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Einsiedeln im Kanton Schwyz: Immer eine Reise wert

03.03.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa, Schweiz
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Einsiedeln im Kanton Schwyz: Immer eine Reise wert
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Ein Name, der neugierig macht! Einsiedeln im Kanton Schwyz bietet ein vielfältiges Angebot, von Wandererlebnissen und Wintersport über das berühmte Kloster bis hin zu kulturellen Ereignissen. Die Geschichte der kleinen Ortschaft reicht zurück bis in die frühgeschichtlichen Epochen der Steinzeit und Bronzezeit.

Zahlreiche Funde legen darüber Zeugnis ab, dass das Hochtal bereits damals schon von nomadisierenden Jägern besucht wurde. Eine Ansiedlung zu dieser Zeit war jedoch nicht feststellbar. Dies geschah erst im Jahr 835, als sich der Benediktinermönch Meinrad hierher zurückzog, um ein Leben in der Einsamkeit zu führen.

Die abgeschiedene Landschaft lockte weitere geistliche Männer an. Im Jahr 945 kam es zur Gründung und zum Bau eines Benediktinerklosters. In der wechselhaften Geschichte des Ordens kam es 1029 zu einem verheerenden Brand. Der Wiederaufbau erfolgte in den Jahren 1031 bis 1039. Es entstand eine dreischiffige Basilika. Heute ist das Kloster Einsiedeln der bedeutendste Barockbau der Schweiz.

Kloster Einsiedeln – der bedeutendste Barockbau der Schweiz (Bild: Markus Bernet, Wikimedia, CC)

Kloster Einsiedeln – der bedeutendste Barockbau der Schweiz (Bild: Markus Bernet, Wikimedia, CC)

Am Jakobsweg gelegen

Pilger aus aller Welt besuchen die Obere und Untere Basilika, die Krypta und vor allem die Gnadenkapelle mit der Schwarzen Madonna. Einsiedeln wurde dadurch zum meistbesuchten Wallfahrtsort der Schweiz. Nachdem Pilgerwanderungen in den letzten Jahren eine regelrechte Renaissance erfahren haben, zählt der Besuch des Klosters Einsiedeln eindeutig zu den Höhepunkten auf einer Pilgerreise.

Das Innere der Kloster- und Wallfahrtskirche Einsiedeln, im Rokoko-Stil gehalten (Bild: Alwin Gasser  / pixelio.de)

Das Innere der Kloster- und Wallfahrtskirche Einsiedeln, im Rokoko-Stil gehalten (Bild: Alwin Gasser / pixelio.de)




Einsiedeln bietet jedoch noch viel mehr als Besinnung, Einkehr und Ruhe. Die Lage des Ortes auf einer Hochebene südlich des Zürichsees macht Einsiedeln zu einem beliebten Ziel in der warmen Jahreszeit; jetzt locken Wanderwege durch eine schöne, unberührte Landschaft. Im Winter zeigt sich Einsiedeln als Wintersportort für ein breites Publikum.

Pilger kommen zu Fuss hierher – alle anderen nutzen die bequeme Anreise mit dem Auto oder mit der Bahn. Einsiedeln verfügt über einen Kopfbahnhof der Schweizerischen Südostbahn. Von hier aus erreicht man mit Bussen die angeschlossenen Viertel Bennau, Willerzell, Egg, Gross, Euthal und Trachslau. Ausserdem gehört ein Teil der Ortschaft Biberbrugg zur Gemeinde Einsiedeln.





Langlauf auf der Loipe Schwedentritt, Einsiedeln (Bild: Markus Bernet, Wikimedia, CC)

Langlauf auf der Loipe Schwedentritt, Einsiedeln (Bild: Markus Bernet, Wikimedia, CC)

Einsiedeln im Dorfrundgang

Die Landschaft rund um Einsiedeln bietet ein reichhaltiges Angebot zum Wandern, Bergsteigen und Biken. Aber auch der Ort Einsiedeln selbst kann mit einem Wanderrundgang erkundet werden. Der sogenannte Dorfrundgang bezieht sieben sehenswerte Plätze mit ein. Ausführliche Informationen dazu findet man auf den Infotafeln (Stelen).

