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Mein Reisehöhepunkt auf den Galapagos Inseln

23.10.2013 |  Von  |  Südamerika
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Mein Reisehöhepunkt auf den Galapagos Inseln
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Die Galapagos Inseln vor Südamerika im äquatorialen Pazifikbereich sind vulkanischen Ursprungs und noch sehr jung in geologischer Perspektive. Über 200 Jahre wurden hier Aufzeichnungen gemacht und es wurden nicht weniger als 50 grössere Eruptionen verzeichnet. Teilweise bedrohten diese die fragile Tierwelt auf der Inselgruppe und zum Teil schufen die Vulkanausbrüche auch neues Land.

Die Galapagos Inselgruppe besteht aus rund 50 Inseln, von denen nur die grösseren auch ein touristisches Ziel sind. Wegen ihrer isolierten Lage 800 km vor der Küste Ecuadors, direkt auf dem und unterhalb des Äquators, konnte sich hier eine Fauna und Flora entwickeln, welche einzigartige Charakteristiken und Spezies aufweist.

Selbstverständlich ist der gesamte Bereich früh genug geschützt worden und heute ein Nationalpark von Weltgeltung. Tourismus ist nur in begrenztem Rahmen erlaubt. Studenten und Lehrpersonal der naturwissenschaftlichen Hochschulen in der ganzen Welt machen hier einen Grossteil der Besucher aus. Erlaubt sind meist nur geführte Touren, die von speziell dafür geschulten Tourguides begleitet werden.

San Cristobal - Galapagos Inseln. (Urheber: David Berkowitz / flickr.com)

San Cristobal – Galapagos Inseln. (Urheber: David Berkowitz / flickr.com / Lizenz: CC)

Ich gehörte zu den Glücklichen, welche sich dieses erste deklarierte Weltkulturerbe der UNESCO mit eigenen Augen ansehen und erleben durften. Zuerst flog ich zu diesem Zwecke nach Quito, der Hauptstadt Ecuadors. Hier ging es dann nach einer Übernachtung am frühen Morgen weiter mit AeroGal, eine der wenigen Airlines, die auf den Galapagos Inseln landen dürfen. Das Flugzeug war ein Airbus 319 und eine planmässige Zwischenlandung in der Hafenstadt Guayaquil füllte weitere Plätze in dem nicht voll besetzten Airbus.



Nur 90 Minuten später setzte der Jet auf der Insel San Cristóbal auf. In dem Ort Puerto Baquerizo Moreno checkte ich in mein Hotel ein und wurde dann auch vom Personal meinem Tourguide vorgestellt. Dieser war am Ankunftstag aber noch nicht erforderlich, weil ich mir einen Plan zurechtgelegt hatte und einige Punkte hier durften auch ohne Guide besucht werden. Dazu gehörte der Fregattenvogelhügel Las Tijeretas, das felsige Ufergebiet am La Loberia und das Aufzuchtcenter für Riesenschildkröten „Galapaguera de Cerro Colorado“.

Riesenschildkröte G. n. chathamensis, San Cristobal. (Urheber: mtkopone / Wiki)

Riesenschildkröte G. n. chathamensis, San Cristobal. (Urheber: mtkopone / Wiki / Lizenz: CC)

Die Vögel waren beeindruckend, aber die amphibischen Echsen am La Loberia und die Seelöwenkolonie dort begeisterte mich sehr lange. Auch hier gab es viele Vogelarten zu bestaunen, die ich zuvor noch nie gesehen hatte. Das Wetter war einfach Klasse, die Trockenzeit hatte bereits eingesetzt und Regen war bei dem blauen Himmel nicht zu befürchten. Von Juni bis in den Dezember ist es hier trocken und nicht zu heiss. Die Monate von Januar bis Mai können aber schwülheiss und ziemlich feucht sein.

