Sonne, Strand und mehr in Apulien

02.12.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Sonne, Strand und mehr in Apulien
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Neben Sonne, Strand und Meer hat Apulien noch einiges mehr zu bieten. So darf sich der Feriengast auf eindrucksvolle Naturlandschaften und bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten freuen.

Apulien ist für erholsame Badeferien wie geschaffen, besitzt es doch eine rund 760 Kilometer lange Küste. Grosse Teile derselben liegen an der Adria, ganz im Südwesten hat Apulien Anteil am Ionischen Meer. Ausgedehnte Sandstrände sind hier genauso zu finden wie atemberaubende Steilküsten. Ein grosser Nachteil ist die verhältnismässig lange Anreise von der Schweiz bis in den südöstlichen Teil Italiens.



Im Gegensatz zu den meisten italienischen Regionen ist Apulien ein vergleichsweise flacher Landesteil. Bergig ist aber die Halbinsel Gargano, ein ganz besonders attraktives Ziel in Apulien. Auch die Halbinsel Salento ganz im Süden hat ihren Reiz, gibt es hier doch kilometerlange und teils menschenleere Sandstrände.

Auch im Landesinneren, im Grenzbereich zu Kampanien, ist es recht bergig. Monti della Daunia ist das einzige nennenswerte Gebirge Apuliens. Der höchste Berg ist der Monte Cornaccia mit einer Höhe von 1152 Metern. Dies ist bei Weitem nicht so spektakulär wie in anderen Regionen Italiens. Einen ganz besonderen Reiz stellen dafür die herben und uralten Kulturlandschaften des Gargano und der Murge dar. Ausgesprochen attraktiv sind auch die Meeresschutzgebiete der Tremiti-Inseln und Torre Guaceto.

Im Naturschutzgebiet Torre Guaceto (Bild: Stefano Trezzi, Wikimedia, CC)

Im Naturschutzgebiet Torre Guaceto (Bild: Stefano Trezzi, Wikimedia, CC)

Fantastische Strände und tolle Bedingungen für Surfer



Sicher wird jeder Feriengast seinen bevorzugten Strand in Apulien finden, um zu schwimmen, Wassersport zu treiben, mit den Kindern zu spielen oder einfach nur die Seele baumeln zu lassen. Wir waren schon einige Male in Süditalien und unsere Traumstrände haben wir auf der Halbinsel Gargano gefunden. Zwischen Vieste und Pescici befinden sich herrliche Strände, die immer wieder von bizarren Felsen oder einer Steilküste unterbrochen sind. Während der Sommerferien ist die Beliebtheit dieser Strände doch zu sehen und es kann recht voll werden. Aber keine Bange, stille Plätzchen sind auch dann noch zu finden.

Besonders beliebt ist der Gargano auch bei Surfern. Schon im Frühjahr, bevorzugt um Pfingsten herum, zieht es die Surfer und Kiter aus Mitteleuropa in den schon angenehm warmen Süden Italiens. Hier vor Vieste habe ich selbst meine ersten Surfversuche unternommen und inzwischen ist so etwas wie eine Leidenschaft daraus geworden. Die Bedingungen zum Surfen sind am Gargano wirklich hervorragend und man kann durchaus von einem Hotspot der Surferszene Europas sprechen.

Auch Taucher finden vor der Küste Apuliens reizvolle Reviere. Anziehungspunkte sind vor allem die Grotten an der Südküste des Gargano und die Tremiti-Inseln. Die kristallklaren Gewässer sind ein wahres Paradies für Taucher. Neben einer eindrucksvollen Artenvielfalt unter Wasser beeindrucken die Schluchten und Grotten, die Wände aus Gorgonien und alte Schiffswracks. Sie zeugen davon, dass hier alte Handelsrouten entlangführten.



