Für jede Schulter der richtige Rucksack

25.11.2014 |  Von  |  Allgemein
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Für jede Schulter der richtige Rucksack
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Eine Zeitlang war er nicht mehr up to date. Kuriertaschen, das berühmt-berüchtigte Herrenhandtäschchen oder andere modische Accessoires waren in. Nur Outdoorfreaks, Wanderer und praktisch gesinnte Leute tragen dieses Requisit so verlässlich auf dem Rücken wie die Schuhe an den Füssen. Die Rede ist vom Rucksack, einer der besten Erfindungen, die sich ergonomisch denkende Menschen ausgedacht haben.

Die Einsatzzwecke dieses praktischen Utensils sind vielfältig. Deshalb soll hier zur Orientierung eine kleine Übersicht über die verschiedenen Rucksackarten gegeben werden. Für den Laien ist es natürlich auch interessant, an welchen Kriterien man einen guten Rucksack erkennt.

Um es gleich vorweg zu sagen: Eine Kaufberatung kann immer nur grundsätzliche Empfehlungen aussprechen, dazu ist das Angebot einfach zu gross. Wer den richtigen Rucksack für sich finden möchte, lässt sich in einem Fachgeschäft beraten und probiert vor allen Dingen erst mal aus.

Rucksäcke jeglicher Couleur

City-Rucksack, Tages-Rucksack (Daypack), Notebook-Rucksack, Kurier-Rucksack, Koffer-Rucksack, Fahrrad-Rucksack, Foto-Rucksack, Trekking-Rucksack, Touren-Rucksack, Kletter-Rucksack – und das ist bei Weitem noch nicht alles. Es gibt so viele Rucksackarten wie die abenteuerlustige Menschheit Beschäftigungen gefunden hat. Hier werden die wichtigsten Typen und ihr jeweiliges Einsatzgebiet erklärt.

Daypack, City- und Notebook-Rucksack

Der Daypack, auch als Tagesrucksack oder Blunse bezeichnet, ist ein modischer kleiner Rucksack, häufig in bunter, greller Farbgebung. Rucksackfreaks machen sich über den Daypack eher lustig. Denn in der Tat ist er weder wetterfest noch allzu sehr belastbar. Aber als Teil des Outfits ist er durchaus in der Lage, Portemonnaie, Kosmetik und andere kleine Accessoires aufzunehmen. Mit einem Daypack setzen Sie Farbakzente und haben die Hände frei.

Der City-Rucksack ist stabiler gebaut und etwas grösser und eine Art Aktentasche für den Rücken. Dementsprechend hat er Fächer und Einteilungen für Hefte und Bücher, Stifte, Brotdose, Thermoskanne und Brillenetui. Der City-Rucksack ist so etwas wie die Schultasche für den Büromenschen von heute. Wer sein Laptop oder Notebook mit ins Büro oder in die Uni nimmt, kann Notebook-Rucksäcke kaufen, die eigens mit gepolsterten Fächern ausgerüstet sind.


Der Touren-Rucksack ist ein geschätzter Begleiter auf Wandertouren (Bild: © Ivonne Wierink - shutterstock.com)

Der Touren-Rucksack ist ein geschätzter Begleiter auf Wandertouren (Bild: © Ivonne Wierink – shutterstock.com)


Kurier- und Fahrrad-Rucksack

Man könnte zwar meinen, dass Kurier- und Fahrrad-Rucksack für ein und dasselbe stehen. Dem ist aber nicht so. Zwar trägt der Kurier seinen Rucksack auf dem Fahrrad, doch die Rückentasche ist anders gebaut: aus sehr robuster Lkw-Plane, ausgestattet mit einem schnell bedienbaren Umschnallsystem und mit viel Platz. Wohingegen der Fahrrad-Rucksack für längere Fahrradtouren entwickelt wurde. Haben Sie mal versucht, mit grösserem Gewicht auf dem Rücken weite Strecken zu radeln? Dann werden Sie verstehen, dass ein Fahrrad-Rucksack nur ein geringes Fassungsvermögen mitbringt. Er ist vor allem mit Haltenetzen und Fächern für Trinkflaschen ausgestattet. Und gut belüftet, sodass er Ihnen nicht nach kurzer Zeit am Rücken klebt.

