Melbourne – lebenswerteste Stadt der Welt

21.06.2014 |  Von  |  Alle Länder, Australien
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Melbourne – lebenswerteste Stadt der Welt
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Zugegeben, es klingt etwas vermessen, aber tatsächlich wurde Melbourne innerhalb von zehn Jahren fünfmal zur weltweit lebenswertesten Stadt gekürt. Die renommierte Zeitschrift „The Economist“ erhob die Metropole an der Südostküste von Australien in diesen Rang. Hier stimmt einfach alles: Klima, Wetter, Kultur, Natur und das soziale Umfeld.

Die Metropole (4,25 Millionen Einwohner) bildet den politischen und wirtschaftlichen Mittelpunkt des australischen Bundesstaates Victoria und liegt am Yarra-River in der Mündung der Port-Philipp-Bucht. Melbourne ist die südlichste Millionenstadt weltweit.



Beschwingtes Leben am südlichen Ende der Erde

Melbourne ist ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen und Einflüsse. Einwanderer aus China, England, Griechenland, Kroatien, Irland, Italien und Vietnam haben der Metropole und Australien ihren Stempel aufgedrückt. Ursprünglich war die Hafenstadt eine englische Kolonie und verdankt Lord Melbourne, ehemaliger britischer Premierminister, ihren Namen (seit 1837).

Das Herzstück der Stadt ist der historische „Queen Victoria“-Markt, den es bereits seit 1869 gibt. Auf diesem gigantischen Freiluftmarkt gibt es an jedem Tag der Woche frisches Gemüse, frischen Fisch, Souvenirs und überdachte Stände mit leckeren Gerichten aus aller Herren Länder. Am Wochenende wird der Platz zum Floh- und Jahrmarkt, mit vielen Attraktionen und Schnäppchen. Für Stimmung sorgen internationale Bands, und jeden Freitag verwandelt sich der Platz in einen Nachtmarkt mit freiem Eintritt und buntem Programm. Es gibt sogar eine markteigene Kochschule, die jede Fernseh-Kochshow in den Schatten stellt.

Queen Victoria Markt in Melbourne (Bild: S3074865, Wikimedia)

Queen Victoria Markt in Melbourne (Bild: S3074865, Wikimedia)




City Circle Tram und Federation Square

Das Beste für die Gäste ist die historische Strassenbahn, die kostenlos und täglich im Zwölf-Minuten-Takt den rechteckigen Stadtkern der Metropole umfährt. Einfach einsteigen und mitfahren, lautet die Devise. Die weinrote Bahn ist mit einem Audio-System ausgestattet und weist auf alle Stationen und Sehenswürdigkeiten hin.

Beginnen sollte jede Stadtrundfahrt auf dem Federation Square, denn hier befindet sich Melbournes zentrale Touristeninformation. Der weitläufige Platz verläuft sich über zahlreiche Ebenen und erstrahlt in ockerfarbenem Sandstein. Er wurde 2002 mit etwas Verspätung zum 100. Geburtstag der Gründung Australiens fertiggestellt und bietet ein buntes und lebhaftes Treiben. Rund um den Platz befinden sich Museen, Restaurants und Cafés. Kleinkünstler schaffen eine beschwingte Atmosphäre. Im „Ian Potter Centre“ sind die Kunst und Kultur der Aborigines zu bestaunen.

Federation Square  in Melbourne (Bild: AussieNickuss, WIkimedia)

Federation Square in Melbourne (Bild: AussieNickuss, WIkimedia)

Melbourne – Stadt der Superlative und der eleganten Villen

Die Skyline wird von Bürokomplexen und Wolkenkratzern dominiert. Der Eureka-Tower ist mit 297 Metern und 91 Stockwerken das höchste Gebäude der Stadt. Eine Attraktion ist das Skydeck auf einer ausfahrbaren Glasbodenplattform im 88. Stock. Kein Aussichtspunkt auf der Südhalbkugel ist höher. Der Panoramablick von hier oben ist atemberaubend.

