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Die Wanderdünen von Leba

21.10.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Die Wanderdünen von Leba
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Leba ist ein beschaulicher Ferienort an der polnischen Ostseeküste im östlichen Hinterpommern. Das Städtchen ist das Tor zum Slowinzischen Nationalpark, einem herrlichen Landstrich mit unterschiedlichen Naturräumen. Eine ganz besondere Attraktion sind die ausgedehnten Wanderdünen, welche zu den grössten in Europa gehören. Naturfreunde werden dieses reizvolle Gebiet mit Sicherheit schätzen.

Wir lieben die Ostsee mit ihren herrlichen Stränden seit eh und je und entschlossen uns vor nicht allzu langer Zeit, einmal an die polnische Ostseeküste zu fahren. Da wir die Reise mit einem Abstecher nach Danzig verbinden wollten, fiel die Wahl schliesslich auf Leba. Und diese Entscheidung haben wir zu keiner Zeit bereut. Das Städtchen mit seinen rund 4000 Einwohnern bietet eine reizvolle Mischung und ist Seebad und Fischereihafen gleichermassen. Wir kamen in einer netten Pension unter, von wo es nur ein kurzer Spaziergang bis zum wunderschönen Sandstrand war. Sie lag etwas ausserhalb des Zentrums mit dem Fischereihafen. Der kleine Fussmarsch dauerte aber lediglich ein paar Minuten.





Strand von Leda (Bild: Tomasz Chorwat, Wikimedia, CC)

Strand von Leda (Bild: Tomasz Chorwat, Wikimedia, CC)

Die Wanderdünen

Ein ganz besonderes Naturschauspiel erwartete uns dann im Slowinski Park Narodowy. Bei einer Wanderung westlich von Leba durchquerten wir die Wanderdünen, die über 40 Meter hoch sind. Nach einigen Minuten war nichts ausser Sand um uns herum. Wir hatten das Gefühl, in einer Wüste zu sein, und nicht umsonst wird dieses Gebiet auch gern als Polska Sahara bezeichnet. Um die Höhen zu erklimmen, war direkt etwas Kondition vonnöten, denn bei jedem Tritt gab der Sand nach.

Glücklicherweise, so empfanden wir es zumindest, dürfen nicht alle Wanderdünen betreten werden. Und das ist gut so. Die Dünen sind übrigens immer in Bewegung und verlagern sich im Jahr zwischen acht und zehn Meter in Richtung Osten. Am Rande der Dünen ist auch gut sichtbar, wie im Laufe der Zeit alles vom Sand verschluckt wird. Hier ragen noch zahlreiche Bäume oder besser gesagt Baumreste aus dem Sand heraus. Dies ist auch in Leba direkt zu sehen.





Die Sanddünen von Leba im Slowinski Park Narodowy (Bild: Paweł "pbm" Szubert, WIkimedia, CC)

Die Sanddünen von Leba im Slowinski Park Narodowy (Bild: Paweł „pbm“ Szubert, WIkimedia, CC)




Auf einem der Wege, welche zum Strand führen, ist dies in Ansätzen noch sichtbar. Einst wurde das Städtchen etwas weiter südöstlich vom heutigen Standort gegründet. Das kaschubische Fischerdorf aus dem 13. Jahrhundert musste um 1570 aufgegeben werden. Sand und Überschwemmungen setzten dem Ort zu und veranlassten die Bewohner schliesslich dazu, Leba weiter landeinwärts neu aufzubauen. Heute ist von dem alten Ort fast nichts mehr zu sehen. Lediglich von der einstigen Nikolaikirche sind noch ein paar Mauerreste erhalten. Sie befinden sich inmitten einer Sandkuhle, welche von Wald umgeben ist.





Hotel Neptun in Leba (Bild: Rlelusz, Wikimedia)

Hotel Neptun in Leba (Bild: Rlelusz, Wikimedia)




Das Gold des Meeres

Leba selbst ist ein sehr netter Ferienort, in dessen Zentrum sich der Fischereihafen befindet. Er liegt nicht direkt am Meer, sondern etwas landeinwärts am Unterlauf des Flüsschens Leba. Hier kann in den Morgenstunden mit etwas Glück ganz frischer Fisch direkt vom Kutter gekauft werden, für Fischliebhaber sicher ein lohnenswerter Gang. Im Zentrum des Ortes mit seiner einladenden Fussgängerzone lässt es sich auch herrlich flanieren. Viele kleine Geschäfte, Boutiquen und nette Restaurants gibt es hier. Wir genossen vor allem die Abendstunden nach einem Ausflug, um entspannt den Tag ausklingen zu lassen.

Auffallend umfassend sind in Leba die Angebote für Schmuck aus Bernstein. Aus dem Gold des Meeres, wie Bernstein gerne genannt wird, werden aussergewöhnliche Schmuckstücke hergestellt. Vieles kennt man dabei natürlich von zahlreichen Andenkenläden und Boutiquen entlang der Ostsee. Aber hier in Leba entdeckten wir aussergewöhnlich schöne Schmuckstücke, die wunderbar in Silber eingefasst waren. Faszinierend war dabei die Farbenvielfalt, in der Bernstein angeboten wird. Von Rot über Gelb bis Weiss reicht die Farbpalette, die uns immer wieder in Erstaunen versetzte.

 

Oberstes Bild: Der polnische Ferienort Leba begeistert durch seine riesigen Wanderdünen. (© PAX/ fotopolska.eu, Wikimedia, CC)

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Über Winfried Meyer

Als gelernter Kartograf galt mein Interesse schon früh den Landkarten und fernen Ländern. Daraus entwickelte sich eine grosse Leidenschaft für das Reisen, die mich schon in viele Teile unserer Erde geführt hat. Inzwischen betreibe ich ein Redaktionsbüro für die Reise- und Tourismusbranche und biete meinen Kunden einen umfangreichen Service an. Neben hochwertigen Inhalten plane ich individuelle Rundreisen und übernehme Fotoaufträge.


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