Wer jetzt nicht zur Spezies der Taucher gehört, muss auf die sehenswerten Grotten an der Garganoküste nicht verzichten. Von den Orten entlang der Küste werden Bootstouren angeboten. Sie bringen die Touristen direkt an diesen sehenswerten Küstenabschnitt. Einige dieser Grotten sind mit den nicht allzu grossen Booten auch zu befahren und bieten so ein ganz besonderes Naturerlebnis, denn vom Land aus sind diese Grotten nicht zu erreichen. Wir unternahmen diese Tour von Vieste aus und können eine solche Bootsfahrt nur empfehlen.

Eine der vielen Grotten auf den Tremiti-Inseln (Bild: Ra Boe 001, Wikimedia, CC)

Eine der vielen Grotten auf den Tremiti-Inseln (Bild: Ra Boe 001, Wikimedia, CC)




Die Kühle des Waldes

An heissen Sommerwochenenden verlassen die Einheimischen so oft wie möglich die Küstenregionen. Sie flüchten regelrecht in das Gebirge des Gargano. Er ist vergleichsweise dicht bewaldet und zahlreiche klare Bächlein schlängeln sich durch die Täler. Hier ist es tatsächlich um einiges kühler als an der sonnendurchfluteten Küste. In regelmässigen Abständen sind Grillplätze angelegt, die vielfach von ganzen Familien umlagert werden. Auch wir genossen manches Mal die erfrischende Kühle des Waldes.

Foresta Umbra in Gargano (Bild: LucaLuca, Wikimedia, GNU)

Foresta Umbra in Gargano (Bild: LucaLuca, Wikimedia, GNU)

Bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten

An Sehenswürdigkeiten hat Apulien auch so einiges zu bieten, wenn auch die Dichte an kulturellen Highlights nicht ganz so hoch ist wie in anderen Teilen Italiens. Eine herausragende Stellung nimmt dabei sicher das Castel del Monte ein. Die markante Burg wurde im 13. Jahrhundert unter der Herrschaft der Staufer erbaut. Die bemerkenswerte Burg wurde im Jahr 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Das Castel del Monte in Apulien (Bild: Guido Radig, Wikimedia, CC)

Das Castel del Monte in Apulien (Bild: Guido Radig, Wikimedia, CC)

Manch einem Reisenden werden die immer wieder auftauchenden Türme entlang der Küste auffallen. Sie wurden einst zum Schutz des Landes errichtet. Beispiele für diese Schutztürme sind der Amati-Turm in Porta Grande, der Colombaia-Turm in Lecce oder der Normannische Turm in Foggia. In Apulien ist aber noch mehr kulturelles Erbe zu entdecken. Prächtige Ensembles historischer Gebäude bieten die Altstädte von Foggia, der Provinzhauptstadt Bari, von Francavilla Fontana, Avetrano oder Ascoli Satriano.

Lohnenswert ist auch der Besuch des malerischen Dorfes Cisternino in der Provinz Brindisi. Es gehört zu den schönsten Dörfern überhaupt. Ein besonderer Höhepunkt eines jeden Apulienaufenthaltes ist zudem ein Rundgang durch Alberobello. Es ist bekannt für seine Trullis, einen einzigartigen Gebäudetyp, der völlig ohne Mörtel errichtet wurde und nicht von ungefähr Aufnahme in die Welterbeliste fand.



 

Oberstes Bild: Die Landschaft auf der Halbinsel Gargano (giuseppe palumbo, Wikimedia)

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Über Winfried Meyer

Als gelernter Kartograf galt mein Interesse schon früh den Landkarten und fernen Ländern. Daraus entwickelte sich eine grosse Leidenschaft für das Reisen, die mich schon in viele Teile unserer Erde geführt hat. Inzwischen betreibe ich ein Redaktionsbüro für die Reise- und Tourismusbranche und biete meinen Kunden einen umfangreichen Service an. Neben hochwertigen Inhalten plane ich individuelle Rundreisen und übernehme Fotoaufträge.


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