Historische und kulinarische Highlights entlang der Weinstrasse in Burgund

21.04.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Historische und kulinarische Highlights entlang der Weinstrasse in Burgund
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Ferien dienen ja allgemein nicht nur der Entspannung und Erholung vom Alltagsstress, sondern können durchaus auch eine kulturelle Bereicherung darstellen. Genau diesen Gedanken hatte ich, als ich mich entschloss, eine Reise entlang der Weinstrasse in Burgund zu unternehmen.

Diese bezeichnet eigentlich fünf unterschiedliche Strecken, die durch diese Region führen, wobei man hier entweder mit dem Auto oder mit dem Fahrrad unterwegs sein kann. Neben der Route des Gran Curs, für die ich mich letztendlich entschied, gibt es noch die Route des Grands Vins rund um die Stadt Chalon-sur-Saône sowie die Route des Vins Mâconnais-Beaujolais, die entlang des Flusses Yonne führt.



Französische Weine gehören zu den besten ihrer Art (Bild: Michal Osmenda, Wikimedia, CC)

Französische Weine gehören zu den besten ihrer Art (Bild: Michal Osmenda, Wikimedia, CC)

Burgund ist Heimat hochwertiger Weine

Französische Weine gehören in der Kulinarik bekannterweise zu den besten ihrer Art, egal ob es sich dabei um leichte Weissweine wie diejenigen aus Chablis handelt oder um vollmundige Rotweine wie den Beaujolais. Der Weg entlang der Burgundischen Weinstrasse sollte mich in die Thematik quasi einführen und mir Ferien der besonderen Art und vor allem der aussergewöhnlichen Genüsse bescheren.



Die Route des Grands Crus führt entlang der Côte d’Or, die von Dijon über Beaune bis nach Santenay verläuft. Im Laufe der Reise kostete ich in dieser Region an 24 der mehr als 30 bekannten Grands Crus, deren Bezeichnungen mein Herz schon höher schlagen liessen. Denn Namen wie Montrachet, Chambertin oder Romanée kannte ich sonst nur aus der Weinhandlung oder der Literatur.

Burgund ist Heimat hochwertiger Weine (Bild: Günther Eichler, Wikimedia)

Burgund ist Heimat hochwertiger Weine (Bild: Günther Eichler, Wikimedia)

Dijon bietet mehr als Senf

Gleich meine erste Station, nämlich die Stadt Dijon, brachte ich wieder mit kulinarischen Genüssen in Verbindung, Immerhin ist Dijon-Senf ja über die Grenzen Frankreichs hinaus bekannt und gilt als Spezialität. Doch auch köstlichen Wein gibt es hier, wie sich später herausstellte. Ich nahm mir ein Zimmer in einer kleinen Pension und startete meinen Rundgang durch die Stadt, wo ich auf eine grosse Anzahl der unterschiedlichsten Museen stiess. Laut Reiseführer gibt es nirgends sonst in Burgund so viele Museen, welche zudem meist in historisch bedeutsamen Bauwerken und Gebäuden untergebracht sind.

Erste Anlaufstelle meines Rundganges war das Musée des Beaux-Arts, das sich im Palast der burgundischen Herzöge befindet. Hier sind beeindruckende Kunstwerke aus allen Epochen seit dem antiken Ägypten ausgestellt. Natürlich gibt es auch sehenswerte religiöse Bauwerke wie etwa die Kathedrale und die Marienkirche, Notre Dame de Dijon. Der Legende nach bringt es Glück, wenn man die Figur der Eule, die am Eingangstor angebracht ist, berührt. Also kurz mal den Reiseführer beiseite und eine Hand auf das steinerne Tier legen, schliesslich kann man nie genug Glück im Leben haben.

Als begeisterter Mittelalterfan konnte ich mir natürlich einen ausgiebigen Rundgang durch Dijon nicht entgehen lassen, denn prächtige Patrizierhäuser, die rund um den Herzogspalast angesiedelt sind, bilden tatsächlich ein eindrucksvolles Zeugnis aus dieser Zeit und prägen das Stadtbild von Dijon.

In der Altstadt von Dijons (Bild: Arnaud 25, Wikimedia, CC)

In der Altstadt von Dijons (Bild: Arnaud 25, Wikimedia, CC)




Umgebung Dijons lädt zum Wandern ein

Nachdem ich die Stadt ausgiebig besichtigt hatte, ging es weiter in die unmittelbare Umgebung. Denn die bekannte Senffirma gibt es bereits seit knapp fünf Jahren nicht mehr in Dijon selbst, sondern in einem kleinen Vorort, nämlich Chevigny. Zahlreiche kleine Moutarderies verkaufen den typischen Senf, der traditionell mit Verjus hergestellt sein sollte. Natürlich kann ich nicht widerstehen, einige Gläser zu kaufen, wobei ich immer auf den Rat meines Concierge in der Pension achte und einen Blick auf das Etikett werfe. Denn viele Moutarderies verwenden Essig und Zitronensäure statt Verjus, was einfach nicht dem original Dijon-Senf gerecht wird.

Weiter geht es nach dem Besuch von Chevigny nach Beaune. Diese Stadt wird häufig als die tatsächliche Hauptstadt des Weines im Burgund bezeichnet, und ich verstehe auch, warum. Denn grossflächige Weinberge betten die herrliche Stadt ein und laden zum Wandern und Biken ein, wobei man sich in den zahlreichen Weinstuben anschliessend von der Anstrengung mit leckerem Wein und regionalen Köstlichkeiten erholen kann. Doch allzu viel Leckers leiste ich mir dann doch nicht, immerhin hat auch Beaune viel Sehenswertes zu bieten. Unter anderem die Kirche Notre Dame de Beaune, deren Innenraum in herrlichen Bildern 19 Stationen aus dem Leben Marias erzählt.

Weinberge von Beaune (Bild: Tangopaso, Wikimedia)

Weinberge von Beaune (Bild: Tangopaso, Wikimedia)

Naturpark Morvan zeigt älteste Fundstelle keltischen Lebens



Der Naturpark Morvan wird mir als Ausgangspunkt für herrliche Wanderungen in Burgund empfohlen. Die sanften Hügel gestatten auch untrainierten Personen wie mir, sich outdoortechnisch zu betätigen und die Lust an der Natur zu entdecken. Das insgesamt 1500 Kilometer umfassende Netz von ausgeschilderten Wanderwegen bietet mir genügend Möglichkeiten, jeden Tag eine andere Route zu wählen, wobei ich auch unterwegs die eine oder andere idyllische Raststation ausfindig mache.

Panorama von Morvan (Bild: Propre travail, Wikimedia, CC)

Panorama von Morvan (Bild: Propre travail, Wikimedia, CC)

Natürlich lasse ich mir auch eine Weinprobe in einem der vielen Weinberge nicht entgehen, bevor ich mich zu einem absoluten Highlight für Geschichtsinteressierte begebe. Die Rede ist von Morvan, wo es auf dem Mont Beuvray eine ganz besondere Sehenswürdigkeit für historisch Begeisterte gibt. Hier liegt nämlich Europas grösste Fundstelle, die Auskunft über das keltische Leben gibt. Neben den Ausgrabungen im Freien lädt ein Museum, das die Funde auch dokumentiert hat, zu einer ganz besonderen Zeitreise ein.



 

Oberstes Bild: Château de Tracy in Burgund (Bild: Dvillafruela, Wikimedia, CC)

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