Oriental Mindoro, das Taucherparadies der Philippinen

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Oriental Mindoro, das Taucherparadies der Philippinen
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Oriental Mindoro, schon der Name weckt Reiselust bei Travelern. Es handelt sich bei Mindoro um eine Insel der philippinischen Inselgruppe. Mindoro ist immerhin die siebtgrösste Insel der Republik und umfasst ein Areal von rund 10.600 km². In meinen Träumen sah ich schon lange vorher die unvergleichliche Schönheit und Artenvielfalt dieser Region und konnte es kaum erwarten, dieses auch mit eigenen Augen zu erleben. Zahlreiche Lehrfilme für Sporttaucher und Meeresbiologen aus dieser Region legen ein einzigartiges Zeugnis darüber ab. Natürlich hatte ich hierzu viele Filme gesehen, Bildbände bestaunt und auch Reiseführer gelesen. Nun war es endlich soweit und der weite Flug dorthin wurde nur als sehr willkommener Startschuss in mein Urlaubsabenteuer Mindoro betrachtet.

Mit von der Partie war mein guter Freund und Tauchbuddy Reto, gemeinsam hatten wir im letzten Jahr bereits die Sporttaucherprüfung zum „Advanced Open Water Diver“ absolviert. Das dort erworbene PADI-Ausweiskärtchen, würde uns auf diesem Trip die Tür zur artenreichsten Unterwasserwelt des Planeten aufstossen. Die bekannte Verde Island Passage am Nordwestzipfel Mindoros, zwischen Puerto Galera und Batangas gelegen, ist als UNESCO Biosphäre deklariert. Nicht weniger als 2’964 unterschiedliche Spezies von Lebewesen hatten hier ihre angestammte Heimat. Das versprach facettenreiche Tauchgänge und herrliche Eindrücke.





Tamaraw Falls auf Oriental Mindoro (Bild: Ignacio Malapitan III, Wikimedia, CC)

Tamaraw Falls auf Oriental Mindoro (Bild: Ignacio Malapitan III, Wikimedia, CC)

Die Anreise zur Tauchbasis und der Unterkunft für den Urlaub



Nach kurzem Zwischenstop in Hong Kong, näherte unser Langstreckenflug sich seinem Ende in Manila, der Hauptstadt der Philippinen. Hier auf dem NAIA (Ninoy Aquino International Airport) durchquerten wir den Einreiseschalter und bekamen als Schweizer Bürger ein Visa-on-Arrival mit 28-tägiger Gültigkeit in den Pass gestempelt. Die erste Nacht auf den Philippinen verbrachten wir im Best Western Hotel La Corona in Manila, nicht weit vom Busbahnhof entfernt. Mit dem Bus setzten wir dann unsere Reise fort. Die Fernbusse sind übrigens erstaunlich preiswert und trotzdem klimatisiert und komfortabel. Für 200 PHP (Philippinische Pesos) brachte uns der Fernbus über eine Art von Autobahn von Manila zu der etwa 130 km entfernt im Süden liegenden Hafenstadt Batangas. Hier erwartete uns ein kommerzielles Fährenpier mit etlichen Fähren nach Mindoro als Option. Etwas verwirrend war die Aufsplittung des Fährenpreises auf Piergebühren, „Environmental User Fee“ und Fährengebühr. Als Neulinge folgten wir einfach dem Pulk der Buspassagiere bis in das Hafengebäude. Hier gab es Tickets nach Calapan (der Provinzhauptstadt), nach Puerto Galera und aber auch direkt nach Sabang zu erstehen. Wir wählten die Fähre nach Sabang, denn dort befand sich unser gebuchtes Hotel. Die Fähre war eine grosse Banca, so nennen sich hier die Auslegerboote mit den Bambuskonstruktionen an Auslegerarmen als Zusatzschwimmer und Kenterschutz. Reto hatte sein Gepäck in einem Seesack verstaut, ich vertraute meinem vielgereisten Rucksack einen weiteren Trip an.

