Gemeinde Waldburg in Oberschwaben, Teil 1: Die Waldburg – immer ganz oben

25.11.2013 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Gemeinde Waldburg in Oberschwaben, Teil 1: Die Waldburg – immer ganz oben
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Die oberschwäbische Gemeinde Waldburg befindet sich in der idyllisch schönen Gegend am Bodensee und ist eine dieser Ortschaften, die das besondere, naturnahe und zauberhafte Flair der Bodenseeregion schaffen und die Einheimischen stolz denken lässt: „Wir wohnen da, wo andere Urlaub machen“.  Aber während viele andere kleine Orte ein harmonisches Gesamtpanorama bilden, kann Waldburg egal ob tagsüber oder bei Nacht nicht unbemerkt bleiben.

Der Grund, warum es der kleinen Ortschaft an Besuchern nicht mangelt, ist augenfällig.  Auf einer Höhe von 772 m herrscht über der umliegenden Landschaft eines der Wahrzeichen Oberschwabens – die Walburg. Die Geschichte der Burg geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Sie ist die Stammburg des Truchsessen- und Reichsfürstengeschlechts Waldburg und gilt heutzutage als eins der besterhaltenen mittelalterlichen Denkmäler im Süden Deutschlands.



Dies ist ein Bericht über die Gemeinde Waldburg  in zwei Teilen. Hier das Inhaltsverzeichnis:

1. Teil: Gemeinde Waldburg in Oberschwaben: Die Waldburg –  immer ganz oben

2. Teil: Gemeinde Waldburg in Oberschwaben: Zu jeder Jahreszeit wunderschön

Die Burg wurde auf einem steilen Drumlin erbaut. Diese Tatsache gab der Anlage in der Vergangenheit einen fast idealen militärischen Schutz, wessen auch die heutigen Besucher mindestens nach zehn Minuten eines Körper und Seele trainierenden Anstiegs gewahr werden. Doch trotz der Schweisstropfen auf der Stirn lohnt sich der Besuch immer.

Reichsapfel in der Schatzkammer auf der Waldburg (Bild: Gemeinde Waldburg)

Reichsapfel in der Schatzkammer auf der Waldburg (Bild: Gemeinde Waldburg)




Das Burgmuseum zeigt viel Sehenswertes: Über vier Stockwerke verteilt berichten die liebevoll zusammengesetzten Ausstellungstücke über verschiedene Geschichtsepochen. Aber der besondere Stolz der Waldburger gilt natürlich der Schatzkammer. Zwischen 1220 und 1221 wurden nämlich auf der Waldburg die Reichskleinodien des Kaisers Friedrich II durch seinen Getreuen Truchsess Eberhard von Tanne-Waldburg aufbewahrt. Heute können die Besucher die heilige Lanze, den Reichsapfel, das Zepter und seit Juni 2013 auch die kunstvolle Nachbildung der Reichskrone bestaunen.

Kleiner Ritter ganz gross (Bild: Gemeinde Waldburg)

Kleiner Ritter ganz gross (Bild: Gemeinde Waldburg)




Ein besonderes Erlebnis soll die Burgbesichtigung für die kleinen Besucher werden. In den speziellen altersgerechten Kinderführungen erfahren sie viel Wissenswertes zu den spannendsten Themen: Hat man im Mittelalter auch mit Gabel und Messer gegessen? Wie schwer ist die Ritterrüstung? Musste man sich damals die Zähne putzen? Damit die kleinen Mägen von lauter Wissenshunger nicht knurren, gibt es danach eine leckere und natürlich mittelalterliche Suppe zum Essen. In der Burgschenke bereiten die Kinder aus dem mitgebrachten Gemüse selbst die Suppe und backen Fladenbrote auf dem Feuer. Aber es gibt noch viel mehr zu erleben. Die Kinder dürfen sich bei einem Schwertkampf in echte Ritter verwandeln, und viel über die Kampfregeln und den Umgang mit dem Schwert erfahren. Wer von Prinzessinnen, Königen und Herolden schwärmt, darf an dem Mitmachtheater teilnehmen. Und die besonders Wissbegierigen können die Waldburg anhand des Burgquizes auf eigene Faust erkunden.

Für alle Topographiebegeisterten würde ein Besuch des Burgmuseums auf jeden Fall bedeuten, auf die richtige Karte zu setzen. Schon im 19. Jahrhundert ist die Waldburg wegen ihrer erhöhten Lage zu einem wichtigen trigonometrischen Punkt der Landesvermessung geworden. Unter vielen interessanten Exponaten wird ein ca. 5 m² grosses Faksimile der Amerikakarte präsentiert, die 1507 vom berühmten Kartographen Martin Waldseemüller herausgebracht wurde.

So weit das Auge reicht (Bild: Gemeinde Waldburg)

So weit das Auge reicht (Bild: Gemeinde Waldburg)




Wer keine Anfälligkeit für Höhenschwindel hat, wird ohne Zweifel die Aussicht von der Waldburger Aussichtsplattform geniessen: Vom Burgturm hat man bei klarem Wetter ein atemberaubendes Fernsichtpanorama bis zum Bodensee und ins Berner Oberland.

Die Waldburg mit ihrer mittelalterlichen Atmosphäre ist zu einem beliebten Veranstaltungsort geworden. Ein Kinoabend unter sommerlichem Sternenhimmel? Auf der Waldburg ist das möglich! Schöner Film, Sommernacht, warme Decke dabei: Wenn man anschaut, wie gemütlich sich die Pärchen in der Abendfrische aneinander kuscheln, fragt man sich nicht mehr, wie es der kleinen Gemeinde in den letzten Jahren gelang, so einen raschen Kinderzuwachs zu erreichen.

Neben dem Open-air Kino gibt es noch Open-air Theater, Familientage, Konzerte, Ritteressen und vieles mehr. Und wer schon immer von einer Märchenhochzeit mit Fanfaren, Gauklern und Feuerwerk träumte, kann auf der Waldburg sogar heiraten…

… natürlich nur wenn man den Anstieg schafft.



 

Oberstes Bild: Die Waldburg (Bild: Gemeinde Waldburg)

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Über Natalia Muler

Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und reise, seit ich den Reisepass besitze. Momentan lebe ich im sonnigen Spanien und arbeite in der Modebranche, was auch oft mit Reisen verbunden ist, worüber ich dann gerne auf den Portalen von belmedia.ch berichte. Der christliche Glaube ist das Fundament meines Lebens; harmonisches Familienleben, Kindererziehung, gute Freundschaften und Naturverbundenheit sind meine grössten Prioritäten; Reisen und fremde Kulturen erleben meine Leidenschaft; Backen und Naturkosmetik meine Hobbys und immer 5 Minuten zu spät kommen meine Schwäche.



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