Alternativ, klassisch oder rockig: Festival-Reisen im Sommer

27.03.2014 |  Von  |  Alle Länder
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Alternativ, klassisch oder rockig: Festival-Reisen im Sommer
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Sommer, das bedeutet Reisezeit – und Festival-Zeit. Zehntausende Menschen zieht es alljährlich zu den grossen Events, bei denen sich die Crème de la Crème der Rock- und Popmusik, der Filmwelt und der darstellenden Künste ein Stelldichein gibt. Grund genug, die Sommerferien dieses Jahr selbst einmal mit einem unvergesslichen Festival-Erlebnis zu kombinieren.

Von der kommerziellen Grossveranstaltung bis zum alternativen Event, von klassischen Klängen bis zu Jazz auf Weltniveau gibt es kaum etwas, was die traditionellen Sommerveranstaltungen nicht zu bieten haben. Wir haben einige der lohnenswertesten Festivals ausgesucht und stellen Ihnen an dieser Stelle fünf ganz unterschiedliche Events für jeden Geschmack vor.



Party, Kunst und Geschenke: das Burning Man Festival

Jedes Jahr Ende August zieht es rund 50.000 Menschen in die Wüste von Nevada, um einem der aussergewöhnlichsten Events der Kunst- und Musikszene beizuwohnen: dem Burning Men Festival, das die Black Rock Desert nördlich von Reno für acht Tage in eine grosse Freilichtbühne verwandelt. Gemeinschaftliche Partys und künstlerische Aktionen, kreative Kostüme und gegenseitige Geschenke – all das ist Teil dieses einzigartigen Events, bei dem sich die Besucher in Themencamps zusammenfinden, sich mit dem Velo fortbewegen und den Ablauf des Festivals spontan selbst festlegen.

Spektakel in der Wüste: das Burning Man Festival (Bild: Anne Gomez / Wikimedia / <a title="creativecommons.org - Creative Commons" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">CC</a>)

Spektakel in der Wüste: das Burning Man Festival (Bild: Anne Gomez / Wikimedia / CC)




Seinen Namen verdankt das ungewöhnliche Festival dem zentralen Ereignis, bei dem eine 12 m hohe menschliche Statue verbrannt wird.

Daneben gibt es beim Burning Man Festival keine Struktur mit fest gebuchten Künstlern, wie es bei anderen Veranstaltungen üblich ist; vielmehr organisieren die Besucher ihre Partys, künstlerischen Präsentationen und Konzerte gemeinsam. Besonders kurios: Geld, Strom und Frischwasseranschlüsse sind beim Burning Man Festival ebenso wenig vorhanden wie ein Handy- oder Internetempfang. Was da ist, wird geteilt oder verschenkt.

Jazz-Legenden hautnah erleben: das Montréal Jazz Festival

Das grösste Jazz-Festival der Welt erwartet seine Besucher alljährlich Anfang Juli mit elf Tagen Jazz der Spitzenklasse. Rund zwei Millionen Menschen lockt die Grossveranstaltung durchschnittlich in den kanadischen Südwesten, wenn die grossen Namen des Jazz ihr Können auf Open-Air-Konzerten, in Clubs, Kneipen und Konzertsälen unter Beweis stellen. Ray Charles und Stevie Wonder, Smokey Robinson und Aretha Franklin – sie alle haben auf dem Montréal Jazz Festival gespielt und zählen damit zu einer Reihe von mittlerweile über 500 Gruppen und Sängern aus allen Genres.

Innenstadt von Montréal während des Jazz Festivals (Bild: Jocelynhade / Wikimedia / CC)

Innenstadt von Montréal während des Jazz Festivals (Bild: Jocelynhade / Wikimedia / CC)




Die Geschichte der Veranstaltung ist relativ jung: Erst 1980 fand nach zwei gescheiterten Anläufen das erste Jazz Festival in Montréal statt. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten, und aus den einstmals 12.000 Besuchern sind mittlerweile Millionen von Jazz-Liebhabern aus aller Welt geworden, während das Festival als Verleiher bedeutender Musikpreise bekannt ist.



