Ein einmaliges Naturschauspiel: Die Engstligen-Wasserfälle

23.04.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa, Schweiz
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Ein einmaliges Naturschauspiel: Die Engstligen-Wasserfälle
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Wasserfälle üben eine grosse Faszination auf die Menschen aus. Die Engstligen-Wasserfälle bei Adelboden im Berner Oberland machen da keine Ausnahme. Aus 600 Metern Höhe stürzt das Wasser in die Tiefe – ein Genuss für Wanderer, Spaziergänger und Fotofreunde.

Die Engstligenalp liegt eingebettet zwischen höheren Bergen. Sie wird im Norden begrenzt durch den Fitzer und im Westen durch den Ammertenspitz. Im Südwesten erhebt sich der Wildstrubel. In direkter Reihe befinden sich daneben die Gipfel von Steghorn, Tierhörnli und Chindbettihorn. Weiter geht der Blick über den Engstligengrat und das Tschingellochtighorn. Die nordöstliche Begrenzung ist der Ärtelengrat. Durch die flache Alpweide fliessen viele Bäche, die sich schliesslich vereinen und dann in zwei Kaskaden bis hinab ins Engstligental ergiessen.



Unterer Engstligenfall bei Adelboden im Berner Oberland in der Schweiz (Bild: Irmgard, Wikimedia, CC)

Unterer Engstligenfall bei Adelboden im Berner Oberland in der Schweiz (Bild: Irmgard, Wikimedia, CC)

Ein Aufstieg mit Belohnung

Wer gerne bequem nach oben beziehungsweise unten kommt, nutzt die Gondelbahn. Damit kann sowohl die Berg- als auch die Talfahrt recht komfortabel gestaltet werden. Von der Gondel aus hat man bereits einen wunderbaren Blick auf die Wasserfälle. Die Fahrt mit der Bergbahn empfiehlt sich auch für die Besucher, die ein wenig Zeit einsparen wollen. Ausser mit der Gondelbahn können die Wasserfälle auch mit dem eigenen Fahrzeug oder mit dem Postbus angesteuert werden. Der Wanderweg nimmt etwa anderthalb Stunden in Anspruch. Allerdings ist der Aufstieg auf dem breiten Weg zwar mit Anstrengung verbunden, aber auch ein besonderes Naturerlebnis.



Zu Fuss starten Sie am „Boden“ und gehen dann hoch bis zur Talstation „Unter dem Birg“. Die Talstation der Luftseilbahn befindet sich auf einer Höhe von 1400 Metern. Nun geht die Wanderung weiter, vorbei an den schäumenden Kaskaden der Wasserfälle, bis hinauf zur Bergstation Hauptstafel, die auf einer Höhe von 1964 Metern liegt.

Während des gesamten Aufstiegs haben Sie immer wieder einen atemberaubenden Ausblick auf die Wasserfälle. Wassertropfen funkeln im Gegenlicht, die Luft fühlt sich feucht, kühl und sauber an. Den Blick auf die Kaskaden erlebt man somit als Belohnung für die Mühe. Die Engstligen-Wasserfälle sind ein traumhaftes Fotomotiv, es rentiert sich also, die Kamera mit im Gepäck zu haben. Für eine Rast am Wegesrand bieten sich Felsbrocken und Bänke an.

Viele Bäche vereinen und ergiessen sich in zwei Kaskaden bis hinab ins Engstligental (Bild: Irmgard, Wikimedia, CC)

Viele Bäche vereinen und ergiessen sich in zwei Kaskaden bis hinab ins Engstligental (Bild: Irmgard, Wikimedia, CC)

Der Aufstieg zur Engstligenalp



Empfehlenswert ist der breite Wanderweg durch die Felswand, der auch für den Almauftrieb und -abtrieb verwendet wird. Er ist für Familien mit Kindern geeignet, und auch Wanderer mit normaler Kondition kommen auf diesem Weg gut voran. Es ist keine besondere Bergerfahrung notwendig, Durchhaltevermögen reicht aus. Natürlich sind stabile, feste Schuhe wichtig – denn trotz des guten Weges sollte nicht vergessen werden, dass man sich in den Bergen befindet und das Gelände manchmal etwas heikel sein kann. Wenn im Frühjahr und im Herbst auf diesem Weg die Rinder unterwegs sind, dann gleicht die Stimmung einem Volksfest. Der Zug der geschmückten Tiere wird sogar im Fernsehen übertragen.

