Bodensee-Radweg, Teil 1: Von Konstanz nach Ludwigshafen

18.11.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Bodensee-Radweg, Teil 1: Von Konstanz nach Ludwigshafen
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Der Bodensee-Radweg ist ein Klassiker unter den Radfernwegen und führt die Radler zudem durch drei verschiedene Länder. Aufgrund der Topografie rund um den See ist er für die gesamte Familie geeignet, um entspannte und erlebnisreiche Ferien zu verbringen.

Rund 270 Kilometer ist er lang, der Bodensee-Radweg. Die Strecke ist sehr gut ausgebaut und beschildert und führt meist flach in Ufernähe rund um den Bodensee. Dieser ist der grösste See Deutschlands, aber auch die Schweiz und zu einem kleinen Teil Österreich grenzen an das sogenannte „Schwäbische Meer“.

Dies ist ein zweiteiliger Bericht über den Bodensee-Radweg. Hier das Inhaltsverzeichnis:

Teil 1: Von Konstanz nach Ludwigshafen

Teil 2: Von Ludwigshafen über Bregenz zurück nach Konstanz

Bei einer Radtour rund um den See dürfen Sie sich auf jede Menge Höhepunkte freuen. Sie besuchen sehenswerte Städte mit eindrucksvollen Baudenkmälern, durchqueren malerische Landschaften, erleben interessante Museen und können den verschiedensten Aktivitäten nachgehen. So ist bei einer Tour auf dem Bodensee-Radweg für jeden etwas dabei und es wird keine Langeweile aufkommen.

Bei der Tour um den Bodensee sind die Alpen eigentlich immer in Sichtweite und bieten ein einzigartiges Panorama. Eine Tour bietet sich vom Frühjahr bis in den Herbst hinein an. Fantastisch ist das Frühjahr, wenn unzählige Obstbäume ihre Blütenpracht entfalten. Aber auch der Herbst mit der Weinlese und der üppigen Farbenpracht der Natur wird Ihnen unvergessliche Eindrücke bescheren.



Für eine Radreise über die 270 Kilometer sollten Sie wenigstens sechs Tage einplanen, um die Höhepunkte rund um den Bodensee auch kennenzulernen. Wir nahmen uns dafür deutlich mehr Zeit und waren 14 Tage unterwegs. Dies war auch unserer Tochter geschuldet, denn für Sie sollten es unvergessliche Ferien mit tollen Eindrücken werden.

Blick vom Konstanzer Stadtgarten in Richtung Altstadt (Bild: Rizzo, Wikimedia, GNU)

Blick vom Konstanzer Stadtgarten in Richtung Altstadt (Bild: Rizzo, Wikimedia, GNU)




Von Konstanz bis zum Rheinfall

Unsere Rundreise begannen wir in Konstanz. Diese Entscheidung fiel nicht sonderlich schwer, ist die Stadt an der Grenze zur Schweiz doch sehr gut mit der Bahn zu erreichen. Bevor es richtig losging, unternahmen wir zunächst eine Stadtbesichtigung, denn Konstanz besitzt eine herrliche Altstadt mit sehenswerten Bauwerken. Darunter befinden sich auch das sehenswerte Münster und das Konzilsgebäude.



Wir verliessen die Stadt schliesslich in westlicher Richtung und erreichten bald darauf die Insel Reichenau. Sie ist die grösste Insel im See und für ihren vielseitigen Gemüseanbau weithin bekannt. Aber die Insel ist auch Weltkulturerbe und ein herausragendes Beispiel dafür, welche religiöse und kulturelle Rolle das Benediktinerkloster im Mittelalter spielte. Unser Etappenziel war Diessenhofen mit seinem mittelalterlichen Zentrum und der hölzernen Brücke über den Rhein.

