Krise im alpinen Tourismus

20.08.2016 |  Von  |  News, Schweiz
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Krise im alpinen Tourismus
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Am 19. August fand in Chateau-d’Oex die 84. Generalversammlung des Schweizer Tourismus-Verbandes (STV) statt. Dabei forderte Präsident Dominique de Buman Mut zu unkonventionellen Ideen. Dringend wirksame Massnahmen zur Verbesserung der Lage brauche vor allem der alpine Tourismus.

Der STV will sich künftig besonders für diese Gebiete einsetzen und fordert eine departements-übergreifende Koordination des Bundesrates zugunsten der Querschnittsbranche Tourismus. Ausserdem illustrierte Gastredner Brian Jones anhand seines Abenteuers, der Weltumrundung im Ballon, wie man schwierige Situationen bewältigen kann.

Der Schweizer Tourismus durchlebt nach wie vor bewegte Zeiten: Nebst Frankenstärke sorgen Visaerschwernisse, Brexit etc für weniger Touristen. „Im alpinen Tourismus ist es fünf vor zwölf! Es muss etwas geschehen und die Branche muss unbedingt geschlossen auftreten. Bündelung der Interessen macht nicht nur schlagkräftig, sondern vermittelt auch Einigkeit und damit Glaubwürdigkeit.“, mahnte de Buman.


Matterhorn bei Sonnenaufgang am Morgen und Stellisee, Wallis (Bild: © Gaspar Janos - shutterstock.com)

Matterhorn bei Sonnenaufgang am Morgen und Stellisee, Wallis (Bild: © Gaspar Janos – shutterstock.com)


Berggebiete sind oft vom Tourismus abhängig

Gerade das Berggebiet trifft die Krise hart, zumal oft ganze Regionen und Branchen (Baugewerbe, Detailhandel, Dienstleister, etc.) vom Tourismus abhängig sind, wie eine aktuelle vom STV in Auftrag gegebene Studie anschaulich belegt. Sie zeigt eindeutig auf, dass der Tourismus der weitaus wichtigste Arbeitgeber im Berggebiet ist. Ist der alpine Tourismus in der Krise, so sind es diverse von ihm abhängige Branchen ebenfalls.

Der STV fordert deshalb eine departements-übergreifende Koordination. Ein Ausschuss des Bundesrates -WBF, UVEK, Finanzdepartement- muss sich des Tourismus als Querschnittsbranche annehmen. Die Ende September stattfindende Table Ronde zu der Bundespräsident Johann Schneider-Ammann einlädt, muss dazu dienen, die zukünftige Zusammenarbeit der Departemente festzulegen und den regelmässigen Austausch mit der Branche sicherzustellen.

Erfreut zeigte sich de Buman darüber, dass das Parlament trotz allgemeiner Sparbestrebungen die Instrumente der Standortförderung und damit der Tourismusfinanzierung nicht beschnitten hat. Das intensive Lobbying des STV und seiner Partner hat Früchte getragen. Er rief die Branche auf, sich ein Beispiel an den Ballonpionieren von Chateau-d’Oex zu nehmen: „Heben wir ab und lassen uns trotz der Schwerkraft des Alltags auf neue und manchmal etwas verrückte Ideen ein!“

Durchhaltevermögen und Pioniergeist führen zum Ziel

Brian Jones gelang mit Betrand Piccard zusammen die 1. Weltumrundung mit einem Heissluftballon. Solch mutiger Pioniergeist ist auch im Tourismus dringend notwendig! Brian Jones berichtete an der Generalversammlung von seinen Erfahrungen – auch von schwierigen Situationen, die ihn aber nicht entmutigten, sondern herausforderten und schliesslich erfolgreich zum Ziel geführt haben.

 

Artikel von: Schweizer Tourismus-Verband (STV)
Artikelbild: Alpenpanorama mit Jungfrau, Monch, Eiger Nordwand und Männlichenbahn – Grindelwald, Berner Oberland (© Gaspar Janos – shutterstock.com)

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