Zwischen der Station „Unter dem Birg“ und der Engstligenalp befindet sich eine kleine Plattform. Von dort aus haben Sie die Möglichkeit, den Wasserfällen sehr nahe zu kommen. Wagemutige können unmittelbar neben den Wasserfällen ein Kletterabenteuer am Chälistein erleben. Die Alpinschule Adelboden hat den Klettersteig eingerichtet.

Wanderungen auf der Engstligenalp (Bild: Cédric Trachsel, Wikimedia, CC)

Wanderungen auf der Engstligenalp (Bild: Cédric Trachsel, Wikimedia, CC)

Wanderungen auf der Engstligenalp

Die Engstligenalp ist die grösste Hochebene in den westlichen Schweizer Alpen. Für Wanderer ist die Alp ein Paradies – und zwar völlig unabhängig von der Kondition und Bergerfahrung. Nur 150 Meter von der Bergstation „Hauptstafel“ entfernt beginnt ein Rundwanderweg, zweieinhalb Kilometer lang, eben und absolut hindernisfrei. Er eignet sich sogar für Familien, die einen Kinderwagen schieben, und für Personen im Rollstuhl. Der barrierefreie Weg bietet wunderbare Ausblicke. Vor oder nach der Wanderung können Sie im Berghotel eine Rast einlegen.



Eine weitere Wanderroute bietet der Bergpfad, der in Richtung Südwesten zum Ammertenpass führt. Bis zum Ziel beträgt die Höhendifferenz etwa 450 Meter, ein Aufstieg, der auch mit Kindern machbar ist. Wenn Sie den Weg nicht komplett gehen wollen, dann können Sie bereits beim Schönbüehl das Bergpanorama auf sich wirken lassen. Sie sind dann noch etwa 300 Meter unterhalb des Passes. Diese Route bietet den Vorteil, dass Sie jederzeit umdrehen und bequem zurückgehen können.

Ebenfalls ein beliebter Wanderweg ist die Route über den Chindbettipass. Er führt über das Ueschinental bis nach Kandersteg. Neben den eher gemütlichen Bergwanderpfaden bietet die Region auch zahlreiche Klettertouren in verschiedenen Schwierigkeitsstufen.

Niesenkette, Westflanke des Engstligentals (Bild: Irmgard, Wikimedia, CC)

Niesenkette, Westflanke des Engstligentals (Bild: Irmgard, Wikimedia, CC)

Die Viehwirtschaft auf der Engstligenalp

Auf den Almen finden die Schweizer Kühe ideale Bedingungen vor. Die Saison auf der Alm umfasst nur circa zehn Wochen. Im Juni gelangen die Rinder mit dem Almauftrieb auf die Weiden. Die Rasse, die hier weidet, heisst Simmentaler Fleckvieh. Zur Alpgenossenschaft haben sich an die 100 Bauern aus den Gemeinden Frutigen und Adelboden zusammengeschlossen. Den Rindern stehen 700 Hektar Weideland zur Verfügung.

Simmentaler Fleckvieh auf Almweide (Bild: Irmgard, Wikimedia, CC)

Simmentaler Fleckvieh auf Almweide (Bild: Irmgard, Wikimedia, CC)

Aus dem Milchertrag stellen die Schweizer Bauern den bekannten Berner Alpkäse her. Jahr für Jahr werden um die 3500 Kilogramm Käse in Handarbeit produziert. Wenn Sie in dieser Gegend sind, dann bleibt eine Käseverkostung nicht aus – Sie werden erleben, wie sich die Kühe ernährt haben, ja man glaubt sogar, die gesunde Luft zu schmecken.



 

Oberstes Bild: Ein einmaliges Naturschauspiel – die Engstligen-Wasserfälle (Bild: Irmgard, Wikimedia, CC)

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