicher gehen will, sollte auf Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor setzen.

Last-Minute-Flüge immer günstiger?

Am billigsten fliegt der, der Last Minute bucht? Nicht unbedingt. Wer mindestens drei Wochen vor dem Urlaub bucht, spart in der Regel mehr, als auf den letzten Drücker. Schliesslich kaufen Reiseanbieter nicht mehr Flüge ein, als sie auch mit Gewinn vermitteln können. Nur wenn sie sich wirklich verkalkulieren, gibt es „echte“ Last-Minute-Schnäppchen. Wer übrigens besonders günstig fliegen will, der sollte seinen Abflug auf einen Dienstag oder Mittwoch legen – statistisch gesehen, sind die Preise an diesen Tagen deutlich günstiger.

Nicht mit einem Mietwagen über die Grenze fahren

Viele machen sich gar keine Gedanken, dass es zu Problemen führen kann, wenn man mit dem Mietwagen über die Grenze fährt. Abhängig vom Anbieter und dem jeweiligen Land kann in diesem Fall mitunter der Versicherungsschutz verloren gehen. Hat man also vor, einen Abstecher ins Ausland zu unternehmen, um dort etwa billig einzukaufen, sollte man dies der Autovermietung zuvor mitteilen und fragen, ob dies zu Komplikationen führen kann.

Stewardessen: Bestimmte Grösse ist entscheidend

Zwar werden die Airlines in diesem Punkt flexibler, dennoch wird die Körpergrösse häufig als Einstellungskriterium angesehen. Dies hat den einfachen Grund, dass das Personal an die Gepäckfächer heranreichen und die Notrutschen aktivieren können muss. Wer gegen die Decke stösst hat übrigens auch schlechte Karten…

Wer das Zimmer zahlt, darf auch Gäste einladen

Das stimmt so nicht. Auch wenn man anstatt pro Person pro Übernachtung bezahlt hat, berechtigt dies nicht dazu, noch zig Freunde einzuquartieren. Und dies liegt nicht etwa an den Hotelbesitzern, sondern an den Brandschutzverordnungen: Bricht ein Feuer aus, muss das Hotel jederzeit angeben können, wie viele Gäste zurzeit eingecheckt sind.

Keine Panik im Notfall: Sauerstoffmasken benebeln Passagiere und machen high

Auch wenn Brad Pitt es im Film „Fight Club“ durchaus logisch darlegen konnte: Der Sauerstoff dient nicht dazu, dass die Passagiere bei einem Absturz high werden und nicht in Panik ausbrechen. Zwar wird Sauerstoff therapeutisch zur Entspannung eingesetzt, kommt es im Flieger allerdings zu einem plötzlichen Druckverlust, dient er dazu, dass man eben nicht bewusstlos und „benebelt“ wird.

 

Artikel von: seeker GmbH
Artikelbild: © paul prescott – shutterstock.com

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