Kabarettist Tom Pauls bringt Touristen Sächsisch bei

15.11.2016 |  Von  |  Deutschland, Europa, News

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Kabarettist Tom Pauls bringt Touristen Sächsisch bei
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Wenn dor Blaadsch in seiner Hornzsche muddlt, versteht nicht nur der Tourist nur Bahnhof. Die Sachsen wissen durch liebevolle sprachliche Kuriositäten für sich einzunehmen. Einige davon sind nun in einem neuen auf dem YouTube-Kanal des Tourismusverbands Sächsische Schweiz (TVSSW) veröffentlichten Kurzfilm zu entdecken.

Präsentiert wird diese Liebeserklärung an die bizarre Felsenwelt des Elbsandsteingebirges und den dort gesprochenen Dialekt von dem Schauspieler und Kabarettisten Tom Pauls.

„Sächsisch ist ein herrlicher und bewahrenswerter Dialekt, und er gehört zu unserer Region einfach dazu. Immerhin tragen wir das Sächsisch sogar im Namen“, erklärt der TVSSW-Vorsitzende Klaus Brähmig MdB.



Der im Sommer gedrehte, etwa vierminütige Film zeigt Tom Pauls beim Wandern in der Sächsischen Schweiz. Dabei erklärt er den Reiz und die Eigenheiten der Landschaft – auf Sächsisch, versteht sich. Immer wieder sind dabei eindrucksvolle Landschaftsimpressionen zu sehen.

„Wie alle Dialekte ist leider auch Sächsisch in die Defensive geraten“, sagt Brähmig. „Regionale Ecken und Kanten vertragen sich anscheinend nicht mit der Globalisierung.“ Daher freue er sich, dass es Persönlichkeiten wie Tom Pauls gebe, die sich intensiv um den Erhalt und die Pflege regionaler Sprachkultur bemühen.

Mit der Ilse Bähnert Stiftung hat Tom Pauls eine gemeinnützige Institution ins Leben gerufen, die sich diesem Anliegen verschrieben hat. Eines der von der Stiftung realisierten Projekte ist die seit 2008 regelmässig stattfindende Veranstaltung „Die Wahl zum Sächsischen Wort des Jahres“.

„Färdsch“ (fertig), „bäbbeln“ (Fussball spielen), „bomforzionös“ (hervorragend) sind einige der in den vergangenen Jahren zu schönsten sächsischen Wörtern gekürten Vokabeln. Das im Raum Dresden übliche „nu“ (ja) landete neben „fischelant“ (wachsam) und „Gelumbe“ (Kram) auf der Liste der beliebtesten Wörter.

Als vom Vergessen bedrohte Wörter wurden unter anderem „lawede“ (instabil), „Haderlump“ (Landstreicher) und „Renfdl“ (Brotkanten) aufgenommen.

Seit Anfang Oktober steht auch das schönste Sächsische Wort des Jahres 2016 fest: Bibbus, ein kleines, stiftähnliches Ding.

 

Artikel von: Tourismusverband Sächsische Schweiz e. V.
Artikelbild: © Ugis Riba – shutterstock.com

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