Nürnberger Kunstbunker – eindrucksvolles Ziel für besondere Exkursionen    

12.11.2015 |  Von  |  News
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Nürnberger Kunstbunker – eindrucksvolles Ziel für besondere Exkursionen    
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Er ist in seiner Art einmalig in Deutschland – der historische Kunstbunker Nürnberg. Hier überlebten die wichtigsten Kunstschätze der Stadt den Zweiten Weltkrieg, aber auch „Gäste“ wie die Reichskleinodien, der Krakauer Marienaltar oder die Manessische Liederhandschrift.

Nürnbergs eindrucksvollste Bunkeranlage aus dem Zweiten Weltkrieg: Tief im Fels des Burgbergs überstanden hier die bedeutendsten Nürnberger Kunstschätze unbeschadet den Bombenhagel des Zweiten Weltkrieges.

Schon kurz nach Kriegsbeginn wurde hier eine in Deutschland einzigartige Bergungsanlage mit aufwändiger Technik geschaffen, um die wertvollsten Kunstwerke vor Feuer, Rauch, Gas und Plünderung zu schützen.

Sprichwörtlich bombensicher eingelagert waren in dieser einzigartigen Bergungsanlage für Kulturgüter so berühmte Nürnberger Kunstwerke wie der Engelsgruss des Veit Stoss aus der Lorenzkirche, die Kunstuhr der Frauenkirche („Männleinlaufen“), der Globus des Martin Behaim, Gemälde, Kupferstiche und Schriften von Albrecht Dürer, historische Musikinstrumente, Altäre, Glasmalereifenster und Chorgestühl sämtlicher Altstadtkirchen sowie wissenschaftliche Instrumente und Zeitmessgeräte.

Aber auch der Krakauer Marienaltar des Veit Stoss – von den Nazis aus Polen geraubt – und die Reichskleinodien waren hier vor den Luftangriffen bestens geschützt.

Daher hatten auch hier in Nürnberg die sogenannten Monuments Men, die Kunstschutzoffiziere der US-Armee, eine wichtige Mission zu erfüllen: Während noch die Kämpfe in der Stadt tobten, drangen sie zum Kunstbunker vor, um Plünderungen und Zerstörungen zu vermeiden und um später das von den Nazis geraubte Kulturgut wieder zurückzugeben.

Im Gegensatz zu den im Bunker gelagerten Kunstschätzen wurden weite Teile der Stadt und insbesondere auch viele historisch wertvolle Gebäude in der Altstadt völlig zerstört. Einiges davon konnte rekonstruiert werden, vieles ging aber auch unwiederbringlich verloren.



Täglich um 14.30 Uhr gibt es eine Führung durch den Historischen Kunstbunker zum Thema Kunstluftschutz – Zerstörung – Wiederaufbau in Nürnberg.

Führungen

Dauer: ca. 75 Minuten
Mo bis So: 14.30 Uhr
Fr und Sa: 14.30 und 17.30 Uhr

Erwachsene: 6 Euro
Schüler, Studenten: 5 Euro
Kinder unter 7 Jahre: in Begleitung eines Elternteils frei
Gruppen: 90 Euro
Fremdsprachig: 100 Euro

Veranstalter: Förderverein Nürnberger Felsengänge e.V.

 

Artikel von: Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg
Artikelbild: © obs/Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg/Uwe Kabelitz


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