Göteborg – Schwedens Tor zum Atlantik

23.08.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Göteborg – Schwedens Tor zum Atlantik
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Die Hafenmetropole Göteborg ist nach Stockholm die zweitgrösste Stadt Schwedens. Hier schlägt das wirtschaftliche Herz des skandinavischen Landes. Fährverbindungen von Dänemark oder Deutschland nach Schweden führen in der Regel nach Göteborg. Obwohl die Stadt über viel Industrie verfügt und vom Hafen geprägt ist, gilt Göteborg auch als ein kulturelles Zentrum Schwedens, das viele Sehenswürdigkeiten bietet.

Göteborg ist im europäischen Vergleich eine relativ junge Stadt. Im Jahr 1619 gründete der schwedische König Gustav Adolf an der Mündung des Flusses Göta Alv ins Kattegatt eine Siedlung – eben Göteborg. Aber die Gegend im Südwesten Schwedens war schon lange vorher besiedelt gewesen. Es gibt im Stadtgebiet sogar noch menschliche Spuren aus der Steinzeit.





Typische Häuser im Schärengarten vor Göteborg (Bild: Frédéric Bonifas, Wikimedia, GNU)

Typische Häuser im Schärengarten vor Göteborg (Bild: Frédéric Bonifas, Wikimedia, GNU)

Strategisch günstig gelegen

Für die Anlage an diesem Ort war von Anfang an die strategisch günstige Position zum Atlantik hin ausschlaggebend. Da der Nachbar Dänemark lange die Ostsee beherrschte, war der ungehinderte Zugang zum Atlantik entscheidend. Dieser Lage verdankte Göteborg im Folgenden auch die Entwicklung zur bedeutendsten Hafenstadt und zweitgrössten Metropole Schwedens. Heute leben im Grossraum der Stadt über 900’000 Menschen.

Im inneren Hafen von Göteborg (Bild: Rolf Broberg, Wikimedia)

Im inneren Hafen von Göteborg (Bild: Rolf Broberg, Wikimedia)

Eine grüne Metropole

Göteborg ist eine grüne Stadt. Bis weit in den Bereich des Zentrums hinein erstrecken sich Grünanlagen, Wälder und Parks. Zu den schönsten gehören der Botanische Garten, der Slottskogen und der Keillers Park, von dem aus man einen wunderbaren Panoramablick über die Stadt hat. Im historischen Zentrum von Göteborg ist noch sehr gut die befestigte und planmässige Anlage aus der Ära Gustav Adolfs zu erkennen. Der Wallgraben aus der Gründungszeit umgibt noch immer die Altstadt, die sich durch ein rechteckiges regelmässiges Strassenmuster auszeichnet.

Am Rande der Altstadt liegt das Viertel Haga. Ursprünglich ein Arbeiterviertel, hat es sich zu einem beliebten Treffpunkt für Göteborger und Touristen entwickelt. Hier gibt es noch viele typische Holzhäuser aus dem 19. Jahrhundert und zahlreiche Cafés. Göteborg ist für seine Kaffeehaus-Kultur in ganz Schweden bekannt.



Alte Festungen und eine Prachtmeile



Im Umfeld des Zentrums sind noch etliche Befestigungen aus früheren Zeiten erhalten, zum Beispiel die malerisch auf einer Insel im Hafeneinlauf gelegene Festung Nya Älfsborg oder die Festen Bohus und Carlsten. Auch manche Schanzen aus dem 17. Jahrhundert sind noch zu sehen. Das Stadtzentrum lässt sich am besten zu Fuss entdecken. Nicht versäumen sollte man die noble Prachtstrasse Kungsportsavenyen, die auf dem Götaplatsen, dem zentralen Platz Göteborgs, endet.

Die Nya Elfsborg – eine Festung in der Mündung des Flusses Göta älv in das Kattegat (Bild: Tomasz Sienicki, Wikimedia, CC)

Die Nya Elfsborg – eine Festung in der Mündung des Flusses Göta älv in das Kattegat (Bild: Tomasz Sienicki, Wikimedia, CC)




Eine Kulturstadt

Darüber hinaus hat die Stadt auch sonst kulturell sehr viel zu bieten. Die Museumslandschaft ist beeindruckend und auf verschiedenste Interessen ausgerichtet. Eine Hauptattraktion ist das Universeum, ein in der Tat universal ausgerichtetes Museum, das vom tropischen Regenwald über Grossaquarien bis zu wissenschaftlichem Gerät einige Gebiete abdeckt. Einige Museen der Stadt beschäftigen sich naturgemäss mit dem Meer und der Seefahrt: zum Beispiel das Maritiman und das Seefahrtsmuseum. Andere behandeln Naturkunde, Stadtgeschichte oder Kunst. Das Göteborger Stadttheater und die Göteborger Oper sind Einrichtungen, deren Ruf weit über die Stadt hinausreicht.

Natur-Highlight: der Schärengarten



Besonders reizvoll ist ein Ausflug in den Göteborger Schärengarten – eine wunderschöne Insellandschaft im Kattegatt. Man unterscheidet dabei den nördlichen und den südlichen Schärengarten. Beide bieten eine bunte Inselvielfalt – grosse Schären wie Hönö, die Platz für mehrere Siedlungen haben, oder kleine und kleinste Inseln, auf denen nur ein Haus steht oder die gar nicht bewohnt sind.

 

Oberstes Bild: Kontorisföreningens hus in Göteborg (© Arild Vågen, Wikimedia, CC)

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Über Stephan Gerhard

ist seit Jahren als freier Autor und Texter tätig und beschäftigt sich bevorzugt mit Themen rund um Finanzen, Geldanlagen und Versicherungen sowie Wirtschaft. Als langjähriger Mitarbeiter bei einem Bankenverband und einem grossen Logistikkonzern verfügt er über umfassende Erfahrungen in diesen Gebieten.

Darüber hinaus deckt er eine Vielzahl an Themen im Bereich Reisen, Tourismus und Freizeitgestaltung ab. Er bietet seinen Kunden kompetente und schnelle Unterstützung bei der Erstellung von Texten und Präsentationen.


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