Der Gendarmenmarkt – Berlins schönster Platz

22.10.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa

Einer der schönsten Plätze der deutschen Hauptstadt Berlin ist der Gendarmenmarkt. Mit dem Deutschen und dem Französischen Dom sowie dem Konzerthaus ist der geschichtsträchtige Platz ein Muss für jeden Berlin-Besucher.

Open-Air-Veranstaltungen sowie ein traumhafter Weihnachtsmarkt erhöhen das exklusive Ambiente in Berlins Mitte. Rund um den Platz gibt es zahlreiche elegante Hotels, Restaurants und Geschäfte. Hier findet sich ein idealer Ausgangspunkt für einen Bummel über die mondäne Friedrichstrasse.

Der Gendarmenmarkt in der Friedrichstadt wurde Ende des 17. Jahrhunderts von Johann Arnold Nehring geplant. Zu dieser Zeit lebten vor allem französische Hugenotten in dem von Kurfürst Friedrich III. angelegten Stadtviertel. Nach den ursprünglichen Bezeichnungen Esplanade, Lindenmarkt, Friedrichstädtischer Markt und Neuer Markt erhielt der Gendarmenmarkt im Jahr 1799 seinen endgültigen Namen, der sich vom Namen des Garderegiments „Gens d’armes“, das dort Wachen und Stallungen unterhielt, ableitet.

Der Gendarmenmarkt gesehen vom Französischen Dom aus. (Bild: Ввласенко, Wikimedia, CC)

Der Gendarmenmarkt gesehen vom Französischen Dom aus. (Bild: Ввласенко, Wikimedia, CC)

Die deutsche und die französische Gemeinde erhielten auf dem Gendarmenmarkt Platz für einen Kirchenbau: So entstanden im Jahr 1701 der Deutsche und der Französische Dom, damals jedoch noch ohne die charakteristischen Türme, die später ergänzt wurden. Etwa 80 Jahre später erhielten die beiden Kirchen zwei identische Turmaufbauten, um den Platz für Besucher attraktiver zu gestalten. Zudem entstand zwischen den beiden Sakralbauten das Konzerthaus nach den Plänen Karl Friedrich Schinkels.

Ursprünglich wurden nur die beiden Türme als Dom, abgeleitet vom französischen Wort „dôme“ für Kuppel, bezeichnet, im Laufe der Zeit ging der Name aber auch auf die Gebäude über. Der Französische Dom präsentiert im Erdgeschoss das Hugenottenmuseum, das einen Einblick in das damalige Leben gibt. Besucher sollten auf keinen Fall einen Blick von der Aussichtsplattform, die ein herrliches Berlin-Panorama verspricht, verpassen. Eine Dauerausstellung über die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie informiert im Deutschen Dom über die Geschichte der Bundesrepublik. Der Deutsche Dom befindet sich auf der Südseite des Platzes, der Französische Dom steht auf der Nordseite.

Besonders ein abendlicher Bummel über den Gendarmenmarkt ist aufgrund der stimmungsvollen Atmosphäre zu empfehlen. Während des Berliner Festivals of Lights im Oktober erstrahlt der Platz besonders farbenfroh. Wer den historischen Platz tagsüber besucht, sollte unbedingt einen Abstecher zu den Chocolatiers Fassbender & Rausch an der Charlottenstrasse einplanen: Hier warten im Schokoladen-Restaurant zahlreiche süsse Köstlichkeiten auf kleine und grosse Gäste. An der längsten Pralinentheke der Welt können Touristen liebenswerte Berlin-Souvenirs wie ein schokoladiges Brandenburger Tor oder weitere Mitbringsel erwerben. Wer nichts kauft, wird von den schokoladigen Skulpturen begeistert sein – so wurde der Reichstag aus rund 85 Kilogramm Schokolade und mehr als 6500 Einzelteilen nachgebildet.

 

Oberstes Bild: Der Gendarmenmarkt in Berlin (© Tilman2007, Wikimedia, CC)

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Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen sowie Versicherungen zählen daher zu meinen Steckenpferden. Ich entdecke aber auch gern neue Themen abseits dieser „trockenen Materie“ und arbeite mich gern in neue Gebiete ein.


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