Wanderparadies Einsiedeln (Bild: Roland zh, Wikimedia, CC)

Wanderparadies Einsiedeln (Bild: Roland zh, Wikimedia, CC)




Der Weg startet am Bahnhofplatz. Hier traf im Jahr 1877 die erste Dampflok aus Wädenswil ein. Gleichzeitig fand die Errichtung des Bahnhofgebäudes statt. Nach einem Umbau im Jahr 1934 erhielt der Bahnhof sein heutiges Aussehen. Weiter geht es in Richtung Dorfplatz, der früher Waisenhausplatz genannt wurde. Der Dorfplatz ist heute wie damals das Ortszentrum. Das ehemalige Pilgerspital brannte 1577 aus und wurde schon im Jahr darauf neu errichtet. Abgelöst wurde das Gebäude 1859 durch einen Neubau, den die Gemeinde als Armen- und Krankenhaus sowie später als Waisenhaus nutzte. Heute finden in dem historischen Bau Theateraufführungen und andere kulturelle Ereignisse statt.

Der Sternenplatz, benannt nach dem Haus Sternen, ist eine weitere Station im Dorfrundgang, bevor man den Hechtplatz erreicht. Dieser Platz ist besonders an der Einsiedler Fasnacht ein beliebter Treffpunkt. Von einer Holzbühne aus werfen drei historisch gekleidete Brotauswerfer „Mütschli“, das sind Brötchen aus Weissmehl, in die Menge. Der nächste Punkt ist der Klosterplatz, der an das Benediktinerkloster angrenzt. Der Klosterplatz ist alljährlich Schauplatz für Prozessionen und für das „Grosse Welttheater“, das hier seit 1924 aufgeführt wird. Direkt im Anschluss befindet sich der Hauptplatz mit dem Marienbrunnen.

Brotauswerfen in Einsiedeln (Bild: Peter Kaelin, Wikimedia)

Brotauswerfen in Einsiedeln (Bild: Peter Kaelin, Wikimedia)

Weiter geht es zum Meinrad Lienert-Platz. In den 30er Jahren wurde der Platz von Paradiesplatz umbenannt. Damit ehrte die Gemeinde Einsiedeln den hier geborenen, beliebten Volksschriftsteller, der sich neben Werken in Hochdeutsch vor allem auch mit Gedichten und Geschichten in Einsiedler Mundart einen Namen machte.

Am Sagenplatz geht der Dorfrundgang zu Ende. Hier kann der interessierte Besucher noch einmal einen Einblick in die bewegte Geschichte nehmen. Der Sagenplatz hat seinen Namen übrigens vom Wort „Sägen“. Hier war früher ein Handwerkerzentrum, davon künden heute noch die Benennungen der hier befindlichen Häuser. Häusernamen wie Alte Säge, Rosseisen oder Wagenrad legen von den früher hier ausgeübten Berufen Zeugnis ab.



Nehmen Sie sich Zeit für den Dorfrundgang! An jeder Ecke gibt es in Einsiedeln interessante Dinge zu entdecken. Die Stelen informieren ausführlich über die historischen Gegebenheiten.

Die Dorfstrasse vom Rathaus bis zum Dorfplatz ist eine belebte Marktzone (Bild: Roland zh, Wikimedia, CC)

Die Dorfstrasse vom Rathaus bis zum Dorfplatz ist eine belebte Marktzone (Bild: Roland zh, Wikimedia, CC)

Das Marktleben in Einsiedeln

Je nachdem, wann Sie in Einsiedeln sind, können Sie einen der zahlreichen Märkte besuchen. Über das ganze Jahr verteilt wird die Dorfstrasse vom Rathaus bis zum Dorfplatz zu einer belebten Marktzone. Den Auftakt bildet im Frühjahr der Frühlingsmarkt, der meist Anfang Juni stattfindet. Mit dem Verena- oder Chilbimarkt Anfang September setzt sich der bunte Reigen fort.



Der Gallusmarkt im Oktober und der Martinimarkt im November sind weitere Anlässe zum Flanieren. Schliesslich gibt es noch den Weihnachtsmarkt, der mit 130 Buden den grössten Weihnachtsmarkt in der Zentralschweiz darstellt. Ebenfalls zu den Märkten zählt die Einsiedler Viehausstellung. Der Viehmarkt findet jedes Jahr am Dienstag vor dem 29. September statt. Eine besondere Attraktion ist das Ende dieses Markttages, wenn am frühen Nachmittag die festlich geschmückten Tiere durch den Ort ziehen.

 

Oberstes Bild: Kloster Einsiedeln in der Gemeinde Einsiedeln im Kanton Schwyz (Bild: Roland zh, Wikimedia, CC)

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