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Bodensee Radweg, Teil 2: Von Ludwigshafen über Bregenz zurück nach Konstanz

19.11.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Bodensee Radweg, Teil 2: Von Ludwigshafen über Bregenz zurück nach Konstanz
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Beherrscht wird das Bild Ludwigshafens vom ehemaligen Grossherzoglich-Badischen Hauptzollamt. Hinter der mächtigen Fassade befinden sich heute das Rathaus und das Gästezentrum der Stadt. Über Sipplingen erreichten wir Überlingen, unser heutiges Etappenziel.

Die Stadt hat eine Menge zu bieten, und es gab für uns einiges zu entdecken. Da es bereits spät am Nachmittag war, verschafften wir uns bei einem Spaziergang nur einen ersten Überblick. Den Tag liessen wir in einem netten Lokal in der Altstadt ausklingen. Bei einem fruchtigen Weisswein aus der Region und frischem gegrillten Fisch aus dem Bodensee war das auch nicht weiter schwer.



Dies ist ein zweiteiliger Bericht über den Bodensee-Radweg. Hier das Inhaltsverzeichnis:

Teil 1: Von Konstanz nach Ludwigshafen

Teil 2: Von Ludwigshafen über Bregenz zurück nach Konstanz

Stadtgraben Überlingen (Bild. Elkawe, Wikimedia)

Stadtgraben Überlingen (Bild. Elkawe, Wikimedia)

Von Überlingen zu den Pfahlbauten



Bevor wir Überlingen in Richtung Meersburg verliessen, besichtigten wir noch einige Schmuckkästchen der Stadt. Allen voran das Münster St. Nikolaus, den grössten spätgotischen Bau in der Bodenseeregion. Aus der Renaissance stammt das Rathaus. Es besitzt einen überaus sehenswerten Saal, der mit Schnitzfiguren aus Holz reich geschmückt ist. Wer bei etwa der Hälfte dieser Rundreise ein wenig Ruhe und Entspannung geniessen möchte, findet hier mit der Bodensee-Therme ein lohnenswertes Ziel.

Unsere nächsten Ziele aber waren Unteruhldingen und Meersburg, nur wenige Kilometer von Überlingen entfernt. Besonders auf die Pfahlbauten von Uhldingen freute sich unser Kind ganz besonders. Aber bevor es so weit war, galt es noch, die Anhöhe zu erklimmen, um der im Stil des Barock erbauten Wallfahrtskirche Birnau einen Besuch abzustatten. Zudem präsentierte sich uns der Bodensee in seiner ganzen Schönheit und in der Ferne erkannten wir den Pfänder und den Säntis. Nach einer rasanten Abfahrt erreichten wir dann das heiss ersehnte Ziel.

In Unteruhldingen erwartete uns eine rekonstruierte Pfahlbausiedlung. Das sehenswerte Freilichtmuseum gliedert sich in mehrere Bereiche und präsentiert dem Besucher Rekonstruktionen steinzeitlicher und bronzezeitlicher Siedlungen auf dem Wasser. Zur Anlage gehören zudem zwei Museen, wo Hunderte archäologische Funde zu bestaunen sind. Im zweiten Museum befindet sich ein Taucher-Aquarium mit einer nachgestellten Unterwasserausgrabungsszene.

Den Abschluss des Tages bildete ein Rundgang durch das sehenswerte Meersburg. Zu den prächtigsten Bauwerken des Städtchens gehört das Alte Schloss. Es ist die älteste noch heute bewohnte Burg Deutschlands und war der letzte Wohnsitz der bedeutenden Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Das Neue Schloss beeindruckt mit seinem grossartigen Treppenhaus, welches von Balthasar Neumann geschaffen wurde.

Steinzeithaus "Schussenried" im Pfahlbaumuseum (Bild: ANKAWÜ, Wikimedia, CC)

Steinzeithaus „Schussenried“ im Pfahlbaumuseum (Bild: ANKAWÜ, Wikimedia, CC)

Lindau und die Festspielstadt Bregenz

Weiter führte uns die Tour entlang des Bodensees in Richtung Lindau. In Friedrichshafen lohnt sich der Besuch des Zeppelinmuseums, ehe es durch ausgedehnte Obstplantagen in Richtung Lindau geht. Die südlichste deutsche Stadt am Bodensee besitzt ein wunderschönes Zentrum mit stattlichen Bürgerhäusern, welches auf einer Insel liegt. Berühmt ist vor allem die Hafeneinfahrt mit Leuchtturm und Löwe. Und ein beliebtes Fotomotiv dazu.