Rheinbrücke Diessenhofen–Gailingen mit Blick auf das Städtchen Diessenhofen (Bild: Martingarten, Wikimedia, CC)

Rheinbrücke Diessenhofen–Gailingen mit Blick auf das Städtchen Diessenhofen (Bild: Martingarten, Wikimedia, CC)

Bevor wir weiter am Bodensee entlangradelten, war ein Abstecher zum Rheinfall für uns ein unbedingtes Muss. Zunächst führte uns die Tour durch eine herrliche Flusslandschaft und wir erreichten schon bald Schaffhausen, das nur wenige Kilometer oberhalb des Rheinfalls liegt. Wir nahmen uns ein wenig Zeit für einen Stadtrundgang. Dabei liessen wir es uns nicht nehmen, von der Festung Munot einen Blick auf das hübsche mittelalterliche Zentrum zu werfen.

Wenig später war es dann so weit und wir erreichten mit dem Rheinfall ein wahres Naturspektakel. Schon von Weitem vernahmen wir das Tosen des mächtigsten Wasserfalls in Mitteleuropa. Dort angekommen, bestiegen wir ein Schiff und liessen uns zum Felsen inmitten der lärmenden Wassermassen bringen, um das Spektakel aus nächster Nähe zu bestaunen. Wir waren beeindruckt, mit welcher Wucht das Wasser in die Tiefe stürzte und uns dabei die Gischt ins Gesicht geweht wurde.

Rheinfall mit Schloss Laufen (Bild: Mh-rockt, Wikimedia, GNU)

Rheinfall mit Schloss Laufen (Bild: Mh-rockt, Wikimedia, GNU)

Über Stein am Rhein zur Insel Mainau

Nach diesen Eindrücken ging es am nächsten Tag rheinaufwärts. Dieses Mal wählten wir das nördliche Ufer und erreichten alsbald das schmucke Städtchen Stein am Rhein. Wir waren von der Altstadt mit ihren engen Gassen und den durch Fresken verzierten Gebäuden total begeistert. Der Eindruck des mittelalterlichen Stadtbildes wurde durch die verschiedenen Stadttore noch verstärkt. Bei diesem Anblick fiel es uns nicht schwer, etwas länger in der Stadt zu verweilen und erst am nächsten Tag unsere Radreise fortzusetzen.





In der Altstadt von Stein am Rhein (Bild: D.streun, Wikimedia, CC)

In der Altstadt von Stein am Rhein (Bild: D.streun, Wikimedia, CC)




Über Konstanz, das wir vorerst links liegen liessen, steuerten wir die Insel Mainau an. Das als Blumeninsel weithin bekannte Eiland ist für Pflanzenliebhaber und Botaniker ein fantastisches Ziel. Erleben Sie die farbenfrohe Blütenpracht und erfreuen Sie sich am betörenden Duft zahlloser Rosen. Gigantisch sind die hier wachsenden Mammutbäume und kleinen Wäldchen, und es entstand der Eindruck, im Paradies zu sein. Am Nachmittag verliessen wir die Insel Mainau und radelten über Allensbach nach Radolfzell.

Nach einer erholsamen Nacht radelten wir in östlicher Richtung weiter. Zunächst führte uns die Tour über den teilweise dicht bewaldeten Bodanrück und wir erreichten alsbald die einstige Kaiserpfalz Bodman, welche von den Karolingern gegründet wurde. Davon ist heute aber nur noch eine Ruine übrig, die indes recht gut erhalten ist. Nach einem kurzen Aufenthalt in den alten Gemäuern erreichten wird die nordwestliche Spitze des Bodensees bei Ludwigshafen.

 

Oberstes Bild: Der Bodensee-Radweg ist ein Klassiker unter den Radwegen. (Mr Redlich, Wikimedia)

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Über Winfried Meyer

Als gelernter Kartograf galt mein Interesse schon früh den Landkarten und fernen Ländern. Daraus entwickelte sich eine grosse Leidenschaft für das Reisen, die mich schon in viele Teile unserer Erde geführt hat. Inzwischen betreibe ich ein Redaktionsbüro für die Reise- und Tourismusbranche und biete meinen Kunden einen umfangreichen Service an. Neben hochwertigen Inhalten plane ich individuelle Rundreisen und übernehme Fotoaufträge.


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