Blaufusstölpel, Galapagos Inseln. (Urheber: David Berkowitz / flickr.com)

Blaufusstölpel, Galapagos Inseln. (Urheber: David Berkowitz / flickr.com / Lizenz: CC)




Mit der gebuchten Bootstour ab Puerto Ayora für die zweite Reisehälfte hatte ich bereits die 100 US-$ Nationalparkgebühr entrichtet. Die Gruppe meines Guides am zweiten bis fünften Tag auf den Galapagos Inseln umfasste nur 8 Personen, mich bereits inkludiert. Wir bekamen interessante Tagestouren mit Boot und Minibus geboten und lernten dabei sehr viel über die wundervolle Natur hier. Am sechsten Tag dieses Trips ging es erst mit der schnellen Bootsfähre für 25 $ nach Puerto Ayora. Die niedliche Hafenstadt liegt auf der Insel Santa Cruz, die Bootsverbindung erspart den etwas teuren Flug nach Baltra (bei Santa Cruz). Von dort trat ich aber die Heimreise am Ende des Galapagos Abenteuers an.





Puerto Ayora. (Urheber: Michael R Perry / Wiki)

Puerto Ayora. (Urheber: Michael R Perry / Wiki / Lizenz: CC)

Doch zunächst fieberte ich der vorgebuchten Galapagos Kreuzfahrt entgegen, ich hatte ein grösseres Kreuzfahrtschiff gewählt, weil diese erfahrungsgemäss ruhiger im Wasser liegen und weniger schaukeln. Die 5-Tageskreuzfahrt bei Vollverpflegung beinhaltete alle Landgänge, eine komfortabel eingerichtete Einbettkabine und auch den täglich benötigten Guide plus die Schnorchelausrüstung bei Schnorchelgelegenheiten. Das Kreuzfahrtschiff war kleiner, als ich es mir vorstellte. Es gab aber für die geschätzten 100 Passagiere insgesamt 12 Guides, die auch bei den vielen Landgängen wichtig waren. Kleinere Boote hätten zwar den Vorteil gehabt, etwas näher an manche Objekte im Wasser heranzufahren, aber unser kleiner Kreuzer hatte zwei Schlauchboote und ein Besichtigungsboot mit Glasboden für die Riffinspektionen mit dabei.

Galapagos Inseln. (Urheber: David Berkowitz / flickr.com)

Galapagos Inseln. (Urheber: David Berkowitz / flickr.com / Lizenz: CC)




Des Nachts legten wir die meisten Strecken zurück, Speisen konnten wir immer in den wellenberuhigten Zonen der Riffe oder besuchten Inseln zu uns nehmen. Die Crew war ziemlich aufmerksam und von der Bordküche wurden alle exzellent versorgt. Es gab sogar täglich frisches Brot zum Frühstück, die Backstube an Bord blies morgens die leckeren Gerüche in der Nähe meiner Kabine ins Freie. Es gibt bestimmt kaum Reisende, denen das missfallen hätte. Selbst der Kaffee hatte eine eigene Klasse für sich, eine vielseitige Angebotspalette an leckeren Kaffeekreationen wurde von der Bedienung auf Wunsch gereicht. Sogar auf meinen heissgeliebten Schümlikaffee brauchte ich nicht zu verzichten.

Seelöwen, San Cristobal, Galapagos Inseln. (Urheber: David Berkowitz / flickr.com)

Seelöwen, San Cristobal, Galapagos Inseln. (Urheber: David Berkowitz / flickr.com / Lizenz: CC)




Unter Wasser setzte sich das Naturspektakel in unverminderter Form fort. Zum Greifen nahe betrachteten wir Delfine und Rochen sowie Seelöwen bei ihrem Spiel im Meer. An den Schnorchelspots brachten uns die Schauchboote bis an die Traumstrände oder in die unmittelbare Umgebung der natürlichen Attraktionen und Meereslebewesen. So vielfältige Natureindrücke in so kurzer Zeit zu erleben, das ist schon atembetäubend. Ein letzter Tag in Puerto Ayora wurde dann dem Einkaufen von vielen Souvenirs von den Galapagos Inseln verplant, bevor es am folgenden Abreisetag über Baltra und Quito wieder nach Hause ging.

 

Oberstes Bild: Galapagos-Leguan. (Urheber: © robz85 – Fotolia.com)

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