Touren-Rucksack und Trekking-Rucksack

Der Unterschied zwischen Touren-Rucksack und Trekking-Rucksack liegt vor allem im jeweiligen Fassungsvermögen. Der Touren-Rucksack hat ein Packvolumen bis 50 Liter und einen festen Sitz, er gewährt hohe Bewegungsfreiheit und ist ein geschätzter Begleiter auf mehrtägigen Wandertouren, aber auch auf Kletterpartien in den Bergen. Die Königsklasse des Rucksacks aber ist der Trekking-Rucksack. Wenn Sie im nächsten Jahr einen Gewaltmarsch durch Alaskas Wildnis planen, wird dieser Rucksack Ihr unentbehrlicher Begleiter sein. Hier können Sie alles Lebensnotwendige befestigen – von der Isoliermatte bis zum Eispickel. Die wichtigste Funktion eines guten Trekking-Rucksacks ist es, die Lasten rückengerecht zu verteilen, sodass er bequem zu tragen ist.

Die Kunst des Packens

Wenn Sie mit einem grossen Rucksack auf lange Touren gehen wollen, ist die Kunst des Packens gefordert. Das Gewicht muss gleichmässig verteilt werden und je nach Tour ist der richtige Schwerpunkt zu ermitteln. Auf flacheren Touren sollte der Schwerpunkt in Rückennähe liegen. Bei alpinen Touren sollte der Schwerpunkt tiefer liegen, damit das Gleichgewicht des Trägers unterstützt wird.


Der Daypack als Teil des Outfits (Bild: © Ann Haritonenko - shutterstock.com)

Der Daypack als Teil des Outfits (Bild: © Ann Haritonenko – shutterstock.com)


Die Rückenlänge

Beim Kauf sollten Sie ein Auge auf die richtige Rückenlänge haben, das ist der Abstand zwischen der Schulterkrone und der Oberkante des Hüftknochens. Die Rückenlänge lässt sich auch leicht mithilfe der Konfektionsgrössen XS bis L bestimmen. Die kleinste Grösse XS beginnt bei 41 cm Rückenlänge und wächst in 5-cm-Schritten bis L = 56 cm. Es gilt: je grösser das Packvolumen, desto grösser die Rückenlänge; das heisst, ein Rucksack für 41 cm Rückenlänge wird kein Fassungsvermögen von 70 Litern haben.

Damen- und Herrenmodelle

Die gute Nachricht zuerst: Seit einigen Jahren gibt es auch Damen-Rucksäcke. Doch lange Zeit haben die Hersteller die weibliche Anatomie ignoriert und Rucksäcke für Frauen nach dem Massstab der Männer gebaut. Besonders die Hüftflosse, also der breite, gepolsterte Hüftgurt – bei grossen Rucksäcken trägt er das meiste Gewicht, sass lange nicht so wie gewünscht und drückte auf den Beckenknochen. Heutzutage ist die Rückenlänge bei allen grossen europäischen Herstellern stufenlos über die Schultergurte einstellbar. Amerikanische Modelle kommen ohne Verstellsysteme aus und bieten auf verschiedene Rückenlängen konzipierte Rucksäcke an.

Gewicht, Materialstärke, Wasserdichte

Natürlich sollte ein Rucksack nicht zu viel Eigengewicht mitbringen. Extreme Leichtigkeit geht allerdings auf Kosten von Zubehör und Polsterung. Heutzutage werden Rucksäcke aus Polyester oder Nylon gefertigt und besitzen eine Materialstärke um Tex 500, wenn sie robust verarbeitet sind. Auch wasserdichte Rucksäcke werden angeboten, jedoch selten und es ist auch nicht unbedingt wünschenswert. Denn wenn man in feuchtheissem Klima feuchte Wäsche in den ungelüfteten Rucksack packt, kann sie schnell angammeln. Besser ist es, den Rucksack mit einer wasserdichten Regenhülle zu umgeben.



Egal ob Sie einen Rucksack, einen Koffer oder einen Umzugskarton packen: Machen Sie es mit Methode. Die wichtigen Dinge verstauen Sie so, dass sie schnell greifbar sind. Und noch eins: Schiessen Sie ein Foto, ehe Sie Ihr Tourzubehör in den Rucksack packen: Ihre Freunde werden Augen machen, was in einen Trekking-Rucksack so alles hineingeht.

 

Oberstes Bild: © stocksolutions – shutterstock.com

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