Nach einem Spaziergang durch das sehenswerte Lindau waren es nur wenige Kilometer, bis das Etappenziel Bregenz erreicht war. Die Stadt in Vorarlberg besitzt mit der Seebühne eine einmalige Festspielstätte. Wir hatten bereits vor unserer Reise um den Bodensee geplant, dort eine Veranstaltung zu besuchen, und uns Karten für die Oper Aida reservieren lassen. Es war ein fantastisches Erlebnis und einer der Höhepunkte unserer Radtour.

Bevor wir am nächsten Tag in Richtung Schweiz weiterradelten, schwebten wir mit der Seilbahn hinauf auf den Pfänder. Er ist quasi der Hausberg von Bregenz und eröffnete uns einen fantastischen Blick über den gesamten Bodensee und die herrliche Bergwelt der Alpen. Nach der Rückkehr an der Talstation bestiegen wir schliesslich unsere vollgepackten Drahtesel und radelten durch das Mündungsdelta des Rheins in die Schweiz hinein bis Rorschach.

Hafeneinfahrt von Lindau am Bodensee (Bild: Julian Herzog, Wikimedia, GNU)

Hafeneinfahrt von Lindau am Bodensee (Bild: Julian Herzog, Wikimedia, GNU)

Am schweizerischen Ufer des Bodensees



Am nächsten Tag gönnten wir unseren Fahrrädern eine Pause und legten stattdessen eine Wanderung ein. Die Zahnradbahn brachte uns in das schnuckelige Biedermeierdorf Heiden mitten im Appenzeller Vorderland. Anschliessend unternahmen wir eine Wanderung durch das idyllische Hügelland und genossen wunderschöne Blicke auf das schweizerische Seeufer und den Bodensee. Von Walzenhausen ging es dann mit der Zahnradbahn zurück an den See. Ein lohnenswerter Ausflug, bei dem wir leider nicht gerade das passende Schuhwerk an unseren Füssen hatten.





Die Untertorgasse in Arbon (Bild: Ribo, Wikmedia)

Die Untertorgasse in Arbon (Bild: Ribo, Wikmedia)

Unsere letzte Tagesetappe auf dem Bodensee-Radweg führte uns durch den Kanton Thurgau. Dieser aus Schweizer Sicht etwas abgelegene Kanton ist berühmt für seinen Apfelanbau. Dadurch wird dieser Teil des Landes auch etwas liebevoll „Mostindien“ genannt. Auf dem Weg lagen so liebenswerte Städtchen wie Arbon und Romanshorn mit ihren schmucken Fachwerkhäusern und einem romantischen Schloss. Auffallend auch die zahlreichen Seeterrassen, die für eine Pause natürlich wie geschaffen sind. Und wer das erste Mal in die Schweiz kommt, sollte doch unbedingt den berühmten „Schümli“ probieren. Das ist ein leckerer Schweizer Kaffee auf Espresso-Basis.

Am Abend schliesslich hatten wir Konstanz, unseren Ausgangspunkt, wieder erreicht. Hinter uns lagen 14 erlebnisreiche Tage, die wir nur wärmstens weiterempfehlen können. Und die 270 Kilometer sind gar nicht so viel, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Der Bodensee-Radweg durch die drei Anrainerstaaten ist auch für Sie mühelos zu schaffen.

 

Oberstes Bild: Badehaus Bodman (Bodman-Ludwigshafen, Wikimedia)

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Über Winfried Meyer

Als gelernter Kartograf galt mein Interesse schon früh den Landkarten und fernen Ländern. Daraus entwickelte sich eine grosse Leidenschaft für das Reisen, die mich schon in viele Teile unserer Erde geführt hat. Inzwischen betreibe ich ein Redaktionsbüro für die Reise- und Tourismusbranche und biete meinen Kunden einen umfangreichen Service an. Neben hochwertigen Inhalten plane ich individuelle Rundreisen und übernehme Fotoaufträge.


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