Mozart und mehr: Festival lyrischer Kunst in Aix-en-Provence

Das Festival lyrischer Kunst im südfranzösischen Aix-en-Provence wurde ursprünglich als reines Mozart-Festival gegründet, und bis heute stellen Mozarts Werke einen wesentlichen Bestandteil des jährlich wechselnden Programms dar. Daneben erwarten Gäste aber auch viele weitere Vorführungen, in deren Rahmen in der Vergangenheit unter anderem das Berliner Philharmonische Orchester unter der Leitung von Simon Rattle für eine vierjährige Spielzeit auftrat.

Ehemaliger Erzbischofpalast von Aix-en-Provence (Bild: JM Campaner / Wikimedia / CC)

Ehemaliger Erzbischofpalast von Aix-en-Provence (Bild: JM Campaner / Wikimedia / CC)

Seit seiner Gründung im Jahr 1948 hat das Festival lyrischer Kunst sich zu einem der bedeutendsten europäischen Klassikfestivals mit jährlich rund 80.000 Besuchern entwickelt, das durch die Nähe zur Metropolregion Marseille noch zusätzlich an Reiz gewinnt.

Hauptspielort des Festivals ist jeden Sommer der Hof des einstigen Erzbischofpalastes von Aix-en-Provence; zusätzlich finden weitere Veranstaltungen teils unter freiem Himmel, teils im 2007 eigens erbauten Konzertsaal Grand Théâtre de Provence statt.

Rock am Ring – der Klassiker unter den Rockfestivals

Wer einmal bei einem der ganz grossen Rockfestivals dabei sein möchte, aber noch keine Festival-Erfahrung hat, der kommt am Rock am Ring kaum vorbei. Bei der ersten Veranstaltung im Jahr 1985 noch als einmaliges Event geplant, zählt das Festival auf dem Nürburgring heute mit jährlich weit über 80.000 Zuschauern zu den grössten Veranstaltungen in Europa und kommt gemeinsam mit dem fast identischen Schwesterfestival Rock im Park in Nürnberg auf rund 150.000 Besucher.

Festival der Superlative: Rock am Ring (Bild: Achim Raschka / Wikimedia / CC)

Festival der Superlative: Rock am Ring (Bild: Achim Raschka / Wikimedia / CC)

Fast alle grossen Namen der Rockmusik waren hier schon einmal, wenn nicht mehrmals vertreten – von David Bowie bis Metallica, von Bob Dylan über Guns N‘ Roses bis zu Rammstein. An 3-4 Tagen Anfang Juni verwandelt sich der Nürburgring ist eine Partymeile mit drei Bühnen, die umliegenden Flächen in einen riesigen Campingplatz für Zelter und Caravans.

Talentschmiede für Hollywood: das Raindance Film Festival

Das Raindance Film Festival ist viel mehr als nur ein regelmässiges Event, denn als ganzjährig arbeitende Filmschule fördern die Macher unabhängige Produzenten und Regisseure ebenso wie vielversprechende junge Schauspieltalente weltweit. Jährliches Highlight ist das Festival selbst, das Ende September in London renommierte Preise an Nachwuchsregisseure vergibt und sich mittlerweile zu Europas wichtigstem unabhängigen Filmfestival entwickelt hat.

Prominentes Jurymitglied beim Raindance Film Festival: Jeremy Irons (Bild: Siebbi / Wikimedia / CC)

Prominentes Jurymitglied beim Raindance Film Festival: Jeremy Irons (Bild: Siebbi / Wikimedia / CC)

Aus der Raindance Filmschule hervorgegangen sind so illustre Namen wie Matthew Vaughn oder Guy Ritchie; in der Jury sitzen unter anderem Jeremy Irons und Faye Dunaway. Die ausgezeichneten Produktionen qualifizieren sich für eine Oscar-Nominierung, und nicht wenige Filme, die erstmalig auf dem Raindance Film Festival vorgestellt wurden, konnten in der Folge viele weitere bedeutende Auszeichnungen gewinnen.



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Oberstes Bild: Sonnenaufgang beim Burning Man Festival (Bild: Andrew Fresh / Wikimedia / CC)

Über Andrea Rathjen

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