Die Vorteile unserer Wahl der Gepäckstücke wurden uns sehr transparent, als wir anderen Reisenden mit ihren sperrigen Hartschalenkoffern zusahen. Der Seesack und natürlich auch mein Rucksack hatten bequeme Tragegurte und stellten kein Problem dar. Die Überfahrt selbst war ereignisarm, aber wir sahen schon während der 40 Minuten einiges von den grün überwucherten Inseln und unser Ziel kam dann auch in Sichtweite. Wieder erwiesen sich unsere tragbaren Gepäckstücke beim Aussteigen als Vorteil, denn diese blieben trocken, ganz im Gegensatz zu einigen Koffern. Diese landeten nämlich im flachen Wasser des Uferbereiches, denn der kippelige Klappsteg war nur sehr schmal. Laut fluchend hüpften die unglücklichen Touristen in das Wasser und angelten sich ihre Gepäckstücke heraus. Bis zu unserem Hotel war es nicht weit und deshalb benötigten wir auch keinen der Pierboys, die sich hier diensteifrig als Helfer anboten. Das La Laguna Beach Club and Dive Center befand sich ebenfalls direkt am Strand, inmitten der malerischen Big La Laguna Bay.

Unterwasserwelt in ihrer Vollendung (Bild: Harald Schottner  / pixelio.de)

Unterwasserwelt in ihrer Vollendung (Bild: Harald Schottner / pixelio.de)

Sabang, der perfekte Urlaubsort



Der Ort Sabang liegt auf einer Halbinsel und ist reichlich mit schönen Feinsandstränden bestückt. Er liegt am Ende einer Strassenverbindung nach Puerto Galera und ist weitestgehend autofrei. Mopedtricycles und Jeepneys bieten Transportoptionen in den Ort Puerto Galera während der hellen Tagesstunden. Sabang selbst ist ein langgestreckter Ort und prima zu Fuss erkundbar. Der rege Wettbewerb um die Sporttaucher führt zu niedrigen Preisforderungen für Tauchausflüge. Es gibt am Ort eine grosse Auswahl an Restaurants und Bars. Kleine Geschäfte entlang der Fusswege versorgen mit dem Nötigsten. Mehrere Discos und Entertainmentlokale bereichern das Nightlife. Die Riffe zum Schnorcheln befinden sich oftmals in direkter Ufernähe und sind auch ohne Boot vom Strand aus erreichbar.

Sabang, der perfekte Urlaubsort (Bild: Asep Mulyadi, Wikimedia, CC)

Sabang, der perfekte Urlaubsort (Bild: Asep Mulyadi, Wikimedia, CC)




Die Unterwasserwelt in ihrer Vollendung



Prächtige Fische, neugierige Muränen, verspielt wirkende Korallen und das unendlich blaue Wasser der Sulusee, kommen für den Sporttaucher so richtig erst zur Geltung, wenn der Tiefendruckmesser am Handgelenk in Gang gesetzt wird. Schon bei geringen Tauchtiefen bis vielleicht 5 oder 10 m ist das spektakuläre Unterwasserleben sehr gut sichtbar. Taucher werden hier von den warmen Wassertemperaturen und der tollen Sichtweite unter Wasser begeistert sein. Nur der gelegentliche Seitenblick auf den Tauchbuddy oder den Atemluftvorrat lenkt von diesem unsagbar schönen Erlebnis ab. Zwei bis drei Tauchgänge sind täglich machbar, einige Ruhetage sollte man seinem Körper aber auch gönnen.

Mit vielen neu gewonnenen Erfahrungen und Eindrücken kehrten wir nach 18 wundervollen Tagen aus dem Paradies in die Schweiz zurück. Reto und ich planen bereits unseren nächsten Philippinen-Trip, vielleicht nach Palawan oder zum Apo-Reef.

 

Oberstes Bild: Urlaubsparadies Oriental Mindoro (Bild: Magalhães, Wikimedia)

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  1. Philippinen – Der Besuch bei den Vulkanen › reiseziele.ch

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