Eine Augenweide sind auch die noblen Stadtvillen aus dem 19. Jahrhundert in South Melbourne und Albert Park. Hier paart sich die glanzvolle Vergangenheit der Stadt mit der modernen Gegenwart. In der mondänen „Clarendon Street“ konzentriert sich alles auf Delikatessen und noble Mode. Coventry, Dorcas, Bank und Park Street bieten ausgefallenen „Melbourne-Style“ aus lokaler Produktion und vielfältige Einkaufsmöglichkeiten. Die beliebteste Einkaufsmeile ist jedoch die Bourke Street im Stadtzentrum.





Rathaus von South Melbourne (Bild: Donaldytong, Wikimedia, GNU)

Rathaus von South Melbourne (Bild: Donaldytong, Wikimedia, GNU)

Museenvielfalt und Melbourne Aquarium

Melbourne bietet eine grosse Zahl an interessanten Museen und Ausstellungen, die in anschaulicher Weise die Geschichte und Kunst des Kontinents dem Besucher nahebringen. Unbedingt besichtigen sollte man das Einwanderermuseum, das Melbourne Museum – der grösste Museumskomplex der südlichen Erdhalbkugel –, und die Royal Exhibition Buildings, von der UNSECO im Jahr 2004 zum Weltkulturerbe erklärt. Der in viktorianischem Stil errichtete Gebäudekomplex aus der Mitte des 19. Jahrhunderts liegt in den Carlton Gardens inmitten eines parkähnlichen Geländes.



Mit der City Circle Tram gelangen Besucher auch zum Melbourne Aquarium, das teilweise ins Flussbett des Yara-Rivers eingebettet ist. Es führt Sie in Glastunneln durch riesige Becken mit Haien und Mantas. Ein faszinierendes Erlebnis, auf das Sie nicht verzichten sollten.

Melbourne Aquarium (Bild: Christopher Corneschi, Wikimedia, GNU)

Melbourne Aquarium (Bild: Christopher Corneschi, Wikimedia, GNU)

Laneways und Arkaden

Ursprünglich waren die Laneways die Hintereingänge zu den herrschaftlichen Häusern an den Hauptstrassen. Heute haben sich diese Hinterhöfe zu überdachten Arkaden und engen Gassen gemausert, die abseits vom Mainstream die kulturelle Vielfalt der Millionenstadt mit schrillen Galerien, winzigen Cafés, gemütlichen Kneipen und Kunst im öffentlichen Raum zeigen.

Fitzroy Gardens, belebte Strände und grüne Nationalparks

Melbourne bietet im Stadtteil Fitzroy eine alternative Szene mit Künstlern, Designern und Intellektuellen, die ihresgleichen sucht. Eine blühende Oase der Ruhe sind die Fitzroy Gardens. In dem Park steht das Original-Geburtshaus von James Cook, dem berühmten Seefahrer und Entdecker der Ostküste Australiens. Das Cottage wurde im Jahr 1933 von England hierhertransportiert.

Was wäre Australien ohne seine Strände und Wälder? Mit der Strassenbahn erreicht man bequem den Strandvorort St. Kilda mit seinem weissen Sandstrand und der langen Uferpromenade. Am Wochenende bietet der Luna Park Geisterbahnen und andere Fahrgeschäfte.

Etwa eine Autostunde vom Zentrum entfernt liegt der gebirgige und bewaldete Nationalpark „Dandenong Ranges“ – ein Naturparadies mit freilaufenden Kängurus, Koalas und Papageien.
Sehenswert ist auf jeden Fall „The Great Ocean Road“, die zu den schönsten Küstenstrassen der Welt gehören soll, mit Blick auf tiefblaues Meer und spektakuläre Klippen.



 

Oberstes Bild: Melbourne bei Nacht (Jorge Láscar, Wikimedia, CC)

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