In Deutschlands Südosten: Das Elbsandsteingebirge entdecken

24.06.2014 |  Von  |  Deutschland, Europa
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In Deutschlands Südosten: Das Elbsandsteingebirge entdecken
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Das Elbsandsteingebirge, zumeist als Sächsische Schweiz bezeichnet, ist eine rund 700 Quadratkilometer grosse Region rechts und links der Elbe zwischen der Stadt Pirna (südlich von Dresden) und der tschechischen Grenze. Ferien- wie Tagesgästen gleichermassen bietet dieser Landstrich reizvolle Begegnungen mit prächtigen Felsen und malerischen Ecken.

Egal ob als Abstecher während eines längeren Aufenthaltes in Dresden oder im Rahmen richtiggehender Ferien in einem der unzähligen Hotels, Pensionen oder Ferienwohnungen direkt in der Region: Ein Besuch im Nationalpark Sächsische Schweiz lohnt zu jeder Jahreszeit. Faszinieren im Winter die schneebedeckten Felsen, laden in der warmen Jahreszeit vor allem die schattigen Wanderwege in den wunderschönen Wäldern und die tolle Aussicht in luftiger Höhe ein.



Durch ihre eindrucksvollen Felsformationen ist die Sächsische Schweiz bei Bergsteigern wie Wanderern gleichermassen beliebt. Oft wird angegeben, das Elbsandsteingebirge sei rund 100 Millionen Jahre alt. Diese Aussage wird auf die allgemein verbreitete Ansicht gestützt, derartige Felsen würden sich nur langsam aus abgelagerten Sanden bilden. Bei der Flutkatastrophe in Sachsen im August 2002 konnte aber die Bildung einer bis zu einem Meter hohen Sandbank beobachtet werden, die innerhalb von Stunden entstanden war und Merkmale aufweist, die auch in Sandstein gefunden werden. Insofern sollten die Altersangaben zu den Felsen in der Sächsischen Schweiz stets mit Vorsicht betrachtet werden. Dessen ungeachtet sind die gewaltigen Formationen wie die Schrammsteine, der Zirkelstein oder die Barbarine in der Nähe der Stadt Königstein allemal höchst imposante Erscheinungen.

Elbufer nahe Schmilka, Nationalpark Sächsische Schweiz (Bild: Matthias Frank, Wikimedia, CC)

Elbufer nahe Schmilka, Nationalpark Sächsische Schweiz (Bild: Matthias Frank, Wikimedia, CC)

Bequem auch ohne Auto

Viele Ausflugsziele sind bequem mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen. Dies bietet den grossen Vorteil, dass es bei einer Wanderung nicht erforderlich ist, zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Ein klassisches Beispiel hierfür ist die Basteiwanderung, bei der sich ein Aufstieg von der Stadt Wehlen aus lohnt. Mit der S-Bahn von Dresden oder Bad Schandau ist dieser Ort leicht zu erreichen. Unter Benutzung der Fähre geht es dann auf die gegenüberliegende Elbseite und am Marktplatz beginnt der gut ausgeschilderte Wanderweg zum wohl bekanntesten Wahrzeichen des Elbsandsteingebirges, der 194 Meter über dem Elbspiegel gelegenen Basteibrücke.



Oben lässt sich ein herrlicher Ausblick geniessen, und wer möchte, kann im Panoramarestaurant speisen und sich für den Abstieg stärken, der – vorbei an der sehenswerten Felsenbühne Rathen – über den Amselgrund zum Kurort Rathen führt, wo wieder Anschluss an die S-Bahn besteht.

Auch die Besichtigung der Festung Königstein auf dem gleichnamigen Berg ist mit der Bahn und gegebenenfalls dem „Festungsexpress“ ohne stressige Parkplatzsuche möglich. Oben lässt sich in aller Ruhe die imposante Burganlage besichtigen, die zu den grössten Europas zählt.

Unter die Erde und ins Nachbarland

Ein Tipp für Familien ist auch die Besichtigung des Besucherbergwerks „Marie-Luise-Stolln“ in Berggiesshübel. Hier gibt es für Erwachsene und Kinder ab fünf Jahren nicht nur jede Menge über die Arbeit unter Tage zu erfahren, sondern zum Beispiel auch einen unterirdischen See zu erleben.



Und wer Zeit und Musse hat, kann einen Besuch im Nachbarland mit einplanen, denn genau genommen gehört zum Elbsandsteingebirge auch ein auf der anderen Seite der Grenze gelegener Teil bis hin zur tschechischen Stadt Decin. Dieser Abschnitt wird auch als Böhmische Schweiz bezeichnet und bietet weitere sehenswerte Besuchsziele, wie beispielsweise das Prebischtor (tschechisch: Pravcicka brana), die grösste natürliche Sandsteinfelsbrücke in Europa. Ein Geheimtipp: In fast allen Restaurants hinter der Grenze werden original Böhmische Knödel mit Gulasch angeboten – für Tschechien-Besucher ein Muss!

Doch ob nun diesseits oder jenseits der Grenze – das Elbsandsteingebirge hat mannigfaltige Reize und Hunderte Kilometer Wanderwege. Und nicht zuletzt kann die Gegend bei der Fahrt auf einem der historischen Raddampfer auch vom Wasser aus bewundert werden. In allen Fällen gibt es viel zu sehen und zu erleben. Und manchen Felsen zu erklimmen – nicht nur als Bergsteiger.

Text: Christian Schreiber



 

Oberstes Bild: Basteibrücke im sächsischen Elbsandsteingebirge (© Thomas Wolf, www.foto-tw.de, Wikimedia, CC)

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