Malta – eine Insel inmitten von Geschichte und Strandleben

06.03.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Malta – eine Insel inmitten von Geschichte und Strandleben
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Die eigentlichen Sommerferien sind noch fern, Erholung habe ich dennoch nötig. Da entdecke ich Malta, die kleine Insel im Mittelmeer. Mit insgesamt 417’608 Einwohnern zählt die wunderschöne Republik zu den Zwergenstaaten, doch was sie Touristen und Sonnenanbetern zu bieten hat, ist ganz gross. Nach kurzer Flugzeit steige ich in Valletta aus dem Flugzeug und mache mich auf, die Insel zu entdecken.

Valletta ist Kulturhauptstadt 2018

Wer auf Malta Ferien macht, der findet auf der wunderschönen Insel viel Abwechslung und kann grundsätzlich jeden Anspruch ausleben. Ob man sich auf eine interessante Entdeckungsreise in die Geschichte der Insel begibt, einfach am Strand und Meer entspannt oder aber mit dem Fahrrad oder zu Fuss das Hinterland erkundet, Malta hat einfach viel zu bieten.







Buntes Valletta (Bild: Marianne J.  / pixelio.de)

Buntes Valletta (Bild: Marianne J. / pixelio.de)

Um mich an den Linksverkehr erst mal zu gewöhnen, wähle ich für die Fahrt vom Flughafen ins Stadtzentrum von Malta ein Taxi. Die Einheimischen sind sehr fröhliche aufgeschlossene Menschen, doch davon sollte man sich nicht blenden lassen. Es gibt auf Malta nämlich keine Taxameter, weshalb zu empfehlen ist, den Fahrpreis mit dem Taxifahrer im Vorhinein fest zu legen. Nach einer kurzen Verhandlung sind wir uns einig und los geht’s in Richtung Hauptstadt. Valletta gehört nicht umsonst zum UNESCO-Weltkulturerbe, womit klar ist, dass mein geschichtlicher Reiseführer auch noch zum Einsatz kommen muss.

Die flächenmässig kleinste Hauptstadt eines EU-Staates überzeugt vor allem durch die herrlichen steilen Treppenaufstiege und die Vielzahl an öffentlichen Gärten. In einem der schönsten mache ich kurze Mittagsrast, der Barrakka Gardens bietet einen spektakulären Blick auf die beiden Naturhäfen der Stadt, nämlich Marsamxett und Grand Harbour. Valletta steht immer noch stark unter dem britischen Kolonialeinfluss, was sich in vielen Lebensgewohnheiten und vor allem der Amtssprache Englisch niederschlägt. Weiter geht’s nach dem Verzehr eines Sandwiches und einem Tässchen Tee mit Milch zur Republic Street, von wo aus die wichtigsten Prachtbauten wie der Grossmeisterpalast des Malteserordens oder die St. John’s Co-Cathedral zu bestaunen sind.

Hafen von Malta (Bild: Jörg Baldin www.breitengrad53.de  / pixelio.de)

Hafen von Malta (Bild: Jörg Baldin www.breitengrad53.de / pixelio.de)

Relaxen und Abenteuer erleben

Am zweiten Tag meines Malta-Kurztrips gilt es einfach die Sonne und das Meer zu geniessen. Auch wenn die Insel eher felsig ist und man Sandstrände vergeblich sucht, gibt es viele Bademöglichkeiten. Eine der schönsten finde ich in der Bucht von Mellieha. Hier ist das Wasser kristallklar und von einem ganz beeindruckenden Grün. Da das Wasser gleich tief ist, kommen hier Schwimmer und Schnorchler auf ihre Kosten. Ich habe für meinen Kurztrip genau den richtigen Moment erwischt, denn im Mai ist es hier angenehm warm. Vor allem morgens sind die Temperaturen sehr milde, während es zu Mittag durchaus schon mal über 30 Grad haben kann. Dann heisst es einfach abtauchen in die herrliche Unterwasserwelt der Insel, wo es viel zu entdecken gibt.

Doch auch vom Strand aus bietet sich ein schönes Bild, wenn die typischen bunten maltesischen Fischerboote prächtige Farbtupfer auf dem grünblauen Hintergrund bilden. Etwas nördlich von Mellieha liegt die bekannte Blaue Lagune. Mit einem kleinen Fischerboot geht es in die Höhle und tatsächlich, in der Dunkelheit entwickelt sich ein ganz eigentümliches blaues Farbspektakel, das eine faszinierende Atmosphäre verbreitet. Es bleibt noch etwas Zeit, bevor die Rückfahrt in den Hafen der Bucht ansteht. Ich werfe einen Blick über das Meer und sehe Valletta auf der anderen Seite, deren mächtiges Bollwerk der Stadtmauer imposant wirkt.

Fischerboote im Hafen von Malta (Bild: malta-entdecken  / pixelio.de)

Fischerboote im Hafen von Malta (Bild: malta-entdecken / pixelio.de)

Aus drei mach eins



Die Zeit auf Malta neigt sich nach diesen herrlichen Badestunden schon dem Ende zu, als ich am letzten Tag meiner Reise am Strand meinen morgendlichen Cappuccino trinke. Der Kellner der Strandbar kennt mich mittlerweile und bringt das herrlich duftende heisse Getränk wie von selbst. Im Hotel gibt es ganz den britischen Gepflogenheiten entsprechend nur Tee, weshalb ich meine Lieblingsstrandbar längst zum alternativen Frühstücksort erkoren habe. Anschliessend geht es zur Verleihstation, wo ich mir einen Jeep gemietet habe. Es geht zur Nachbarinsel Gozo, wo ich nicht nur bisschen Spass beim Offroadfahren geniessen möchte, sondern auch den ältesten freistehenden Tempeln der Welt einen Besuch abstatten werde.

Die berühmten Megalithtempel gehen angeblich auf eine Zeit bis 5’000 v.Chr. zurück und zählen heute zu den absoluten Touristenattraktionen der Schwesterinsel Gozo. Zum Dreigestirn der Inseln im Mittelmeer zählt auch noch das kleine Comino, das direkt zwischen Malta und Gozo liegt. Hier gibt es weder gebaute Strassen noch irgendeine Form von motorisiertem Verkehr. Gerade das macht den Reiz aus, denn die Insel ist gleichzeitig so klein, dass ich ohne weiteres zu Fuss einen Rundgang unternehmen kann. In einer kleinen Taverne probiere ich die regionalen Köstlichkeiten, die aus Lammfleisch und gegrilltem Gemüse bestehen.

Insel Gozo (Bild: Marianne J.  / pixelio.de)

Insel Gozo (Bild: Marianne J. / pixelio.de)

Kurztrip nach Sizilien



Bevor ich wieder in den Flieger nach Hause steige, gönne ich mir einen kurzen Trip nach Sizilien. Die perfekte geografische Lage Maltas zwischen Europa und Afrika erlaubt dies. Nur 90 Minuten Überfahrt mit der Fähre, schon ist man in Pozallo gelandet. Ein kurzer Espresso und ein sehnsüchtiger Blick an den Strand, dann geht’s wieder retour.



Text: Susanne Mairhofer

 

Oberstes Bild: La Valletta, Malta (Bild: Katharina Wieland Müller  / pixelio.de)

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