Lateinamerika und seine weniger bekannten Naturwunder

24.07.2014 |  Von  |  Alle Länder, Südamerika
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Lateinamerika und seine weniger bekannten Naturwunder
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Lateinamerika umfasst ein riesiges Gebiet, auf dem sich nicht nur im Laufe der Jahrtausende viele Kulturen angesiedelt haben. Überdies entdecken Sie in allen Ländern eine Vielzahl an hinreissenden landschaftlichen Formationen, bei deren Anblick Ihnen der Atem stocken wird. Einige dieser Highlights wie die Wasserfälle von Iguazu an der Grenze von Brasilien und Argentinien, die Atacamawüste wie auch die Traumstrände auf Yucatan, Mexikos wunderschöner Halbinsel am Karibischen Meer sind weltbekannt.

Andere Spots allerdings erleben unverständlicherweise ein touristisches Schattendasein, obwohl es sich dabei meist um paradiesische Orte handelt, die es wert sind, mehr Aufmerksamkeit zu erfahren. Bei einer Lateinamerika-Rundreise von der Karibik im Norden bis in die unergründlichen Weiten der patagonischen Wüsten im Süden gibt es Naturwunder zu erkunden, die Sie glauben lassen, in einem wunderbaren Traum zu sein.



Semuc Champey in Guatemala

Flüsse mit kleinen Wasserfällen sind ja nichts Besonderes. Wenn Sie aber am Río Cahabón in Guatemala stehen, fühlen Sie sich in ein wahres Naturparadies versetzt. Im Spanischen heisst der Ort, an dem der Rio verschiedene kleine Becken mit kristallklaren Gewässern füllt, Cañón de las piscinas turquesas, was so viel wie „Schlucht mit türkisfarbenen Becken“ bedeutet. Die Ureinwohner nannten die Schlucht Semuc Champey, was auf Deutsch „dort, wo das Wasser verschwindet“ bedeutet. Auf den ersten Blick versteht niemand, woher der Name eigentlich stammt. Der Fluss taucht im Naturschutzgebiet im Departement Alta Verapaz in die Erde ein, fliesst unterirdisch weiter und speist dabei einige Becken, die zwischen einem und drei Metern tief sind, mit glasklarem Wasser, das sogar – abhängig von der Jahreszeit – seine Farbe ändert.

Semuc Champey in Guatemala (Bild: alMalsamo Produções, Wikimedia, CC)

Semuc Champey in Guatemala (Bild: alMalsamo Produções, Wikimedia, CC)

Islas Los Roques – karibische Trauminsel in Venezuela



Wenn Sie nach einer karibischen Trauminsel Ausschau halten, die jedes Postkartenklischee erfüllen kann und dennoch abseits des Massentourismus liegt, sollten Sie auf dem Globus nach den „Islas Los Roques“ suchen. Drehen Sie Ihre Erdkugel in Richtung Venezuela und entdecken Sie etwa 170 Kilometer vom Festland entfernt diese zauberhafte Karibikinsel. Buchen Sie einen Flug und nehmen Sie Sonnenschutz, Badesachen und eine unterwassertaugliche Kamera mit. Schon beim Schnorcheln werden Sie den unter Wasser liegenden Garten Eden erleben und nicht mehr vergessen können.



Rund um die 46 lange und 27 Kilometer breite Insel reiht sich ein Korallenriff an das andere. 60 Schwammarten, 140 Muschel- und 60 Korallen- sowie 280 Fischarten tummeln sich in den glasklaren Gewässern. Möchten Sie an einem der zahllosen Traumstrände die Vogelwelt beobachten, können Sie mit etwas Glück alle hier vorkommenden 90 Vogelarten sehen.

Wüstenoase in Peru

Oasen mit einem Wasserloch, das mitten in einer Sandwüste von Palmen umgeben liegt und Karawanen lebensrettendes Wasser spendet, erwarten Sie wahrscheinlich eher in der afrikanischen Sahara. Doch kaum eine Oase auf der Welt ist typischer für dieses Naturphänomen als die „Oasis de Huacachina“ in Peru, die von bis zu 100 Meter hohen Sanddünen umringt ist. Das Wasser in der Oase ist kein Grundwasser, sondern stammt aus einem unterirdisch verlaufenden Fluss der Anden, der mit Mineralien angereichertes Wasser aus den schneebedeckten Gipfeln der peruanischen Kordilleren mit sich führt. Sie können in einem der kleinen Hotels übernachten und inmitten einer Sandwüste ein erfrischendes Bad nehmen.

Oasis de Huacachina in Peru (Bild: Ingo Mehling, Wikimedia, CC)

Oasis de Huacachina in Peru (Bild: Ingo Mehling, Wikimedia, CC)

Isla Ometepe, die von Vulkanen geprägte Inselwelt Nicaraguas

Nicaragua gehört nicht unbedingt zu den Touristenspots in Lateinamerika. Eigentlich unverständlich, hat dieses Land doch eine so spektakuläre Inselwelt wie die Isla Ometepe zu bieten, die weltweit wohl einzigartig ist. Von gleich zwei perfekt geformten Vulkanen, die sich um den Lago de Nicaragua erheben, wird das eindrucksvolle Landschaftsbild rund um den See geprägt. Sie finden sich auf der weltweit grössten vulkanischen Insel wieder, die nicht nur mit tollen Badestränden begeistert, sondern Ihnen ferner die Möglichkeit gibt, zu den beiden erloschenen Vulkanen Concepción (1610 Meter) und den Maderas (1394 Meter) hinaufzusteigen und die Aussicht zu geniessen.



 

Oberstes Bild: Gran Roque auf Islas Los Roques (© Berrucomons, Wikimedia, GNU)

Über Kirsten Schlier

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